Gibt es AUSSER dem Michelson-Morley-Experiment noch irgendeinen anderen (möglichst makroskopischen) Beweis/Versuch für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit?

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6 Antworten

Beruht die Annahme der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ausschließlich auf diesem Versuch [Michelson-Morley],…

Nein. Sie beruht erst einmal eigentlich gar nicht auf einem bestimmten Versuch, sondern auf den Grundgesetzen der Elektrodynamik, den Maxwell-Gleichungen

(1.1) ‹∇|E› = ρ/ε₀
(1.2) ‹∇|B› ≡ 0
(1.3) ∇×|E› = –∂ₜ|B›
(1.4) ∇×|B› = µ₀·|j› + µ₀·ε₀·∂ₜ|E›. 

Aus ihnen lassen sich mit ρ=0 und |j›=0 und der Identität

(2) ∇×(∇×|A›) = ∇(‹∇|A›) – ∇²|A›

für ein Vektorfeld |A› die Gleichungen

(3.1) µ₀·ε₀·∂ₜ²|E› – ∇²|E› = 0
(3.2) µ₀·ε₀·∂ₜ²|B› – ∇²|B› = 0

herleiten, was sich mit µ₀·ε₀ = 1/c² als Wellengleichung erweist. Heißt:

Die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen mit c ist also ein Naturgesetz, und nach Galileis (!) Relativitätsprinzip gelten in unterschiedlichen relativ zueinander bewegten Koordinatensystemen dieselben Naturgesetze.

Man braucht sich also ausschließlich auf Galilei und Maxwell zu berufen, um auf die Konstanz der Vakuumlichtgeschwindigkeit schließen und die gesamte Spezielle Relativitätstheorie daraus entwickeln zu können - was die Theorie betrifft.

Natürlich bedarf es einiger Versuche, um das zu überprüfen.

Es muss ausgeschlossen werden, dass

  1. das Relativitätsprinzip in Wirklichkeit nur für kleine Geschwindigkeiten näherungsweise gilt, und
  2. dass Licht sich trotz seines Wellencharakters, den Materieteilchen ja auch haben (vgl. Schrödinger-Gleichung), mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen kann (und die Maxwell-Gleichungen dementsprechend modifiziert werden müssen).

Das MM-Experiment schließt nur den absolut ruhenden Nicht-Lorentz'schen Äther aus. Andere Möglichkeiten bleiben noch im Rennen.

…oder gibt es da noch irgendwelche andere (möglichst makroskopische) Versuche?

Ja:

Der Fizeau-Versuch aus dem Jahre 1851 widerlegt bereits die These vom komplett mitgeführten Äther und führt auf den Fresnel'schen Mitführungskoeffizienten 1–1/n², wobei n der Brechungsindex eines transparenten Mediums ist, beispielsweise Wasser.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Fizeau-Experiment)

Der Sagnac - Versuch, der erst später, nämlich 1913 stattfand, bestätigte, dass es keinen mitgeführten Äther geben kann, sondern man interferometrisch eindeutig zeigen kann, ob ein System rotiert oder nicht.

Dieses Experiment schloss sowohl die Emissionstheorie (Lichtgeschwindigkeit c ab Quelle) als auch das Modell eines mitgeführten Äthers komplett aus.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Sagnac-Interferometer)

Hans Thirring bemerkte später, dass die Emissionstheorie schon dadurch widerlegt sei, dass das Sonnenlicht definierte Spektrallinien besitzt.

Ich verstehe nicht so ganz, was Dich bei dieser Frage treibt: Warum sollte die Lichtgeschwindigkeit denn in verschiedenen Systemen unterschiedlich sein, nur weil Du Dich bewegst? Es gibt keine Hinweise darauf, dass das so wäre. Wenn es so wäre, wäre die gesamte Relativitätstheorie in Frage gestellt, die aber eine der am besten getesteten Theorien ist.

Wenn Dich das Michelson-Morley Experiment alleine noch nicht überzeugt, dann nimm noch das Kennedy-Thorndike-Experiment (darin geht es genau um diese Nichtänderung der Lichtausbreitungsgeschwindigkeit bei Änderung der Geschwindigkeit des Beobachters) und das Ives-Stilwell-Experiment (Nachweis der Zeitdilatation) hinzu.

