Gibt es eigentlich auch organisierte Atheisten?

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19 Antworten

Atheismus als zentraler Inhalt einer Vereinstätigkeit ergibt keinen Sinn. Atheismus wird schließlich als Ausschluss definiert, als Nicht-Gottgläubigkeit. Das lässt sich so wenig praktizieren oder zelebrieren wie der Nicht-Osterhasenglaube oder der Nicht-Sonnwendfeierkult. Das ist ja alles inhaltslos.

Es wird zweifellos einige Vereine in der Welt geben, die den Atheismus zu ihren Statuten zählen. Das kann aber so wenig der Vereinszweck sein wie die Osterhasenlosigkeit oder die Hosenträgerlosigkeit. Also werden sich die Leute auf Zwecke verständigen, für die sie sich vereinigen wollen. Ein solcher Zweck könnte z.B. die Bekämpfung des einen oder anderen Glaubens sein, insbesondere theistischer Religionen. Mir sind solche Vereine bislang nicht bekannt geworden.

Daneben gibt es auch Vereine, deren Zwecksetzung (z.B. Kommunismus) den Atheismus zwangsläufig impliziert. Der ist aber auch hier nicht der Vereinszweck.

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Hallo - wie schon geantwortet, gibt es zwar nicht "organisierte Atheisten" in einem strengen Sinn, dafür aber verschiedene Bündnisse. Mir fällt noch die Giordano Bruno Stiftung ein.

Laut eigener Darstellung vertritt sie die Position des „Evolutionären Humanismus“: "Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern die Neandertaler von morgen".

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/

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Freiheimer 30.03.2013, 10:32

Hallo Zwischenton.Sehr guter Ansatz.Sowas habe ich gesucht.Vielen Dank....

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Hm, das ist nicht so einfach, denn Atheisten, Agnostiker usw. sind ein sehr heterogenes Völkchen, mit den unterschiedlichsten Ansichten und Weltanschauungen, die nur eins eint, nämlich, dass sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt.

Eine Organisation braucht aber auch ein Ziel und da wird es schwierig, die Vielzahl an Standpunkten unter einen Hut zu bringen und auf ein Ziel zu fokussieren. Schon hier würden viele Atheisten aussteigen und sagen, "Da mache ich nicht mit."

Es gibt aber durchaus den Versuch eines kleinsten gemeinsamen Nenners. Der besteht in der Herstellung echter Trennung von Staat und Gesellschaft, der Beendigung des Sonderrechts der Kirchen und dem Widerstand gegen die Verfolgung von Atheisten in vielen Teilen der Welt.

Dazu gibt es den Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten - IKBA oder den Humanistische Verband Deutschlands - HVD.

http://www.ibka.org/

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Zwischenton 29.03.2013, 18:45

Den IBKA wollte ich auch vorschlagen ... :)

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PeVau 29.03.2013, 18:48
@Zwischenton

... wenigstens hast du meinen Buchstabendreher richtig gestellt. :-)))

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realsausi2 30.03.2013, 00:04

dass sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt.

Kleine Korrektur:

daß sie davon ausgehen, daß es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott gibt.

Ein kleiner, aber feiner Unterschied :)

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PeVau 30.03.2013, 00:28
@realsausi2

Du wirst lachen, sofort, nachdem ich nicht mehr korrigieren konnte, fiel mir das auf und dann war es mir zu blöd, das noch in einem Kommentar dranzuhängen. Du hast es nun bemerkt und das ist gut so. Du hast nämlich recht. :-))

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SBerner 23.04.2013, 12:00

Sorry, aber deine Antwort ist leider falsch.

Zunächst wird mir schelcht, wenn du Atheisten als "Völkchen" bezeichnest. Das ist ziemlich daneben. Denn Atheisten haben keine gemeinsame Überzeugung oder sonstiges. Atheisten sind passiv und könnens ich gar nicht organisieren, eben weil dazu eine gemeinsame grundlage erforderlich ist. JEDER Mensch ist Atheist von Geburt an. Nur lassen sich einige von fantasievollen Ideen zu Glaubensansichten bekehren.

dass sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt.

Eben das tun Atheisten in keiner Form. Denn das ist aktiv. Atheisten leben ohne Gott und haben keinen Glauben (also keine künstlich erzeugte Weltsicht über irgendwelche Götter). Atheisten beschäftigen sich nicht mit dem Thema Gott, weil es für sie keine Rolel spielt oder weil sie davon keine kenntnis haben.

