gibt es eigentlich eine gruppe die an gott glaubt aber keine religion hat?

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12 Antworten

Es gibt eine ganze Menge Gottgläubige ohne rituell-religiöse Ambitionen.

Allerdings wird es schwerlich sein, diese in einer organisierten Glaubensgemeinschaft zu finden ... widerspricht sich doch auch irgendwie oder?

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Kommentar von mrauscher
31.10.2016, 21:52

Wenn sich das widerspricht, müßte es ja aus Deiner Sicht die eine wahre Religion geben. Welche ist das? - Nein, wir sind Christen, ohne  Verein, ohne Kirche, ohne Sekte. So wie die ersten Christen, als Jesus starb. Dazu gehörten die Apostel, dazu gehörte Paulus und die Jünger. Keiner von denen war katholisch, Zeuge Jehovas, Adventist, Muslim oder sonst etwas in dieser Art. Es waren die ersten Christen, ohne Tempel, ohne Kirche. Einfach nur mit der Bibel und eine Gemeinschaft. War das etwa falsch? Genau so hat es Jesus auch vorgelebt. Er hat sich vom jüdischen Glauben gelöst und das Christentum eingeführt.

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Wenn man Religion so definiert, dass es ein Weg ist, mit dem man Gott in irgendeiner Weise zufrieden stellen will, um von ihn in Ruhe gelassen zu werden, dann ist Religion genau betrachtet eher ein Weg um Gott los zu werden und nicht ein Weg um mit ihm versöhnt zu sein.

Jesus hat Schluss gemacht mit diesem Religions Unfug. Mit seinem "Es ist vollbracht!", was er am Kreuz von Golgatha ausgerufen hat, hat er mit einem Schlag auch alle Religionen für absurd erklärt. Seit diesem Tag gilt: Der Weg zum Vater ist frei und zwar ohne jegliche Religion.

Heute ist Reformationstag. Martin Luther selbst hat dieses Prinzip "Glaube an Gott ohne Religion" ja selbst propagiert, in dem er immer wieder von der Freiheit des Christenmenschen gesprochen hat. Es gilt das Prinzip: Wir können uns die Gnade Gottes nicht verdienen. Wir können aber das Geschenk seiner Gnade annehmen.

So gesehen sind alle protestantischen Kirchen heute Gruppierungen, die an Gott glauben, aber keine Religion haben. 

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Was sollte das für eine Gemeinschaft sein? So etwas gibt es nicht, wozu auch?

Wenn Du an Gott glaubst, dann ist das Deine persönliche Einstellung und dazu braucht man weder eine Kirche noch sonst irgendeine religiöse Gemeinschaft.

Damit stehst Du ganz bestimmt nicht allein da. Es gibt sehr viele Menschen, die zwar an eine Höhere Macht glauben, die aber nichts mit Christen oder Moslems zu tun haben wollen - nur so als Beispiel. lg Lilo

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Kommentar von hummel3
31.10.2016, 09:47

Wenn Du an Gott glaubst, dann ist das Deine persönliche Einstellung und dazu braucht man weder eine Kirche noch sonst irgendeine religiöse Gemeinschaft.

Dem letzten Teil zumindest möchte ich eindeutig widersprechen. 

Aus meiner Erfahrung als Christ weiß ich, dass man zwar nicht unbedingt eine "Kirche" als "Hort des Glaubens" braucht. Aber jeder Christ braucht auf sein Leben bezogen die Gemeinschaft mit anderen Christen. Nur so ist auf Dauer eigenes "geistliches Wachstum", Selbstkorrektur des Verhaltens oder eines falschen Auslegung von Teilen der Lehre, als auch Trost in schwierigen Lebenssituationen gewährleistet.

Jeder gläubige und erfahrene Christ muss dies eigentlich bestätigen.

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An Gott glauben viele, aber Religion engt das oftmals ein, daher sind diese dann auch aus der Organisation Kirche ausgetreten. Wieso sollten die wieder eine neue Kirche gründen in der sie darin übereinstimmen, dass sie keine Kirche brauchen um an Gott zu glauben?^^

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Kommentar von mrauscher
31.10.2016, 21:55

GrafvonSpee, Deinen Antwort gefällt mir sehr und ich stimme vollkommen mit Dir überein. Gruß Matthias

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Glauben an Gott setzt immer eine Gemeinschaft voraus. Und sobald diese besteht, müssen Regeln definiert werden.

In der Bibel findet man Themen über Gemeinschaftsgründungen zur Genüge. Paulus gründete Gemeinden in ganz Asien.

............ und auch Regeln dafür, denn irgend wie muß ja alles einer bestimmte Ordnung folgen. Das Gegenteil davon wäre Chaos.

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Kommentar von Hamburger02
31.10.2016, 10:18

Wieso sollte der Glaube an irgendeinen Gott eine Gemeinschaft voraussetzen? Und warum müssen Regeln definiert werden?

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Kommentar von ProfFrink
31.10.2016, 10:42

Ja, das ist richtig was Du über den Zusammenhang 'Gottesglaube und Gemeinschaft' schreibst. Und es ist auch richtig, dass eine Gemeinschaft Regeln bzw. eine Ordnung braucht. Das braucht ja sogar schon eine Familie.

Aber Gemeinschaft und Ordnung ist noch keine Religion.

Religion fängt für mich da an, wo ich mich irgendwie bemühen muss um Gott zu gefallen. Insofern ist auch immer der Begriff 'Gottesdienst' zu hinterfragen. Am meisten Klarheit bringt in dieser Angelegenheit immer die Geschichte von Maria und Martha. Nachzulesen in Lukas 10, 38-42

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Kommentar von AlphaundOmega
31.10.2016, 15:43


und auch Regeln dafür, denn irgend wie muß ja alles einer bestimmte Ordnung folgen. Das Gegenteil davon wäre Chaos.