Jetzt kannst Du immer noch vermuten, es würde nur nicht genau genug gemessen und in Wirklichkeit gibt es doch eine Abhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit des Beobachters. Aber dann tritt doch mal in Vorleistung und begründe, warum es diese Abhängigkeit unbedingt geben muss. Heutige Experimente sind hochpräzise, bei modernen Michelson-Morley Experimenten wären bereits Abweichungen im Bereich von Δc/c ≈ 10^−17 nachweisbar.

wäre die gesamte Relativitätstheorie in Frage 
gestellt

das ist kein Argument, wenn Überlegungen und Wertungen zu Experimenten nicht mit dem Postulat der Konstanz der L.G. stimmig sind.
Da ist eine heilige Kuh, die darf nicht angerührt werden.

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@Viktor1

es geht nicht um eine heilige kuh die nicht angerührt werde darf, nur gibt es eben keine direkten experimente die nicht mit der invarianz der lichtgeschwindigkeit stimmig sind.

nun könnte man vielleicht sehr starke andere gründe, wenn schon keine experimentellen dann vielleicht theoretische, haben um an der invarianz der lichtgeschwindigkeit zu zweifeln. nur ist es eben so, dass für einer der im experiment am besten je bestätigten theorien die invarianz der lichtgeschwindigkeit eine ganz zentrale aussage ist. und das ist ein sehr starkes argument. weil damit jede weitere experimentelle bestätigung dieser theorie zumindest einen indirekten nachweis darstellt.

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@Reggid
zumindest einen indirekten nachweis darstellt.

Für mich ist die Frequenzänderung eines Photonenstrahls eines festen Senders bei einem bewegten (im Vergleich zum ruhenden) Empfänger "indirekter Beweis" genug für die Geschwindigkeitsänderung des Empfängers zu den Photonen.
Beim Radar wird ja durch diese Frequenzänderung auch die Geschwindigkeit "errechnet" (fälschlich als gemessen bezeichnet)
Gut - hier wird der reflektierte Strahl "gestaucht", dies erfolgt aber
bei vorstehender Betrachtung nicht.

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@Viktor1

Für mich ist die Frequenzänderung eines Photonenstrahls eines festen
Senders bei einem bewegten (im Vergleich zum ruhenden) Empfänger "indirekter Beweis" genug für die Geschwindigkeitsänderung des Empfängers zu den Photonen

ach du glaubst der dopplereffekt an sich wuerde schon die invarianz der lichtgeschwindigkeit widerlegen?

nein, da tauschst du dich.

schau mal: die klassische physik (nach welcher die lichtgeschwindigkeit nicht invariant waere) sagt vorraus ("berechnet" wenn du so wills) dass ein bewegter empfaenger eine frequenzverschiebung beobachten sollte.

und die relativitaetstheorie (welche die invarianz der lichtgeschwindigkeit beinhaltet) sagt voraus ("berechnet") dass ein bewegter beobachter eine frequenzverschiebung beobachten sollte.

jetzt machst du ein experiment und stellst fesst ("misst"), dass ein bewegter beobachter eine frequenzverschiebung beobachtet. wie wills du danach urteilen dass die invarianz der lichtgeschiwndigkeit bloedsinn waere? beide theorien koennen dein experiment qualitativ erklaeren.

nur wenn du jetzt sehr praeziese misst wuerdest du sogar feststellen, dass die vorhersagen der klassichen physik (ohne invarianz der lichtgeschwindigkeit) von den messresultaten abweichen, waehrend die vorhersagen der relativitaetstheorie (mit invarianz der lichtgeschwindigkeit) diese auch quantiativ hervorragend erklaeren koennen.

so funktioniert naturwissenschaft, vielleicht liegt hier bei dir das grundlegende problem dass dir das irgendwie nicht klar ist.

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@Reggid
nur wenn du jetzt sehr praeziese misst wuerdest 
du sogar feststellen,

Es geht nicht um die "Messung zweiter Größenordnung" (relativistischer Effekt) welche angeblich gemacht werden könnte. Schon die erster Größenordnung belegt, daß das Licht zum bewegten Empfänger eine andere Geschwindigkeit hat, als das zum ruhenden.
Ich brauche mich also garnicht darum streiten, ob es diesen Effekt gibt, ob er bei z.Bsp. 1/10000 der L.G des Empfängers beobachtet werden kann oder nicht.
Dieser beträgt hier ja nur sqr((1+0,0001)/(1-0,0001)) -1,0001
=0,000000005 in Differenz zu 0,0001 der klassischen Berechnung.