Es gibt aber durchaus den Versuch eines kleinsten gemeinsamen Nenners. Der besteht in der Herstellung echter Trennung von Staat und Gesellschaft,

Du meinst bestimmt die Trennung von Staat und Religion (die in fast allen Ländern der Welt bereits in der Verfassung verankert ist) und die Verbannung der Religion aus gesellschaftlichen Normen, Werten etc.

Was die wenigsten Menschen heute noch wissen: Religion IST eine Form der Politik und wurde immer als solche Konzipiert. Ihre Inhalte sind irrelevant, sie mussten nur übezeugend Werte und Normen vermitteln können, auf deren Basis man einen Staat gründen konnte. Bis ins 18. Jahrhundert war dies auch noch so. Doch dann begannen Säkularisierungen, weil man merkte, dass es nicht funktioniert, einen Staat auf Religion aufzubauen. Denn religion hat immer nur zum Schaden des Menschen geführt.

Heute ist Religion zu etwas anderem geworden. Die Menschen ignorieren den Zweck (oder kennen ihn nicht) und halten sich an den Inhalt. Trotz ausreichender Beweise ignorieren sie aber, dass diese Inhalte alle frei erfunden sind und in keiner Form wahre Geschichte darstellen.

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Ja - das sind dann aber keine Atheisten, sondern Sekten.

Ein Atheist ist jemand, der keinen Glauben besitzt. Er erklärt sich die Welt nicht durch übernatürliches oder Götter. Er ist davon überzeugt, in allem einen Grund zu finden und alles logisch erklären zu können. Wissenschaft ist vielen Atheisten etwas wichtiges - nicht aber allen. Da Atheisten keinem Glauben zugehörig sind, sind sie auch keine Gruppe. Nomaden in einer Welt voller Gläuber, wenn du es so willst.

Organisierte Atheisten wären dann Sekten. Eine Gruppierung gegen einen anderen Glauben, gegen eine Menschenrasse, gegen eine Sexualität. Das sind Sekten, keine Atheisten. Auch Sekten können keinen Glauben haben - aber nur teilweise, den ihr glaube besteht in Hass. Hass einem anderne gegenüber. Die Anhänger von Sekten bekommen den Hass nur indirekt zu spüren. Sie sollen eine Gruppierung, einen Menschen, eine Hautfarbe, eine Sexualität oder was auch immer nur als etwas ansehen, das ihr "Gott" (meist der Anführere, ein Mensch der sich als halbgott ausgiebt) nicht will. Abschaum. Manche sehen eine Tat auch als etwas normales an. Sex mit minderjährigen - das ist Gotteswille. Zumindest für Sektenanhänger.

Es gibt auch Atheisten, die einer Glaubensgemeinschaft angehören - sich mit ihnen nicht aber identifizieren. Gruppenzwang. Vielleicht ist es aber auch nur so, dass diese Menschen in ihrem Umfeld zuviele Glaubensangehörige einer Glaubensgemeinschaft besitzen - ein Ausstieg wäre fatal, sozialer Zusammenbruch die folge. So ist es bei Sekten.

Das Thema ist echt spannend - und sehr ausgiebig. Vertief dich allerdings nicht zusehr und schau, dass der persönliche Kontakt mit Sekten sich in Grenzen hält. Sekten sind sehr organisiert und "überzeugend". Gehirnwäsche ist ein Muss in jeder guten Sekte - du bist schneller drinnen, als du glaubst, aber rauskommen, kannst du da nichtmehr.

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Freiheimer 29.03.2013, 18:44

Nein ich meine nicht sowas wie Sekten.Also die Nummer mit Gehirnwäsche oder irgend welchen wiedernatürlichen Regeln wie ritualisierten Sex,Eheplanung Selbstkasteiung und weiss ich was alles.Da ist ja gerade das was mich an der ganzen Sache nervt.Dieses oder jenes zu machen weil es dem Herrn so gefällt und sich dann in einer Gruppe wiederzufinden die sich selbst abgrenzt und andere Gruppen bekämpft.Eine religiöse Kindergärtnerin die sich vor den Kleinen aufbaut und ihnen von Mördern,Ehebrechern und Dieben erzählt.Von Strafen und von Himmel und Hölle.Alles Phantasien die sich um die Vorstellung ranken es gäbe einen Allmächtigen.Nein Danke....ich würde da gerne etwas netteres hören....

