Gibt es das Symbol des Heiligenschein im Judentum?

4 Antworten

Es steht, dass das Angesicht von Moses strahlte, als er mit Gesetzestafeln vom Berg Sinai kam. Kann sein, dass die Idee des "Heiligenscheines" daher kommt.

Aber im Judentum ist es nicht üblich "Heilige" darzustellen, wie die Christen das machen, und schon gar nicht mit einer goldenen Scheibe um den Kopf rum. Also insofern wäre die Antwort: Nein.

"Nicht üblich " trifft den Sachverhalt nicht. Es ist verboten (Deut. 5,8f)

Bekanntlich führte das unter Caligula zu einer ernsthaften Staatskrise, weil der sein Bild im Tempel aufstellen lassen wollte, was aber Petronius, der damit beauftragt war, nicht wagte. Durch die Ermordung des Caligula wurde sein Auftrag dann auch hinfällig. (Josephus Flavius: Der jüdische Krieg, Kap. 10)

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@Wurzelstock

Erstens einmal gibt es im Judentum kein Konzept von "Heiligen" wie bei den Christen, dass man da mit einer Zeremonie in eine Liste aufgenommen. Aber es gibt trotzdem Menschen, die als besonders "heilig" betrachtet werden. Und von den Rabbinern aus diesem und dem letzten Jahrhundert gibt es auch Photos, die sich manche Leute schon ins Wohnzimmer hängen. Ist heute eigentlich ziemlich verbreitet, halt jeder den oder die, die er am besten findet.

In den Haggadot gibt es auch manchmal illustrationen von Moses oder Ahron, und in Unterlagen für den Religionsunterricht für Kinder kommen durchaus auch Darstellungen von Abraham etc. vor.

Also insofern wird das Verbot im orthodoxen Judentum nicht ganz so interpretiert, wie du es zu glauben scheinst...

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@Accountowner08

Ich scheine es nicht nur zu glauben - ich glaube es tatsächlich.

Danke für die Informationen  :-)

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Mir sind nicht einmal Heilige im Judentum bekannt, geschweige denn Heiligenscheine; liegt wohl am religiösen Bildnisverbot.

Lediglich von Moses ist mir geläufig, dass sein Haupt nach dem Gotteserlebnis auf dem Sinai von einem Strahlenkranz umgeben war. Die entsprechenden Dastellungen stammen aber alle aus dem Christentum. Bei Buonarotti sieht es aus wie Hörner.

Grundsätzlich nein! Aber es gibt Scheinheiligkeit, und die kommt auch unter Juden vor.

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