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@Viktor1

Schon die erster Größenordnung belegt, daß das Licht zum bewegten
Empfänger eine andere Geschwindigkeit hat, als das zum ruhenden.

nein, da, wie gesagt, die relativtaetstheorie hier in erster naehrung die selben vorhersagen macht wie die klassiche physik.

also ist dadurch erstmal gar nichts "belegt".

du erhaeltst bei der messung ein ergebnis, welches absolut mit dem postulat einer invarianten lichtgeschwindigekeit vereinbar ist, und willst daraus nun folgern du heaettest belegt, dass die lichtgeschwindigkeit nicht invariant waere!

das nenne ich mal eine "kreative" argumentation :-)

noch mal ganz einfach:

theorie A sagt: in der box ist eine rote kugel mit winzig kleinen kreisrunden loechern, die man nur im mikroskop sieht.

theorie B sagt: in der box ist eine rote kugel mit winzig kleinen ovalen loechern, die man nur im mikroskop sieht.

du oeffnest die box, wirft einen kurzen blick hinein, siehst eine rote kugel und sagst: "ich habe theorie B widerlegt!"

dass seit hundert jahren tausende wissenschaftler bereits die kugel im mikroskop betrachtet und die ovalen loecher nicht nur gesehen haben, sondern mit diesen bereits routienemaessig arbeiten und anwendungen dafuer gefunden haben, interessiert dich dabei natuerlich ueberhaupt nicht.

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Das MM Experiment war historisch eines der ersten, die einen Hinweis auf die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit lieferten. Seitdem sind viele tausend andere Experimente im Bereich der Optik, Atomphysik oder Teilchenphysik durchgeführt worden, wobei nie eine Abweichung der Natur des Lichts bzw. von elektromagnetischer Strahlung beobachtet werden konnte.

Man begibt sich außerhalb einer seriösen Physik, wenn man heutzutage noch daran zweifelt.

Das MM-Experiment beweist nicht die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit  von den "Sendern" zu außerhalb des Inertialsystems der Versuchsanlage liegenden Empfänger, sondern nur, daß kein "Medium" ("Äther" im Raum) die Lichtbewegung bremst oder "mitnimmt".
Einstein hatte  aufgrund dieses Experimentes (u.a.) die "Blitzidee", daß Licht in Bezug auf jedes gleichförmig bewegtes Objekt eine konstante Geschwindigkeit haben könnte (müßte ?).
Er hat auf dieser Annahme (Postulat !) seine mathematischen Konstrukte aufgebaut.
Nach den newtonschen Gegebenheiten addiert sich die Lichtgeschwindigkeit sehr wohl zur Bewegung der Empfänger.
Dies belegt die Spektralverschiebung des Lichtes eines Sternes wenn der Empfänger z.Bsp. mit der Erdrotation sich gegenläufig zum "Sender" bewegt.
Da diese Geschwindigkeit des Lichtes sich nach der RT nicht verändern darf ! werden diese Erscheinungen des Dopplereffektes mit relativistischen Umrechnungen begründet - gemessen wurden sie nie.

ich verstehe nicht ganz was du sagen willst.

dass der relativistische dopplereffekt nicht gemessen werden kann? das ist falsch.

oder was willst du sonst sagen?

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@Reggid

der rel. Dopplereffekt wird errechnet unter Berücksichtigung des Postulates der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.
Auch Geschwindigkeiten werden nicht "gemessen" sondern errechnet.

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@Viktor1

darf ich fragen was du unter "messen" verstehst? und vor allem was nicht?

inwiefern sollten der relativistische doppler effekt (sowie viele andere relativistische effekte) nicht gemessen werden können?

es gibt heute unzählige experimente dazu. diese experimente "messen", und vergleichen das gemessene mit den "berechneten" vorhersagen der theorie. und sie stimmen mit außergewöhnlicher genauigkeit überein.

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@Reggid
inwiefern sollten der relativistische doppler 
effekt  nicht gemessen werden können?