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DeutscherIdiot 29.03.2013, 19:46

Religionskritik und Hass gegen religiöse Menschen sind etwas gänzlich verschiedenes; und Tatsache ist, dass Atheisten immer noch nicht vollständig toleriert werden. Es gibt also einen guten Grund für sie, sich zu vereinigen.

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Nunuhueper 30.03.2013, 10:52
@DeutscherIdiot

Das ist eine sonderbare Unterstellung, dass Atheisten immer noch nicht toleriert werden.

Atheisten aller Länder vereinigt Euch?

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SBerner 23.04.2013, 13:08
@DeutscherIdiot

Er erklärt sich die Welt nicht durch übernatürliches oder Götter. Er ist davon überzeugt, in allem einen Grund zu finden und alles logisch erklären zu können. Wissenschaft ist vielen Atheisten etwas wichtiges - nicht aber allen. Nein, Atheisten haben keine Überzeugung. Wie du selbst sagst, haben sie einfach nur keinen Glauben. Und als Atheist ist man auch nicht überzeugt alles logisch erklären zu können. Das denken nicht mal die meisten Antitheisten. Im Gegenteil, meist sind sie sehr realistisch und wissen, dass sie nie alle erklären können.

Nomaden in einer Welt voller Gläuber, wenn du es so willst.

Sehe ich nicht so. Denn Gläubige gibt es kaum noch. Es werden immer weniger. Die große Mehrheit der Menschen sind Agnostiker. Nur weil sie offiziell einer Religion angehören sind sie noch lange nicht Gläubig.

In den USA zb überwiegen Antitheisten und Agnostiker, nur halten diese nicht so große Reden und machen soviel Publicity wie die Gläubigen. Im Fall USA ist es sogar so, dass viele Religion mit Nationalbewusstsein verwechseln. Seit 9/11 rennen die vermehrt in Kirchen, aber nur um sich gegen den Feind Islam zu bekennen und nicht um wirklich gläubig zu sein. Sie wollen sich einfach als etwas besseres fühlen, und genau das gibt ihnen die religion.

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Ja sicher, nur wäre es nicht so sinnvoll wenn sich die atheisten zusammen tun würden, dann wären die ja ne eigene Religion quasi. Du musst einfach diese Menschen finden und dich mit ihnen anfreunden, dann haste in deinem umkreis Atheisten mit denen du diskutieren kannst ;)

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SBerner 23.04.2013, 12:57

Atheisten würden keine religion bilden wenn sie sich zusammentun, da Atheismus keine Überzeugung/Glaube ist.

Atheisten findest du auf den neugeborenen Stationen, Kindergärten und sehr abgelegenen Orten. denn jeder ist von geburt an Atheist, solange bis er mit Religion konfrontiert wird und sich entscheidet.

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Als junger Menshc hatte ich ähnliches Problem. Religion muss reifen, und man muss ein zusammenhängendes Verständnis entwickeln. Dann passt es.

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SBerner 23.04.2013, 12:55

Religion muss reifen? religion ist ein politisches Konstrukt, da muss nichts reifen. Religion ist dazu gedacht die Menschen abzulenken und ihnen Märchen zu erzählen.

Verständnis kann man dazu nicht entwickeln, man kann sich nur blenden lassen. Passen tut da gar nichts, weil religion auf Lügen basiert

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das wäre dann eine Sekte oder Konvent.

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Es gibt für alles eine Organisation. Nur nutzt einem die schönsten Organisationen nichts. Am Besten man recherchiert immer alles selbst, getreu nach dem Motto, trau keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.

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Jein. Eine Organisation, die alle Atheisten vertritt, so wie die katholische Kirche alle Katholiken, gibt es nicht; Atheismus bedeutet ja lediglich, an keinen Gott zu glauben, alles andere ist absolut verschieden, von Atheist zu Atheist.

Es gibt aber Organisationen, die für die Beseitigung von Vorurteilen gegen Atheisten, oder auch für einen absolut säkularen Staat eintreten, z.B. der IBKA(Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten), die Giordano Bruno Stiftung oder den HVB(Humanistischer Verein Berlin).

Dazu gibt es noch die Bewegung der Brights, auch bekannt als Neue Atheisten; ihre Ziele sind:

  • Das Verständnis und die gesellschaftliche Anerkennung des naturalistischen Weltbildes, das frei von übernatürlichen und mystischen Elementen ist, zu fördern.

