Gibt es Depressionen überhaupt?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

p.s. an alle die sich hier darüber aufregen, das die Mutter sowas behaupten kann:

Mir kommt sie nicht wie eine dumme Frau vor, die einfach keine Ahnung hat was sie da sagt.
Vielmehr habe ich den Eindruck, dass sie einfach das gesagt hat, was ihrem Kind geholfen hat mit ihrer Depression umzugehen, eine Einstellung die ihr hilft sich nicht selbst als Krankhaft anzusehen, sondern eine Perspektive zu bieten, wie sie das akzeptieren oder sogar psychologisch behandeln kann.

Ich finde das garnicht so unklug und denke sogar, dass der Fragenstellerin das tatsächlich ein bisschen geholfen hat.

Es mag ein Märchen gewesen sein, aber es war eins, was gut getan hat, also echt kein Grund dafür so sauer zu werden.

Der Mutter gings nicht um die anderen Leute die wirklcih krankhaft Depressiv sind, sondern nur um ihre Tochter, die meiner Einschätzung nach leicht depressiv ist, da finde ich es echt legitim sie glauben zu lassen dass sie nicht krank ist indem man sagt, dass es die Krankheit nicht gibt. Klingt besser als "es gibt welche die haben noch viel größere Probleme, bei dir ist das nicht so schlimm, also stell dich nicht so an".

Von daher bitte nicht persönlich nehmen, wer schlimmer betroffen ist oder war, sie wollte doch nur ihrer Tochter helfen...

p.s. kann mich auch total irren, aber für mich ist das eine mögliche Erklärung genug, um ihr einfach in Ruhe zu erklären wie es wirklich ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von misshandelte
25.09.2016, 11:09

Da hast du vllt auch recht, da ich seit 1 Jahr zu einer Psychologin gehe wegen einer Zwangsstörung, Depressionen und Essstörungen. Meine Mutter jedoch denkt ich wöllte damit nur Aufmerksamkeit, was nicht der Fall ist. Ich denke auch meine Mutter kann damit nicht umgehen.. Aber es mal aus so einer Perspektive zu hören ist interessant, danke für deine Antwort.

0

Es gibt krankhafte Depressionen. Eine echte Krankheit des Gemüts. Sie ist behandelbar und kann durch Behandlung dauerhaft geheilt werden. Antidepressiva allein heilen keine Depression. Sie betäuben nur die Symptome. Oft sind sie aber notwendig, damit eine Therapie überhaupt durchfürbar ist.

Der Name "Depression" wird für alles Mögliche laienhaft mißbraucht. Man hat nicht gleich eine Depression, weil man mal länger schlecht drauf ist. Der inflationäre falsche Gebrauch des Begriffes läßt leicht vermuten, dass es in Wirklichkeit gar keine Krankheit gibt, die Depression heißt.

So, wie deine Mutter urteilt, gäbe es gar keine psychischen Krankheiten, obwohl sie auch organische Ursachen haben können. 

Kann man sicher so sehen. Alles Charaktereigenschaften. Was ist aber der Schluß daraus? Benötigen seelisch kranke Leute keine Hilfe von Ärzten? Keine Therapie?

Falls sie Hilfe bekommen sollen, von wem, wenn nicht von Ärzten?



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von misshandelte
25.09.2016, 10:58

okay, ja doch, stimmt, sie brauchen Hilfe. Danke für deine Antwort und ja ich denke, dass meine Mutter wahrscheinlich eher dieses 'mal traurig' sein meint..

