Gibt es eigentlich noch glückliche Familien?

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Das Ergebnis basiert auf 8 Abstimmungen

Meine Kindheit war gut & zusammen haben wir auch schwierige Zeiten überstanden 50%
irgendeine ganz andere Meinung zum Thema!? 25%
Nein, ich wollte schon früh ausziehen & die Eltern waren Hauptursache 25%

12 Antworten

irgendeine ganz andere Meinung zum Thema!?

Ich (1962) bin im Laufe der Jahre zu realistisch (pessimistisch will ich nicht sagen) geworden, um noch an die "ideale Familie" zu glauben. Menschen sind nun mal unterschiedlich - so wie die Konstellationen in denen sie zusammen leben.

Was heute passend wäre, könnte übermorgen schon nervig sein und umgekehrt.

Meine Kindheit war durchwachsen: es gab schöne, nervige, tolle, ätzende und traurige Tage. Auf manches hätte ich verzichten können und vom anderen wäre mir mindestens das Doppelte lieb gewesen.

Ich wäre schon glücklich, wenn alle (!) Eltern endlich respektieren könnten, dass Babys und Kleinkinder gewisse Verhaltensweisen an den Tag legen, weil sie Unterstützung benötigen. Nicht, weil sie ihre Eltern ärgern wollen.

Vorbild und Erziehung? Ein Vorbild im Sinne des (gegenseitigen) Respekts braucht keine Erziehung, die das Kind auf subtile manipulative Art in die Richtung schiebt, die die Eltern (und andere Erwachsene) vorgeben. Denn dabei wird oft übersehen, dass das das Kind selten bis gar nicht berücksichtigt.

Wünsche erfüllen ist das eine - aber wesentlich wichtiger ist es in meinen Augen möglichst gegenseitig auf die Bedürfnisse des Anderen zu achten. Es ist vielleicht ärgerlich, wenn ich meine neue Frisur nicht heute bekomme oder es mit dem Hobby (erstmal) nichts wird - aber schlimmer finde ich, wenn einer nicht zu seinem Schlaf (Bedürfnis) kommt, weil ein anderer seinem Wunsch (laute Musik hören) nachkommt.

Meine Kindheit war gut & zusammen haben wir auch schwierige Zeiten überstanden

Ich bin 1980 geboren ("junge Leute" ist subjektiv ;)) und in den 80ern/90ern auf dem Land aufgewachsen. Ich hatte eine schöne Kindheit, wir waren viel in der Natur und haben auch viel miteinander unternommen. Ich erinnere mich jedes Jahr daran, wie meine Schwester, mein Vater und ich zu Heilig Abend immer einen Weihnachtsbaum auf dem Feld selbst abgesägt und einmal sogar samt Eichhörnchen nach Hause getragen haben oder wie wir im Wald Geburtstag gefeiert und Sackhüpfen gespielt haben.

Damals hat es noch gereicht, wenn ein Elternteil arbeiten ging, um die Familie samt Hund zu ernähren. Wenn wir von der Schule kamen, gab es gemeinsames Mittagessen, das unsere Mutter den halben Vormittag lang gekocht hatte. Wir haben jedes Jahr zusammen Urlaub in einer Blockhütte tief im Wald gemacht und dort geschnitzt, geangelt und Lagerfeuer gemacht. Und obwohl wir einen Computer und meine Freunde auch Konsolen hatten, waren wir 90% der Freizeit irgendwo im Wald unterwegs, haben als Robin Hood Passanten "überfallen" und all sowas. Meine Eltern hatten auch nie viel Angst um mich, immerhin lag ich 7 Mal mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus... ;)

Natürlich gab es auch Probleme, die heftigsten während der Pubertät und der Krankheit meiner Mutter (Krebs) zwischen meinem Vater und mir. Im Nachhinein verstehe ich ihn aber sehr gut und meine Eltern waren immer für mich und meine Schwester da, selbst in den stressgeprägten Zeiten.

Heute, in unserer mediengeprägten Ellenbogengesellschaft, wird das immer schwieriger, nicht zuletzt, weil die Eltern immer weniger Zeit für ihre Kinder haben. Eine sehr traurige Entwicklung, wie ich finde.

Meine Familie ist eigentlich perfekt. Jeder hatte zwar seine Problemchen, wir haben uns aber immer gegenseitig geholfen und waren füreinander da. Es wurde auch öfters was unternommen und bei schlechten Noten hat sich die Oma mit einem zusammengesetzt und gelernt.

Traurig war nur, dass Sich meine Eltern scheiden ließen als ich 5 war. Aber es war keine Trennung aus Hass und ich durfte immer entscheiden zu wem ich will. Meine Eltern haben ihren Streit auch aus unserer Kindheit rausgehalten und dadurch sind wir sehr gut aufgewachsen.

Ja, es gibt gute Familien - man muss nur in den richtigen Kreisen suchen :-)

irgendeine ganz andere Meinung zum Thema!?

Hallo LoveKrissy,

leider sehe ich diese Frage erst jetzt, denn gerne hätte ich Dir schon früher darauf geantwortet.

Ich muss mich für die grüne Fläche entscheiden. Meine Kindheit war nicht immer gut, ich fühlte mich oft nicht unterstützt - echtes Familienleben hätte ich mir anders vorgestellt.

Und so hatte ich damals in der Familie meiner jetzt Ex mehr Halt gefunden - und kann Dir damit nachfühlen.