  • Die öffentliche Aufmerksamkeit darauf zu richten, dass Personen mit einem solchen Weltbild wichtige gesellschaftliche Entscheidungen mit positiven Aktionen beeinflussen können.

  • Die Gesellschaft dazu zu bewegen, die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe der Brights am gesellschaftlichen Leben zu akzeptieren.

Prominente Vertreter dieser Bewegung sind Richard Dawkins, James Randi, Daniel Dennett, oder, um einen Deutschen zu nennen, Michael Schmidt-Salomon.

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realsausi2 30.03.2013, 00:08

Dazu gibt es noch die Bewegung der Brights,

Wieder was gelernt. Davon hatte ich noch nichts gehört.

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Ganz klar NEIN !!!

Atheisten können sich gar nicht organisieren, weil Atheismus nichts ist,w as man organisieren könnte. JEder Mensch ist von Geburt an Atheist, also Ohne Gott.

Atheismus bezeichnet den ZUSTAND, keinen Götterglauben zu haben. Glauben erlangt man nur, wenn dieser einem erzählt wird. Man muss aktiv sein, um anzufangen zu glauben, da kein Mensch von Geburt an Gläubig sein kann. Denn Glauben ist ein Gedankenkonstrukt, dass irgendwer mal erfunden hat.

Wäre Atheismus eine Überzeugung o.ä., dann wäre auch "Nicht-Tennis-Spielen" eine Sportart.

Leider verstehen das die wenigsten Menschen.

Atheismus ist immer passiv, nie eine bewusste Entscheidung, Überzeugung etc. Sobald sich ein Mensch bewusst mit Religion beschäftigt, wird er entweder zum Antitheisten (ANTI Gott, also GEGEN Gott) wenn er sich entscheidet nicht zu glauben, oder er wird Gläubig. Möchte er sich nicht entscheiden, aber dennoch nicht nach religiösen Dingen leben, so wird er Agnostiker.

Es gibt tatsächlich nur sehr wenige Atheisten auf der Welt. Diejenigen, die sich gegen Religion aussprechen sind Antitheisten. Ein Großteil der Menschheit ist eher Agnostiker, da sich immer weniger Menschen wirklich an die Religionen halten. Sie schließen vielleicht nicht aus,d ass es irgendeinen Gott gibt, aber sie leben so, als würde es ihn nicht geben.

Atheist = a theos = OHNE Gott --> bezeichnet einfach nur das Nichtvorhandensein von Glauben.

Am Beispiel des Nicht-Tennis-Spielers:

Würde es Sinn machen, wenn sich alle Menschen, die kein Tennis spielen, organisieren um gegen Tennisspiele vorzugehen?

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Es gibt sehr wohl Atheisten, die sich organisieren: allerdings eint sie keine gemeinsame Ideologie, sondern lediglich die Überzeugung, dass es wichtig ist, Ideologien in jeder Form mit System entgegenzutreten, damit die Welt nicht weiter von Menschen vergiftet wird, die glauben, sie hielten die "Wahrheit" in Händen.

Eine lockerer Zusammenschluss, der weltweit agiert und Vorträge organisiert, Hilfe für Notleidende leistet,etc......nennt sich (augenzwinkernd) BRIGHTS: ein wichtiger Mann der brights wäre z.B. Daniel C. Dennett, der sich, wie viele brights, der Aufklärung im weitesten Sinne verschrieben hat.

Was diese Menschen eint, ist, dass sie Radikalität in jeder Form ablehnen, und keine der existierenden Gottesvorstellungen über Gebühr ernst nehmen. Sie kämpfen dafür, möglichst vielen Menschen den Zugang zu echtem Wissen zu ermöglichen, auch damit man sich von diversen Scharlatanen keinen mehr vom Pferd erzählen lassen muss.

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frank1968 29.03.2013, 18:47

Als kleiner Vergleich: es ist auch wichtig sich gegen Rechtsradikalismus zu organisieren und zu positionieren, wenn wir zur Überzeugung gekommen sind, dass dergleichen Menschen schadet. Und wenn man als Atheist zur Überzeugung gekommen ist, dass Religionen/Ideologien Menschen weltweit zum Teil erheblichen Schaden zufügen, dann engagiert man sich eventuell für eine umfassende Aufklärung,indem man z.B. hartnäckig nachfragt und engagiert in Diskussionen einsteigt. Und man trifft sich dann auch gerne mit Gleichgesinnten, um sich auszutauschen.