0

Auch wenn das etwas mies klingt finde ich, dass die Aussagen alles andere als logisch sind. Ich wurde 3 Jahre extrem gemobbt, war nur noch am Weinen, hab mich selbst verletzt und hatte extreme Depressionen. Was bringt es dann, mit seinem Charakter umgehen zu können? Das hat auch nix mit sensibel zu tun, da würde jeder dran kaputt gehen, weil da ein "alles wird gut" nix hilft. Auch finde ich gemein, dass deine Mutter meint, depressive Menschen wollen nur Mitleid und Aufmerksamkeit, das macht mich wirklich sauer. Ich bin nicht mehr depressiv (dank eines PSYCHOLOGEN ohne den ich es wohl nie geschafft hätte), aber damals wollte ich weder Mitleid noch sonst was. Ganz im Gegenteil. Ich hasste es, wenn jemand "ach du Arme" sagte oder fragte, ob mir wieder jemand etwas getan hatte, was ich immer lächelnd verneinte, obwohl ich mal wieder extrem beleidigt wurde. Klar, es gibt Teenie-Girls die nur etwas traurig sind und direkt prahlen, dass sie depressiv sind, aber das ist was komplett Anderes. Laut deiner Mutter ist das etwas, was man mal einfach ändern kann, wenn man nicht so sensibel ist und aufhört Aufmerksamkeit zu suchen, das stimmt aber nicht. Wenn man z.B. gemobbt wird oder keine Liebe bekommt, kann man sich nicht lieben, weil einem dauernd 'vorgelegt' wird, was ein komischer Mensch doch ist. Vor allem "Betäubungsmittel dafür, dass man sooo arm dran ist und Mitleid braucht" Mitleid? Wisst ihr, was Antidepressiva mit einem Menschen macht? Wie ausgelaugt manche werden? Zu diesen Tabletten greift man, weil man einfach nicht mehr kann und nicht, weil man dadurch Aufmerksamkeit bekommt. Ihr solltet euch mal viel mehr mit dem Thema befassen. Sorry, aber sowas regt mich immer auf, wenn man Leute einfach nicht ernst nimmt. Psychologen gibt es nicht umsonst. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von misshandelte
25.09.2016, 11:05

Hey, ja ich denke meine Mutter kennt sich damit nicht wirklich aus, da ich in dem Gespräch aber eine Freundin von mir als Beispiel gesehen habe (sie ist manchmal traurig, aber Depressionen hat sie keine, was auch Ärzte bestätigt haben, jedoch prahlt sie immer damit welche zu haben. ich denke sie denkt es ist ein Trend depressionen zu haben, und deswegen redet sie, sie sich ein.) was jedoch nicht schlau war, da sie ja keine Depressionen hat. Ich finde es toll, das du es daraus geschafft hast, wirklich, das ist echt schwer. ich bin auch seit ca. 1 Jahr bei einer Psychologin, die mir auch versucht zu helfen, es aber noch sehr schwer ist. Und mit dem Mitleid zb. das verstehe ich, denn das möchte ich auch nicht. Und ich habe meiner Mutter auch gesagt das man so etwas nicht versteht wenn man es nicht hat/ hatte aber davon wollte sie erst gar nichts wissen.. Danke übrigens für deine Aussage zu den Antidepressiva Pillen. ich weiss es selbst nicht (genauso wenig wie meine Mutter) wie es ist, solche Tabletten zu nehmen, aber laut deiner Aussage scheint das echt hart zu sein..

1

Hallo,

Depression im medizinischen Sinne ist eine schwere, sich teilweise lebensbedrohlich entwickelnde Krankheit, die auch durch körperliche Merkmale (Hormonspiegel etc.) nachzuweisen ist. Die Möglichkeit glücklich zu sein und inneren Antrieb (Ziele) zu entwickeln besteht organisch bedingt nicht mehr.

Das, was Du ansprichst, ist das Selbsterleben von Traurigsein, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Es handelt sich um Gefühlsreaktionen auf ein Erleben - entweder auf einen inneren Zustand (z.B. nach Verlust/Misserfolg) oder auf eine Situation aus der Umgebung.

Man weiß heute, dass diese Erlebnis-Reaktionen auch Auswirkungen auf den Körper haben (können),z.B. bei Burn-Out.

Die sog. Work-Life-Balance, also die gesunde Mischung aus (harter) Arbeit und Entspannung/Freude, die jeder für sich finden muss, ist entscheidend dafür, ob sich aus einem normalen Alltag Depressionsmerkmale entwickeln werden oder nicht.

Die von Dir beschriebene Abweichung von der Norm ist dabei wichtig:

Der eine wird unglücklich, weil er sich nicht genug anstrengen muss. Er verschleudert seine Kraft ohne ein bedriedigendes Ergebnis zu erleben. Das belastet sehr, obwohl er kein Problem hat, die Norm zu erfüllen.

Der andere kann oder will der Norm nicht genügen. Er erlebt Stress und ggf. auch Minderwertigkeit, wenn er sich von der Norm nicht frei machen, kann was gesellschaftlich schwierig ist.

