Gibt es Depressionen überhaupt?

13 Antworten

Hallo,

Depression im medizinischen Sinne ist eine schwere, sich teilweise lebensbedrohlich entwickelnde Krankheit, die auch durch körperliche Merkmale (Hormonspiegel etc.) nachzuweisen ist. Die Möglichkeit glücklich zu sein und inneren Antrieb (Ziele) zu entwickeln besteht organisch bedingt nicht mehr.

Das, was Du ansprichst, ist das Selbsterleben von Traurigsein, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Es handelt sich um Gefühlsreaktionen auf ein Erleben - entweder auf einen inneren Zustand (z.B. nach Verlust/Misserfolg) oder auf eine Situation aus der Umgebung.

Man weiß heute, dass diese Erlebnis-Reaktionen auch Auswirkungen auf den Körper haben (können),z.B. bei Burn-Out.

Die sog. Work-Life-Balance, also die gesunde Mischung aus (harter) Arbeit und Entspannung/Freude, die jeder für sich finden muss, ist entscheidend dafür, ob sich aus einem normalen Alltag Depressionsmerkmale entwickeln werden oder nicht.

Die von Dir beschriebene Abweichung von der Norm ist dabei wichtig:

Der eine wird unglücklich, weil er sich nicht genug anstrengen muss. Er verschleudert seine Kraft ohne ein bedriedigendes Ergebnis zu erleben. Das belastet sehr, obwohl er kein Problem hat, die Norm zu erfüllen.

Der andere kann oder will der Norm nicht genügen. Er erlebt Stress und ggf. auch Minderwertigkeit, wenn er sich von der Norm nicht frei machen, kann was gesellschaftlich schwierig ist.

Insofern: Doch, Depression gibt es und es ist eine schwere Erkrankung. Das, was die meisten erleben, ist aber keine Depression, sondern eine Art Verstimmung, die allermeist wieder vorüber geht.

Alles Gute!

Tolle Frage.

Leider bin ich gerade sehr müde und nicht mehr in der Lage alles zu schreiben, was ich gerne tun möchte.

Punkt 1) Depression gibt es wirklich.
Allerdings ist nicht jeder gleich krank, der nicht gut drauf ist, also oftmals wird das einfach verwechselt.

Punkt 2) Menschen sing von Natur aus pessimistisch oder optimistisch eingestellt. Man kann dies zu nem guten Teil ändern, aber das würde ich eher eine Charaktereigenschaft nennen.
Das hat auch oft einen Einfluss auf deine Stimmung, hat aber nichts mit Depression zu tun.

Eine Depression ist eine Stimmungshaltung, die derart traurig und hoffnungslos ist, dass man dadurch gute Erlebnisse als mittelmäßig und schlechte Erlebnisse als besonders schlecht wahrnimmt, sodass es auch weiterhin so bleibt.

Das mit den Betäubungsmitteln für Gefühle stimmt, hat aber den Hintergrund, dass jemand der alles super negativ wahrnimmt dadurch dann alles weniger negativ sieht und dadurch wir die Abwärtsspirale unterbrochen und man kann mit einer Therapie ansetzen, dass er Sachen lernt sogar positiv zu sehen, die gut sind.

Es gibt krankhafte Depressionen. Eine echte Krankheit des Gemüts. Sie ist behandelbar und kann durch Behandlung dauerhaft geheilt werden. Antidepressiva allein heilen keine Depression. Sie betäuben nur die Symptome. Oft sind sie aber notwendig, damit eine Therapie überhaupt durchfürbar ist.

Der Name "Depression" wird für alles Mögliche laienhaft mißbraucht. Man hat nicht gleich eine Depression, weil man mal länger schlecht drauf ist. Der inflationäre falsche Gebrauch des Begriffes läßt leicht vermuten, dass es in Wirklichkeit gar keine Krankheit gibt, die Depression heißt.

So, wie deine Mutter urteilt, gäbe es gar keine psychischen Krankheiten, obwohl sie auch organische Ursachen haben können. 

Kann man sicher so sehen. Alles Charaktereigenschaften. Was ist aber der Schluß daraus? Benötigen seelisch kranke Leute keine Hilfe von Ärzten? Keine Therapie?

Falls sie Hilfe bekommen sollen, von wem, wenn nicht von Ärzten?



okay, ja doch, stimmt, sie brauchen Hilfe. Danke für deine Antwort und ja ich denke, dass meine Mutter wahrscheinlich eher dieses 'mal traurig' sein meint..

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