Ich halte das für wichtig, verstehe aber, wenn man sich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will.

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SBerner 23.04.2013, 11:50
@frank1968

Atheismus kann sich nicht organisieren, das ist einfach nur Quatsch und unlogisch. Dazu müsste Atheismus eine gemeinsame Grundlage haben, die es aber nicht gibt. Atheisten sind einfach nur Menschen, die kenien Glauben haben und sich damit nicht beschäftigen. Sobald sie sich damit beschäftigen, sind sie keine Atheisten mehr, da Atheismus passiv is.

Und wenn man als Atheist zur Überzeugung gekommen ist, dass Religionen/Ideologien Menschen weltweit zum Teil erheblichen Schaden zufügen, dann ...

.... dann wird man zum Antitheisten, also zu jemandem, der GEGEN (Anti) Gott(glauben) und nicht einfach nur OHNE Gott(glauben) (a theos) ist.

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frank1968 29.04.2013, 18:57
@SBerner

Gut...du kannst also weder lesen noch denken.....würdest du also nächstes Mal einfach den Rand halten? Danke!

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Ich kannte einen Atheisten, der ist vor einiger Zeit an Krebs gestorben, wurde 73 Jahre alt und predigte mir stets seine Version, ich sah ihn nicht soviel 1x im Monat traf ich ihn zum Kaffee in einem Restaurant und da wollte er mich immer überzeugen und "schwauderte" vor sich hin dass es keinen Gott gibt etc. Nun die Geschichte hatte ein Ende gefunden "betrifft kein Gott" auf dem Totenbett als ich ihn im Spital besuchte sagte er zu mir: Hoffentlich lässt mich GOTT noch einwenig weiterleben, ich habe ihm keine Antwort gegeben, 10 Minuten nachher war er Tod.

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frank1968 29.03.2013, 18:57

Jaja.........solche Geschichten gibts wie Sand am Meer: nur stimmen tun sie meistens nicht. Ein Atheist, der auf Gott hofft, ist zudem ein Widerspruch in sich, was aber Gläubige zumeist nicht bemerken.

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Freiheimer 30.03.2013, 08:59
@frank1968

Hmja frank.Ist wohl eher unüberlegter Sprachgebrauch und wird oft garnicht bemerkt.Mir rutscht das auch manchmal raus....

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SBerner 23.04.2013, 13:02
@Nunuhueper

Dieses Märchen höre ich oft, kann aber bestätigen, dass das Unsinn ist. In meinem Beruf begegne ich sehr vielen Menschen, die langsam sterben. Das einzige worum sie sich kümmern sind Gedanken an die Hinterbliebenen, an ihre Familie. Bei den Hunderten von Patienten die ich auf dem Sterbebett gesehen habe, hat nicht einer gebetet!

Und selbst wenn das so wäre: Eine Hilferuf zu Gott wäre auch nur eine egoistische Idee. Das hat nichts mit Glauben zu tun. Solche Leute wollen dann nur unbedingt leben bleiben und versuchen alles, was sie mal gehört haben. Glaube ist eine Übereugung, ein Gedankenkonstrukt. Sowas hat man nicht von hier auf jetzt, nur weil man es grad benötigt bzw. denkt es zu benötigen. Glauben bedarf längerer Überzeungungsarbeite, daman schließlich erfundene Geschichten erst kennen muss um sie zu glauben.

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Das gibt es im Grunde schon.

Aber m.E. ist das dann auch wieder nur Religion. Wenn sich ein Haufen von eine Religion abwendet und einen Haufen dagegen bildet, ist das wieder typisch Religion.

So haben sich aus Juden Christen gebildet, dann Muslime, aus orthoxen die katholischen Christen, aus denen die Protestanten usw.

Organisierte und "Bekennende" Atheisten sind genau so fanatisch religiös wie die von ihnen bekämpften Kirchenanhänger.

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SBerner 23.04.2013, 12:53

Aber m.E. ist das dann auch wieder nur Religion. Wenn sich ein Haufen von eine Religion abwendet und einen Haufen dagegen bildet, ist das wieder typisch Religion.

Du sprichst hier aber nicht von Atheismus, denn Atheisten haben sich nicht von einer Religion abgewendet, sondern hatten nie eine.