Insofern: Doch, Depression gibt es und es ist eine schwere Erkrankung. Das, was die meisten erleben, ist aber keine Depression, sondern eine Art Verstimmung, die allermeist wieder vorüber geht.

Alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Tolle Frage.

Leider bin ich gerade sehr müde und nicht mehr in der Lage alles zu schreiben, was ich gerne tun möchte.

Punkt 1) Depression gibt es wirklich.
Allerdings ist nicht jeder gleich krank, der nicht gut drauf ist, also oftmals wird das einfach verwechselt.

Punkt 2) Menschen sing von Natur aus pessimistisch oder optimistisch eingestellt. Man kann dies zu nem guten Teil ändern, aber das würde ich eher eine Charaktereigenschaft nennen.
Das hat auch oft einen Einfluss auf deine Stimmung, hat aber nichts mit Depression zu tun.

Eine Depression ist eine Stimmungshaltung, die derart traurig und hoffnungslos ist, dass man dadurch gute Erlebnisse als mittelmäßig und schlechte Erlebnisse als besonders schlecht wahrnimmt, sodass es auch weiterhin so bleibt.

Das mit den Betäubungsmitteln für Gefühle stimmt, hat aber den Hintergrund, dass jemand der alles super negativ wahrnimmt dadurch dann alles weniger negativ sieht und dadurch wir die Abwärtsspirale unterbrochen und man kann mit einer Therapie ansetzen, dass er Sachen lernt sogar positiv zu sehen, die gut sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja gibt es , es gibtsogar einen Diagnosekatalog dafür ,schau mal hier : http://www.icd-code.de/icd/code/F32.1.html

Desweiteren enstehen depressionen oft durch einen serotoninmangel , und die neuen ad sind serotoninwiederaufnahmehemmer, sie sorgen dafür das das serotonin länger im Gehirn bleibt.Desweiteren können depressionen auch auf körperliche Probleme hinweisen, wie zb Schilldrüse, Hormone und neurologische Probleme.

Wenn du in einer Klinik nur mit Medis voll gepumpt wirst bringt die Klinik nix, aber mti haben die Medis eine gewisse Lebsnqualität wieder gegeben,allerdingshabe ich auch noch Zwangsgedanken und eine angsstörung dazu.

Aber bei uns in der Klinik hioeß es immer die medis sind eine Krücke, die Therapien dir andere und laufen muss man aber selber. ( therapien hingehen usw)

es wurde indirekt Lichttherapie gemacht ( raus gehen), viel Sport, viel kratives gestalten (was mir besonder gut tat), Psychotherapie , Massage und v-m. Auch tatmir der kontakt mit Menschen die mich verstehen gut.

Ich sehe das Problem,da dass oft irgendwelche Menschen sleber diagnosen stellen oder ärzte die keine ahnung haben ( zb hausärzte), was u.a sogar gefährlich sein kann, mirgab zb eine fa mal eben Tavor 2,5 mah 50 stck ohne hInweis das es abhängig machen kann. Mein ha sagte ad muss man nicht ausschleiche, die psychaiter haben die Hände überm Kopfzusammen geschlagen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Traurig sein oder Trauern sind keine Depressionen. Depressionen sind eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn.

Das Wort "Depressionen" wird leider inflationär benutzt. Aber man redet ja auch schon bei einem kleinen Infekt von Grippe. Dabei ist eine echte Grippe eine schwere Krankheit, die man wohl am besten im Krankenhaus behandelt.

Nicht alle Psychopharmaka sind Antidepressiva. Natürlich gibt es auch dämpfende Psychopharmaka. Bei manchen Krankheitsbilder sicherlich sinnvoll. Depressionen sind ja nicht die einzige psychische Erkrankung. Wie kommt Deine Mutter auf die Idee, Antidepressiva würden Gefühle lähmen? Hat sie schon mal welche genommen? Ich nehme sie seit gut 15 Jahren. Aber wenn ich einen tanzenden Schmetterling sehe, dann freue ich mich wie ein kleines Kind. Als ich vor kurzem zum ersten Mal auf einem Pferd saß und ritt, schwärmte ich danach davon mehrere Stunden lang. Sind das Zeichen für gelähmte Gefühle? Ich behaupte mal ganz frech: Bei diesem Thema hat Deine Mutter keine Ahnung.

