gibt es eigentlich eine plausible Erklärung dafür, dass bei der Marine Soldaten aus den Gebirgsregionen mehr oder weniger "überrepräsentiert" sind?

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3 Antworten

Die Beobachtung ist absolut korrekt. Bayern, Baden-Württemnberg und Ruhrgebiet sind die Hauptlieferanten für Seemänner.

Auf einem Uboot hatten wir z.B. einen Koch, der in den besten Hotels Bayerns gelernt hat (die besten Köche kommen immer auf die Uboote), und dementsprechend gabs immer nur allerbestes Essen.

Meine Theorie: der "Abenteuerfaktor", mit dem die Marine wirbt, wikrt auf Landratten wesentlich stärker als auf Küstenbewohner, die das alles ja schon irgendwie  kennen.

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Bezüglich der DDR ist es wohl so das in der NVA in aller Regel nicht heimatnah eingezogen wurde. Bei den Grenztruppen in Thüringen haben jede Menge "Fischköppe" gedient.

Heute liegt es wohl auch daran das die Leute auch mal aus ihrer Heimat weg möchten. Wer jahrelang Berge gewohnt ist möchte auch mal das große Wasser sehen. Und da bietet sich die Marine als Arbeitgeber halt am meisten an.

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Für "Gebirgler" ist doch die See etwas Faszinierendes. Die sehen ihr Leben lang nur Berge.

Mal im Leben mehr als ein paar Hundert Meter oder ein paar Kilometer weit sehen zu können, ist für Leute aus den Hügeln doch einfach oberaffengeil. Und wenn das einem jungen Mann live und in Farbe und sogar noch gegen Bezahlung angeboten wird - wer greift da nicht zu?

Ich hab selbst einige Marinekameraden kennengelernt, die samt & sonders aus dem Süden kamen, nicht alle aus Bayern, sondern auch aus BaWü, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Manche konntn nach ihrer Dienstzeit sogar etwas Plattdeutsch.

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