So haben sich aus Juden Christen gebildet

Vielgeglaubter Irrtum: Die Christenheit ist eine Erfindung der Römer.

Organisierte und "Bekennende" Atheisten sind genau so fanatisch religiös wie die von ihnen bekämpften Kirchenanhänger.

So etwas gibt es nicht. Es gibt maximal "fanatische Antitheisten", wobei ich das auch für recht unwahrscheinlich halte. Denn Antitheismus woll aufklären, Wissen vermitteln, Lügen bekämpfen. Fanatischw erden das nur Einzelpersonen tun. Mir ist nicht einer bekannt.

Und Atheismus als religiös zu bezeichnen ist genauso unsinng, wie "Nicht-Tennis-Spieler" als Sportler zu bezeichnen. Atheismus und Antitheismus stellt keine religiösität dar, sondern das gegenteil: Nichtvorhandensein von Glauben. Atheismus ist keine Überzeugung!

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Warum sollten Atheisten gegen Religionen hetzen ? Die glauben nicht an Gott und gut ist. Religiöse Fanatiker müssen immer allen ihre Religion aufzwingen und irgend etwas beweisen.

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Atheismus ist ja keine Weltanschauung, sondern lediglich die Nichtakzeptanz von Göttern. Es gibt also außer dieser Ablehnung keine gemeinsamen Werte, weshalb es schwer ist, sich auf dieser Basis zu organisieren.

Aber es gibt reichlich Gruppen, die zwar atheistisch sind, sich aber nicht darüber, sondern positiv definieren. Die bekanntesten in Deutschland sind

Da gibt es z.B.

Giordanon Bruno Stiftung

IBKA

Humanistischer Verband Deutschland

Deutscher Freidenkerverband

Jugendweihe Deutschland

Stiftung Geistesfreiheit

Bund für Geistesfreiheit

und auch wir, die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. gehören dazu.

www.pastafari.eu

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Freiheimer 30.03.2013, 08:54

Ach Herrlich.Es hat sich doch gelohnt die Frage mal zu stellen....Pastafari kommt gut.Mögen die Kräuter mit euch sein!

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SBerner 23.04.2013, 12:08

Atheismus ist ja keine Weltanschauung, sondern lediglich die Nichtakzeptanz von Göttern

Auch das ist nicht ganz korrekt. Als Atheist kann man auch keine "Nichtakzeptanz" oder "Ablehnung" zeigen, da dies aktiv wäre. Atheismus ist aber passiv!

Atheismus = griech: a theos = OHNE Gott = Einfach nur das Nichtsvorhandensein von Glauben. Mehr ist das gar nicht.

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PdA

Eine Partei der Atheisten gründen? Vielleicht bekommst Du Unterstützung und großen Zulauf von allen bei GF aktiven Atheisten. Die Piraten schafften es ja auch auf Anhieb.

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Freiheimer 30.03.2013, 11:16

Ich will mich garnicht organisieren sondern einfach nur nachsehen ob es sowas gibt.In einer Zeit in der immer mehr Front gegen sogenannte Islamisten gemacht wird sollte sich eigentlich jeder mal dafür interessieren.Irgendwie hat sowieso jede Religion Dreck am Stecken und da sollte man sich lieber am gesunden Menschenverstand orientieren anstatt sich fremdsteuern zu lassen.

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Nunuhueper 30.03.2013, 11:55
@Freiheimer

"Front gegen sogenannte Islamisten?" Wer macht das denn? Doch nicht etwa Atheisten? Informieren kann man sich tatsächlich im www über alles. Wenn man dann informiert ist, ist das alles?

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SBerner 23.04.2013, 12:49

aktiven Atheisten"

So et3as gibt es nicht. Atheismus ist grundsätzlich passiv.

Lieber Nunuhueper, auch du bist als Atheist geboren. Bitte stelle nicht normale Menschen als Minderheit oder schlecht dar.

"Front gegen sogenannte Islamisten?" Wer macht das denn? Doch nicht etwa Atheisten?

Atheisten besiitmmt nicht, eben weil sie passiv sind. Aber wenn du wissen willst wer "Front gegen Islamisten" macht, schau einfach Nachrichten. Da wären z.B. die Amerikaner, die dem Islam Dinge in die Schuhe schieben für die sie nicht verantwortlich sind. Und ich denke, dass die meisten Deutschen gegen den Islam sind, sich nur nicht trauen es auszusprechen.