"inwiefern.. nicht" ist keine brauchbare Gegenhaltung. Sag einfach wie das doch geht.
Wenn also ein "Empfänger" (irgendwie) auf der Erde  einen Frequenzunterschied des Lichtes eines Sternes feststellt, je nachdem er sich zu dem Stern mit 30km/s (Bahngeschwindigkeit der Erde) hin oder weg bewegt, wie ist dies einem rel. Dopplereffekt zu zudenken bzw. wie soll daraus dieser gemessen werden ?
Der Frequenzunterschied ist nur aus den unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Empfängers zum Lichtstrahl, zu den einzelnen Photonen (Korpuskeln) zu erklären wie bei dem "klassischen" Dopplereffekt.
Hau mir jetzt nicht die rel. Formel um die Ohren sondern erkläre du nachvollziehbar (also kein Hinweis auf sonstige "Quellen"), wie dieser Effekt entstehen könnte ohne daß die relative Geschwindigkeit der Korpuskel zum Empfänger verändert wird.
Wird dir ja nicht schwer fallen - einfach kurz und bündig.

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@Viktor1

Dass du eine Antwort mit Formeln ablehnst und dir gleichzeitig sicher bist, recht zu haben und es besser zu wissen als die gesamte Fachwelt, ist ein so typisches und voraussehbares Verhalten, dass es schmerzt.. Dieses Verhalten ist immer dasselbe und ich weiß genau, was für ein Problem du wirklich hast. 

Wen interessiert es schon, dass wir die kosmische Rotverschiebung über den ganzen Himmel hinweg messen und auch sonst überall bei schnell rotierenden Sternen etc. Wen interessiert es schon, dass alles, was wir messen, mit den mathematischen Voraussagen übereinstimmt. 

Du musst dir deine eigene Ahnungslosigkeit und deinen kompletten Holzweg eingestehen und noch mal ganz von vorne anfangen, sonst wirst du dich bis an dein Lebensende im Kreis drehen und nie irgendwas wissen. Das habe ich bereits sehr oft gesehen. Es gibt Foren voll mit solchen Leuten. Insbesondere musst du von Anfang an annehmen, dass du falsch liegst und die Physik stimmt, nicht dass deine verzerrten Vorstellungen richtig sind.

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@DieMilly
und es besser zu wissen als die gesamte Fachwelt

daß du nicht mehr bringen würdest als dies und sonstiges Gelaber, was mit der Problematik nicht zu tun hat war mir schon klar.
Du weißt halt nix als Statements dazu raus zu hauen welche aus deinem angelernten Glauben resultieren.
Du bist nicht in der Lage einen Sachverhalt zu erläutern.
Ziemlich armselig bei so großer Klappe.

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Die altklassische Äther-Theorie entspricht dem Buchstaben, nicht aber dem Geist der Physik Galileis und Newtons, in der das Relativitätsprinzip eine wesentliche Rolle spielt.

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Achso, du verstehst die Relativitätstheorie nicht. Alles klar, das erklärt deine Antworten hier.

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Ganz einfach: rotierende Körper würden das Licht unterschiedlich schnell abstrahlen, wenn die Geschwindigkeit nicht konstant wäre. D.h. ein Neutronenstern, Galaxien, Planeten etc. würden auf der einen Seite langsameres Licht abstrahlen (weil sich die Seite von uns wegbewegt) und auf der anderen Seite schnelleres Licht. Dann käme das Licht der einen Seite viel früher bei uns an und wir würden sehr seltsame Dinge beobachten. Stattdessen ist das Licht aber nur rot- und blauverschoben.

Außerdem würde durch die Expansion des Universums immer langsameres Licht zu uns ausgesandt werden, je weiter weg die Galaxien sind. Das beobachten wir aber nicht.

Ich wollte auf die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit hinaus, die angeblich (und genau das zu glauben bereitet mir Schwierigkeiten) UNABHÄNGIG von der Bewegung des Beobachters immer dieselbe, also gleich sei....in deiner Antwort sind wir (also im weitestgehenden Sinne die Erde) ja bzgl. Neutronenstern, Galaxien, Planeten immer in Ruhe, oder? Mir geht es um die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, egal, ob der Beobachter in Richtung, oder entgegen der Richtung des Lichtstrahls, sich bewegt....sind dazu Galaxien, Neutronensterne geeignet (die Erde wäre da ja relativ "ruhig", oder nicht?)


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@identified

Es ist egal ob du oder die Quelle bewegt ist, denn das ist dasselbe.