Bei Leuten, die mit einem Banner "ich habe Depressionen" herumlaufen, sollte man sicherlich etwas vorsichtig sein. Einem solchen Menschen bin ich bei drei Klinikaufenthalten nur einmal begegnet. Wieviele Prominente haben Depressionen ohne daß man es ihnen anmerkt? Wer hätte damals das bei dem Torwart (Ehnke?) geahnt? Als er dann Selbstmord beging, nach Ansicht Deiner Mutter wohl um Mitleid zu erheischen, hat er es da nicht etwas übertrieben? Warum wußte man so so vielen Depressiven, bei denen die Krankheit tödlich endete (Selbstmord) nicht, daß sie Depressionen hatten? Sie standen doch teilweise sehr erfolgreich im Leben? Wie erklärt das Deine Mutter?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dass es Depressionen gibt, das ist eine Binsenweisheit, die daher so ziemlich jeder Mensch folglich kennt. Daher ist deine Frage recht ungewöhnlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also...doch es gibt Depressionen!

Und sie können Dich plötzlich aus heiterem Himmel überfallen.

Ohne besonderen Grund...plötzlich ist alles anders als vorher.

Und Du kannst davon geheilt werden...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ah ja. Ich find's immer wieder lustig,wenn Menschen die keine Ahnung von einem Thema haben trotzdem meinen klugschei*en zu müssen.

Und klar. Sich die Arme aufschneiden,sich vorzustellen wie man sich umbringt oder andere, sich selbst einzureden man sei wertlos und überflüssig sind völlig NORMALE Charaktereigenschaften die jeder Mensch hat. Klar,weiß doch jeder.

Falls deine Mutter nicht doch zufällig Psychologie studiert hat,sehe ich keinen den Müll den sie von sich gibt zu glauben. Weißt du,Eltern sind nicht allwissend und aus ihren Mündern kommt nicht immer die Wahrheit.

Wie wär's,wenn du dir einfach selbst ein Bild von der Krankheit machst,statt einfach mal alles zu glauben, was man dir erzählt? Bisschen selbstständiges Denken hat noch nie geschadet.

Und jetzt hör ich besser auf bevor ich noch unfreundlicher werde. Aber bei so einer Frage....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von misshandelte
25.09.2016, 10:49

Meine Psychologin hat bei mir selbst Depressionen diagnostiziert, und ich kann mir sehr wohl ein eigenes Bild schaffen. Ja auf der einen Seite erzählt meine Mutter ziemlich komisches Zeug aber manche sagen sie hätten Depressionen obwohl sie einfach nur manchmal traurig sind. Und ich denke, das meint meine Mutter

0
Kommentar von misshandelte
25.09.2016, 10:50

Ich habe mich schlecht ausgedrückt, tut mir leid

0
Kommentar von FelinasDemons
25.09.2016, 11:23

Kein Ding:) Ich mich ja auch irgendwie😅

1

Sorry, aber es sind keine Charaktereigenschaften, wenn ein Mensch so fertig ist, dass er es nicht mehr schafft aufzustehen, sich zu duschen oder seine Wohnung aufzuräumen und abends im Bett liegt und sich dafür hasst.

Es ist auch keine Charaktereigenschaft, wenn ein Mensch davon ausgeht, dass sein Leben so beschissen ist, dass der Tod die beste Alternative wäre.

Es ist auch keine Charaktereigenschaft, wenn ein Mensch seine sozialen Kontakte vernachlässigt und sich dann ärgert, dass er wieder abgesagt hat.

...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von misshandelte
25.09.2016, 10:46

stimmt auch wieder..

0

Coole These, ich gehe mal kurz zu nem Psychopathen und sage ihm kurz das ihm nur eingeredet wird das Teile seines Gehirns nicht funktionieren!

Ach um es nicht zu vergessen, Selbstmordgedanken, Krankhafte Angst, das Gefühl des kompletten Kontrollverlustes, Unkontrollierbare Anfälle vom Weinen, das Gefühl selbst nichts Wer zu sein etc. sind alles nur Charaktereigenschafften. Wer kennt sie nicht?!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von misshandelte
25.09.2016, 10:43

ja okay, das sind definitiv keine Charaktereigenschaften..

0

Was möchtest Du wissen?