Mir ist egal wie eine Religion heißt, ich bin gegen jede. Denn für mich ist Ehrlichkeit das höchste Gut, und Religion basiert immer auf Lügen ...

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Wie organisierte Atheisten? Feiern, daß sie an keine ominöse Macht glauben? kopfkratz

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treblis 29.03.2013, 18:00

Die Bibel isn Märchenbuch.

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Freiheimer 29.03.2013, 18:52
@treblis

Ich sehe das ja auch so.Was mich aber wundert ist die viele Energie die die Menschen in dieses Buch investieren.Manche Menschen leben dafür den ganzen Tag.

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Manche Menschen sind sogar schon soweit, dass sie nicht religiös sind, aber andere repektieren die an Gott glauben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus

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frank1968 29.03.2013, 18:54

Nun, Kruemelklops, Menschen sollten immer respektiert werden: ihre Religion/Ideologie hingegen nie! Dass die Trennung oft nicht gemacht wird,und auch nicht verstanden wird, dafür können die Atheisten nichts.

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Nunuhueper 30.03.2013, 10:46
@frank1968

Menschen sind es, die nach ihrer Religion oder Ideologie leben.

Du willst die Menschen respektieren, aber nicht ihre Religion/Ideologie?

Wie willst Du das trennen?

Du kannst die Religionsausübung nach unserem Grundgesetz nicht den Menschen verbieten!

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frank1968 30.03.2013, 12:10
@Nunuhueper

Wie gesagt: sie raffen es einfach nicht.......Herr, wirf Hirn vom Himmel!

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SBerner 23.04.2013, 12:43
@frank1968

Du willst die Menschen respektieren, aber nicht ihre Religion/Ideologie?

Das geht auch nicht, richtig. Man muss auch nicht jeden Menschen respektieren, denn Respekt muss man sich verdienen. Auch Akzeptanz ist nicht allgemein möglich. Das gilt nicht einmal für Toleranz.

Zuerst sollte man jedem Menschen TOLERANT gegenüber sein. Besser gesagt wäre vielleicht zu sagen: UNvoreingenommen.

Kennt man ihn dann besser und auch seine Weltanschauung, so kann man ihn und seine Einstellung AKZEPTIEREN - selbst wenn man nicht damit konform geht. Man sagt damit quasi: "Ok, wenn du das so siehst .. ich werde nicht versuchen dich zu ändern. Wenn du damit glücklich bist und niemandem damit schadest, ist das für mich ok".

Zu letzt kann man dann noch RESPEKT haben. Das bedeutet, dass man diesen Menschen schätzt und auch dessen Weltanschauunge. Also man findet gut das er so ist wie er ist und was er tut.

Respekt vor Religionen kann man daher nicht haben, denn Religion schadet dem Menschen nur. Dazu muss man nur ein Geschichtsbuch aufschlagen oder die Nachrichten sehen. Religion treibt die Menschen zu schelchten handlungen. Manche behaupten, Religion würde auch Gutes tun, wie zB Krankenhäuser etc. zu unterhalten. Aber das hat nichts mit dem Glauben an sich zu tun, sondern nur mit den Zielen der politischen Instanz Religion. Natürlich wollten der Staat gesunde Menschen etc. Deswegen legte er diese Dinge in die Hand der Religion, weil sich beides gut verbinden lies. Außerdem waren dort auch die Mittel verfügbar. Auch ohne Religion gibt es genug soziales Engagement, weil dies an den Menschen und nicht den Institutionen liegt. Ein Christ, der Arzt wird, wäre dies auch geworden wenn er Ungläubig wäre. Und: Wäre diese Behauptung richtig, so hätte es im Kommunismus keine Krankenhäuser etc. geben können ...

Man kann einen Menschen aber auch respektieren, wenn man dessen Weltanschuung nicht respektiert. So ist ein guter Freund von mir aktiver Evangelist, den ich sehr schätze. Aber wir reden nicht von seinem Glauben, weil er weiß, dass ich diesen nicht respektiere.

Wer sich so sehr mit seinem Glauben identifiziert, dass er nicht mit Menschen umgehen kann, die diesen Glauben nicht teilen, der ist ein Fanatiker und verdient weder Respekt noch Akzeptanz, evetnuell nicht einmal Toleranz.