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@DieMilly

nein nicht ganz: Es geht darum: Wenn ich mit einer bestimmten (einigermaßen hohen) Geschwindigkeit in eine Richtung fahre/fliege/gehe, d.h. allgeimein mich bewege und etwas überholt mich, so muß die von mir gemessene Geschwindigkeit des Anderen folgendes sein: Seine minus meine Geschwindigkeit.....wenn man mir entgegenkommt statt minus einfach plus.....bei Licht soll das anders sein....Michelson Morley vernachlässigt die "Äther-Mitführ Hypotheses" und ist zudem mikroskopisch. Meine Frage (ähnlich wie auf einer Autobahn gedacht): Gibt es einen MAKROSKOPISCHEN  Beweis/Versuch....siehe auch bitte meine 1. Frage

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@DieMilly

Ich zitiere dich (Zitat): "und wir würden sehr seltsame Dinge beobachten"....welche denn?

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@identified

Dein Fehler liegt bei der Koordinatentransformation von deinem Bezugssystem in ein anderes. Einfach die Geschwindigkeiten zu addieren ist verkehrt, denn das ist die nichtrelativistische Galilei-Transformation. Du musst die relativistische Lorentz-Transformation benutzen. Siehe hier: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Relativistisches_Additionstheorem_f%C3%BCr_Geschwindigkeiten

Außerdem ist dein anderes Problem, dass du die Lichtgeschwindigkeit falsch auffasst. Es handelt sich dabei um die Geschwindigkeit der Kausalität und ALLES im Universum bewegt sich konstant mit dieser Geschwindigkeit durch die Raumzeit. Wenn du im Raum stillstehst, bewegst du dich mit der Geschwindigkeit der Kausalität in der Zeit nach vorne. Wenn du dich hingegen durch den Raum bewegst, investierst du einen Teil deiner Geschwindigkeit in diese Bewegung, sodass du langsamer in Richtung der Zeit bewegt bist. Zusammen ergibt es aber wieder die Kausalitätsgeschwindigkeit. Masselose Teilchen wie das Photon (Licht) bewegt sich nur durch den Raum, tut dies also mit der vollständigen Geschwindigkeit der Kausalität. Wenn wir dann diese  Geschwindigkeit messen, nennen wir sie "Lichtgeschwindigkeit" und daher kommt die falsche Auffassung, dass das Licht irgendwie besonders sei. Und ja, du bewegst dich gerade in der Tat mit "Lichtgeschwindigkeit", aber eben zu fast 100% in Richtung der Zeit. Das, was du eine Sekunde nennst, ist eine Strecke von knapp 300.000 km. Es ist wichtig zu verstehen, dass Zeit eine Strecke ist und das sich alles immer mit derselben Geschwindigkeit bewegt. Schon alleine daraus siehst du, dass sich das Licht nicht mit einer anderen Geschwindigkeit bewegen kann als mit jener der Kausalität, eben weil es nur eine Geschwindigkeit gibt und diese beim Licht vollständig in Bewegung durch den Raum vorliegt.

1
@identified

Na ja, überleg mal, was passieren würde, wenn dass Licht von einer Hälfte eines Neutronensterns schneller zu uns unterwegs wäre als von der anderen Hälfte. Über die astronomischen Entfernungen würde dieser Unterschied immer größer, sodass wir die eine Hälfte viel früher sehen würden als die andere. Das ist so, als würde man den Stern in Scheiben schneiden und das Bild jeder davon kommt früher als die nächste hier an. Sagen wir, der Stern bewegt sich von rechts nach links über den Himmel. Dann würden wir also erst den einen Außenrand sehen, dann weiter links die nächste Scheibe, dann weiter links wieder eine Scheibe usw. Wenn das Licht nicht gleichzeitig hier ankäme, würden wir ihn also zerstückelt sehen.

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@DieMilly
was passieren würde, wenn dass Licht von einer 
Hälfte eines Neutronensterns schneller zu uns
unterwegs wäre als von der anderen Hälfte

Wie Neutronensterne  Licht emittieren wollen wir mal jetzt nicht betrachten - nehmen wir mal schnell routierende Sterne.
Hier liegt bei dir ein Irrtum vor.
Da das Licht kontinuierlich abgegeben wird kannst du nicht unterscheiden, wie lange die Abstrahlung der beiden Sternhälften unterwegs ist.
Da der Effekt erst bei weit entfernten Objekten relevant wahrnehmbar wäre, ist auch  eine beobachtbare Seitenbewegung  kaum gegeben.
Tatsache ist, daß Sternobjekte nicht "rund" beobachtet werden sondern abgeflacht. Auch scheint es mehr enge Doppelsterne zu geben, je weiter sie von uns entfernt sind, wobei man die Komponenten optisch nicht trennen kann.