Wichtig ist jetzt, dass Ihr beide eine solche Familie aufbauen könnt, in der alles das gegeben ist, was Du aufgezählt hast. Doch werdet Ihr Euch an diese Punkte wie ein Manifest halten müssen: oftmals reagieren wir als Menschen einfach anders - und müssen uns wieder an diese Punkte erinnern lassen, zurückschalten, und entschuldigen, und die Probleme lösen, die Situation leben.

Ihr seid beide noch sehr jung und habt Ideale und Lifestyles. Lebt diese unbedingt aus. Integriert diese in Euer tägliches Leben - im Miteinander und mit anderen. Haltet Euch deshalb mit Kids noch einen Moment zurück, auch bis sich alles auch mit Arbeit und Beruf und Wohnung stabilisiert hat.

Wenn Ihr selbst sicher auf Eurem Weg seid, dann nehmt ein kleines Mädchen oder einen kleinen Jungen - oder auch mehrere - mit auf Euren Weg und lebt ihn nach Euren Punkten weiter.

Und so seid Ihr unterwegs in eine glückliche Familie. So gibt es eine solche Familie mehr. Ach - ich kenne noch eine (allerdings haben die keine Kinder) - und die orientieren sich auch an diesen Punkten.

Viele Grüße EarthCitizen

Nein, ich wollte schon früh ausziehen & die Eltern waren Hauptursache

Ich halts zuhause einfach nicht aus, allerdings ist bei mir mehr als nir die eltern der grund

Meine Kindheit war gut & zusammen haben wir auch schwierige Zeiten überstanden

Probleme gibt es zeitweilig überall mal. Das bedeutet aber noch nicht, dass die Familie dadurch nicht glücklich ist.

Yepp ............. jetzt weiß ich, dass ich ein schlechtes Elternhaus hatte. Bisher habe ich das anders gesehen aber von den aufgeführten Punkten könnte ich jetzt höchstens zwei fett unterstreichen.

Eltern und Kinder gehen eigentlich immer nur einige Jahre einen gemeinsamen Weg und dann fangen Eltern an, los zu lassen bzw. fangen Kinder an, sich abzunabeln. Dieser Prozess kann ganz einfach ablaufen aber in vielen Fällen ist er auch schmerzhaft. Eltern sehen ihre Kinder langsam erwachsen werden und wissen, dass sie irgendwann das Haus verlassen. Kinder wollen auf eigenen Füßen stehen aber dafür müssen sie ihren bis dato sicheren Platz in der Familie zumindest teilweise aufgeben. In den wenigsten Familien geht diese Zeit vorüber ohne Streitereien, Missverständnisse, Machtgehabe, Eifersucht und das Gefühl, nicht mehr geliebt zu werden .............. auf beiden Seiten.

Dieser Trennungsprozess ist immer auch mit Wehmut verbunden, man weiß ja, dass die Zeit sich nie mehr zurück drehen lässt. Aber all das ist ein normaler Verlauf.

Es gibt keine 100%ig heilen Familien aber manche wahren diesen Schein über Jahrzehnte. Ein tieferer Blick hinter die Kulissen bringt meist auch Konflikte ans Licht. Du reagierst gerade so, als sei es überall besser als bei deinen Eltern. Vielleicht wirst du schon in einigen Jahren ganz anders denken, wenn du selbst erwachsen bist und vielleicht auch Kinder hast.

Nein, ich wollte schon früh ausziehen & die Eltern waren Hauptursache

in kleinen stücken stimmt das in jeder familie nur mußt du auch ehrlich sein und dazu sagen dass gerade mädchen in deinem alter besonders zickig sein können und gar kein bock auf gemeinsames essen haben und auch nicht helfen wollen weil sie einfach mal ruhe haben möchten außerdem möchten sie garnicht mit da und dorthin fahren weil es langweilig ist und dort kein internet ist, also so sieht doch die wirklichkeit aus und wenn ich dies oder jenes nicht bekomme bist du eben nicht mehr mein papa. so ist das doch in den familien, die eltern gehen arbeiten und geldverdienen und die kinder räumen den tisch nicht ab oder auf und sehr vieles vermasseln die kinder selber weil sie in der pubertät sind und die eltern dadurch genervt und kraftlos geworden sind. die eltern möchten das beste für ihre kinder nur sieht das eben anders aus weil sie viel älter sind und mehr erlebt haben und die kinder auch vor schaden bewahren möchten, eltern haben meist einen guten hintergedanken im kopf nur sieht das eben für euch kinder anders aus weil ihr kinder seid und noch keinen überblick habt, das werdet ihr selber sehen wenn ihr selber kinder habt und vor ähnlichen situationen steht. das ist keine moralpredigt das ist tatsächlich so, als ich kind war wollte ich auch immer mit dem kopf durch die wand und mußte auf vieles verzichten doch jetzt im nachhinein sehe ich vieles ein dass meine eltern richtig und vernünftig gehandelt haben , jeder durchlebt doch phasen und möchte vieles erleben nur muß man dabei darauf achten dass es halt nicht ohne eltern funktionieren kann und deren möglichkeiten immer beschränkt sind weil man eben nie genug geld und zeit und nerven hat, das wäre der idealzustand

Meine Kindheit war gut & zusammen haben wir auch schwierige Zeiten überstanden

Ich hatte eine gute Kindheit, wollte und bin aber trotzdem frueh, mit 18, ausgezogen.

Wie Du eine Familie beschreibst, sowas gibt es nur im Traum. In jeder wirklichen, realen Familie gibt es Probleme, die gelöst werden müssen.

So ähnlich läuft das bei meiner Freundin ab... das ist aber die einzige Familie, die ich kenne :)

Du hast eine Musterfamilie beschrieben, sowas gibt es nur in Hollywood ;)

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