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Freidenker, Kommunistische Partei Deutschlands... ;-)

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PeVau 29.03.2013, 19:05

Das ist doch eins?! ;-)

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Bajun 29.03.2013, 19:21
@PeVau

Lieber PeVau, ick habe ja schon 'ne Menge Kommunisten in meinem kurzen Dasein kennenjelernt - aber dass det FREIE DENKEN zu deren hervorstechenden Charakteristika jezählt hätte, nee, also det könnte ick jetze nich aus erster Hand bestätigen... ;-)

Dein Bajun

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Spaghettus 30.03.2013, 16:00
@PeVau

Es ist aber schon so, dass manche Freidenkergruppen im Ruf stehen, altstalinistisch zu sein.

...und wo hast du denn so viele Kommunisten kennen gelernt? Ich komme auch viel rum und kenne so gut wie keinen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es die KPD überhaupt noch gibt.

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Bajun 30.03.2013, 16:08
@Spaghettus

Die Pointe mit den Altstalinisten war jetzt aber so was von spitz! ;-)) Super! Der vergöttlichte Vater aller Werktätigen... Muss man erst mal drauf kommen...

Und was Deine Frage betrifft: Könnte es sein, dass ich bei ihnen aufgewachsen bin? Was glaubst Du? Wäre das möglich?

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Spaghettus 03.04.2013, 18:08
@Bajun

Klar, falls du Wessi bist. In der DDR gabs ja keine KPD.

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Bajun 03.04.2013, 18:23
@Spaghettus

Gut aufgepasst! Aber nicht gut genug. Natürlich ist die KPD auf dem Vereinigungsparteitag im Admiralspalast am 21./22. April 1946 in der SED aufgegangen. Man nannte sich zwar nach außen fortan "sozialistisch", ging auch daran, zunächst den Sozialismus in der DDR aufzubauen. In der Partei aber, und vor allem in ihrem Schwert und Schild, war und bekannte man sich zu nichts anderem als zum Kommunismus. ER war das gesellschaftliche Ziel. Sie nannten sich nicht nur Kommunisten - sie waren es! Jedenfalls gaben es die meisten vor. Und ich weiss wohl um den großen Anteil der Opportunisten und heißherzigen Lippenbekenner in den Reihen der SED.

Und ich wuchs mitten unter ihnen auf. Ich wurde von ihnen hervorragend ausgebildet und ich kenne sie in- und auswendig.

Ich werde weder verleugnen, was sie für mich taten (und das war nicht wenig) und ich werde auch nicht verschweigen, was sie mir antaten.

Wer sich mit mir aber über deutsche Kommunisten unterhalten will, sollte sich vorher ganz warm anziehen und die Materie sehr, sehr gründlich studieren. Das ist nur ein guter Rat in aller gebotenen Arroganz. Man will ja niemanden ins Messer laufen lassen, wenn es sich vermeiden lässt! ;-)

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SBerner 23.04.2013, 12:07
@Bajun

Kommunismus hat nichts mit "organisiertem Atheismus" zu tun. Diese Staatsform ist lediglich ohne Religion als Basis entstanden. Ihre Grundlage ist nicht "es gibt keinen Gott", sondern vielmehr: "Was interessieren uns Religionen und ihre Götter, wir lassen uns nichts von alten Märchen sagen", also viel eher kann man den Kommunismus als Agnostisch bezeichnen.

Aber auch das ist nicht die GRUNDLAGE des Kommunismus gewesen.

Übrigens: Auch Deutschland müsste man demnach als "Atheistisch" bezeichnen, genauso wie die USA und die meisten anderen Länder die es heute gibt. Denn deren Verfassung basiert nicht auf Religion, sondern schließt diese eigentlich aus. Als säkulärer Staat, darf Deutschland etc. keine Religion begünstigen oder gar in ihre politischen Entscheidungen einbeziehen. Auch wenn ein Obama in seinen Reden sagt, dass man auf Gott vertrauen müsste (oder gegen den Islam sein muss), dann handelt er Verfassungswidrig ....

Und noch etwas: Bis heute gab es nicht einen einzigen Staat, der wirklich kommunistisch war. Russland und andere, die man so bezeichnet, sind viel mehr Diktaturen gewesen.

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Bajun 23.04.2013, 13:44
@SBerner

Das kann ich nicht unwidersprochen lassen. Der dialektische Materialismus als die philosophische Grundlage des Kommunismus verneinte sehr wohl explicite die Existenz metaphysischer Wesen.

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