Die Natürlichkeit im Leben, ist bereits die Ordnung im Chaos ( Siehe z.B. Symmetrie der Natur, Goldner Schnitt usw...

Nur der Mensch stellt sich gegen den Strom, indem er eigene Regeln aufstellt und das führt zu Chaos ...Die Folgen davon sind für  jeden sichtbar...

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Kommentar von Fantho
01.11.2016, 00:51

Glauben an Gott setzt immer eine Gemeinschaft voraus.

Nein, das ist Unsinn, denn man kann auch allein mit seinem Gottesglaube sein...

Und sobald diese besteht, müssen Regeln definiert werden.

Auch dies ist Unsinn, denn Gott bedeutet: Keine Regeln - Sakramente - Liturgien - Hierarchien etc. pp...

Die einzige Regel einer an Gott glaubenden Gemeinschaft ist der gemeinsame Glaube an Gott, und wenn

man diese Regel gemeinsam einhält und einigermaßen in dem Sinne Gottes  mtienander verfährt, dann ist eine Ordnung gegeben....

und auch Regeln dafür, denn irgend wie muß ja alles einer bestimmte Ordnung folgen. Das Gegenteil davon wäre Chaos

Gesetze und Regeln sind deswegen da, weil es Menschen gibt, die nicht im Sinne Gottes, nicht in der Empathie, nicht in dem Mitgefühl für Tier und Natur usw. fühlen und agieren, ansonsten bräuchten wir die ganzen Gesetze nicht...

Gesetze sind das Ergebnis des Chaos, denn bei einer Ordnung bräuchten wir keine Gesetze bzw. Gesetze wurden und werden gemacht, weil es Chaos gab und gibt...

Gruß Fantho

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Du stellst eine Frage, welche "tiefer betrachtet" für mich keinen Sinn macht!

Der Glaube an einen Gott lebt doch von einer persönlichen Beziehung zwischen dem Menschen und diesem Gott. Vorbilder dafür sind die bekannten großen Religionen - Judentum - Christentum - Islam mit ihrer jeweiligen Lehre und Gottesbeschreibung.

Es gibt zwar viele Menschen, welche vordergründig, wie du "diffus" an einen imaginären Gott glauben. Doch hat jeder von Ihnen ein etwas anderes, differierendes Gottesverständnis, weil ihnen mangels gemeinsamen Glaubens die übereinstimmende Identitäts- und Willensbeschreibung von Gott fehlt.

Wie also sollten sie eine "Gemeinschaft" im Glauben pflegen und eine eigene Organisation gründen?

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Ja, die "Kirche" (oder Gemeinde) Gottes" (Apg.20,28; 1.Kor.1,2) hat "Glauben" (Joh.17,17), keine "Religion" (2.Kor.4,4), welche vom "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) entwickelt wurde (Eph.2,2).

Bitte unseren Vater von "ganzem Herzen" und Er wird dir eine passende Gemeinde zeigen (Jer.29,13; Lk.18,7).

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Ein Gottwesen braucht keine gemeinschaftlichen Gruppierungen, denn diese brauchen nur Schafe...

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Also ich bin in keiner Religionsgruppe, glaube aber an ein Leben nach dem Tod, Wiedergeburt, Engel usw. Und das da was sehr Großes, Schönes und mächtiges ist, was die Menschen Gott nennen.

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Kommentar von naaman
31.10.2016, 10:28

Andererseits Glaubst du das, was alle großen Religionen auch vertreten, und gehörst damit diesen an. Ob du nun offiziell dabei bist oder nicht.

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So ziemlich alle Sekten! 

Zeugen Jehova zum Beispiel...

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Hallo crystaalbabyy,
wir sind so eine Gruppe. Die meisten von uns kennen sich sehr gut in der Bibel aus oder befassen sich auch mit Naturwissenschaften. Wir treffen uns regelmäßig und schalten dann per Skype wiederum Freunde dazu, die z.B. in Wien wohnen. So können wir gemeinsam diskutieren. Aber keiner von uns gehört einer Kirche an, einer Religionsgruppe, Sekte oder ähnliches, aus dem einfachen Grund, weil all diese Gruppen jeweils für sich beanspruchen, die "Einzig Wahren" zu sein, gegenüber Gott. Das kann nicht sein. Gott ist den Menschen gegenüber neutral, er bevorzugt keine Gruppe und Jesus, sein Sohn, auch nicht. Uns ist bekannt, dass es noch weitere neutrale Gemeinschaften gibt, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Wir suchen diese Gemeinschaften und treffen diese auch. Andererseit haben wir aber auch kein Problem damit, den Koran zu lesen, andere Bücher, oder z.B. die freien Evangelischen oder andere Religionsgruppen zu besuchen und mit ihnen zu diskutieren. Wir lehen sie nicht ab, sondern bezeichnen sie ebenfalls als Freunde. Aber wir schließen uns diesen nicht an, durch Taufe oder so etwas. Die ersten Christen waren damals genau so organsiert, wie wir. Eben ohne offizielle Religionsgemeinschaft, Verein, Sekte oder so.  Ich hoffe, das hilft Dir weiter. - Gruß Matthias & Gabi

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Kommentar von Blitz68
07.11.2016, 22:50

das klingt doch attraktiv :-)

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Es gibt spirituelle Gemeinschaften, welche konfessionlos und ohne einer Zugehörigkeit zu einer Religion an Gott glauben...

Gruß Fantho

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