Wenn das Licht nicht gleichzeitig hier ankäme, 
würden wir ihn also zerstückelt sehen.

Nein, höchstens verzerrt - und das wird beobachtet.

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@DieMilly

Was du machst ist - man muß erst RT hineinstecken, damit RT wieder raus kommt, z.Bsp. hier

Einfach die Geschwindigkeiten zu addieren ist 
verkehrt, denn das ist die nichtrelativistische
Galilei-Transformation. Du musst die
relativistische Lorentz-Transformation benutzen
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@identified

Michelson Morley vernachlässigt die "Äther-Mitführ Hypotheses" und ist zudem mikroskopisch.

Michelson-Morley ist zunächst einfach ein Experiment, das die Bewegung der Erde relativ zum Äther nachweisen sollte. Dies ist nicht gelungen. Ob dies ebenso an einer Mitführung des Äthers liegen könnte wie daran, dass die Galilei-Transformationen bei nennenswerten Geschwindigkeiten versagen, ist Sache der Interpretation der Befunde.

Das Experiment ist auch nicht mikroskopisch, denn die Bewegung, die nachgewiesen werden sollte, ist immerhin die der Erde.

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@Viktor1

Es ist durchaus nicht ungeschickt, beim Zitieren

Die Zitierfunktion

anstelle des

Codebeispiels

zu benutzen.

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@Viktor1

Und was du möchtest, ist die falsche Transformation zu benutzen, um zu beweisen, dass die RT falsch ist, oder wie? Die Maxwellgleichungen sind übrigens auch ohne RT Lorentzinvariant.

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@Viktor1

Nope, du vergisst, dass sich der Stern auch als Ganzes bewegt.

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@SlowPhil

es ist aber deutlicher lesbar

Es ist durchaus nicht ungeschickt, beim Zitieren

als das

Es ist durchaus nicht ungeschickt, beim Zitieren

Rate mal, welches eher gelesen wird.
Oder ist nur bei meinem Browser mit der Zitierfunktion die Schrift ganz blass ?

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@DieMilly
Und was du möchtest, ist die falsche 
Transformation zu benutzen,

Du willst mit der relativistischen  Formel belegen, daß  die RT richtig ist - das geht garnicht. Das nennt man Zirkelschluß - wie dir bekannt.

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@DieMilly
dass sich der Stern auch als Ganzes bewegt.

Genau, "seitlich" (eventuell !) deshalb verzerrt.(auch nur eventuell !) als Oval oder ganz extrem als Scheibe.
Wenn die Umfangsgeschwindigkeit z.Bsp. 300km/s !! (Sonne ca 2km/s) betragen würde  dann würde eine langsamere/schnellere Lichterscheinung von 1/1000 für den Rand erfolgen , bei 1 Million !! L.J. Entfernung des Objektes also 1000 Jahre.
Welche Seitenbewegung  eines solchen Sterns erfolgt in 1000 Jahren ? In welche Richtung ?
Welche Geometrie-Veränderung könnte bei dieser Entfernung an einem Stern überhaupt beobachtet werden ?
Nochmal - alles geschieht kontinuierlich. Gestückelte Erscheinung  ist unmöglich.

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@Viktor1

Ich seh schon, Mathematik hast du noch nicht so raus. Das wird schon noch in ein paar Jahren, wenn du fleißig weiter lernst.

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@Viktor1

Mit Mathematik belegt man gar nichts, sondern mit dem experimentellen Nachweis, dass die Vorhersagen der Mathematik stimmen. Die Lorentztransformation ist die korrekte Koordinatentransformation zwischen bewegen Bezugssystemen, weil dies experimentell belegt ist.

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@DieMilly
Mathematik hast du noch nicht so raus

Mehr hast du nicht drauf - beleg doch daß es falsch ist was ich brachte und ich mich verrechnet haben sollte, wäre ganz leicht - du kannst es nicht. Als Ersatz kommen blöde Sprüche - wie stehst du jetzt da ?
Frei nach Busch: "Ist der Ruf erst ruiniert, plärrt man völlig ungeniert"

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@Viktor1

Tatsache ist, daß Sternobjekte nicht "rund" beobachtet werden sondern abgeflacht.

Nö.

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