Gibt es auch globalisierungsfeindliche Linke/Linksextremisten?

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5 Antworten

Globalisierung ist ein wirtschaftlicher Gedanke im Sinne des Neo-Liberalismus.

Das No-Border-Netzwerk, auf das du dich vermutlich beziehst verfolgt eher menschenrechtliche Ansätze und Ideen.

Die Frage ist jedoch sehr gut und wird jeden "Linken" der eine Welt ohne Grenzen fordert in Erklärungsnot bringen. 

Aus klassisch linker Sicht muss man klar gegen die gegenwärtige Art von Globalisierung sein, die vom Finanzmarkt gesteuert wird und v. a. den Kapitalbesitzern nützt. Auch die Massenmigration nach Europa ist ein Projekt dieser Kapitaleliten, die billige Arbeitskräfte haben wollen und die durch die Heterogenisierung und Entsolidarisierung der Belegschaften ihre Macht stärken wollen. Oskar Lafontaine sagt das auch klar.

Leider sind  die weitaus meisten Linken in SPD, Grünen, Linkspartei und linksextremen Gruppen aus vielerlei Gründen für möglichst viel Einwanderung. Man hofft auf die Transformation Richtung links, rechnet auch auf Wählerstimmen und merkt nicht, dass man nur der Helfer beim Kapitalprojekt "Heterogenisierung und Abbau der Staaten zugunsten überantionaler Finanzinteressen" ist. 

Die allermeisten Linken sind Globalisierungsgegner, daher gibt es da auch einen gemeinsamen Fond, Querbeet.

Nein.

Die richten sich nicht prinzipiell gegen die Globalisierung, sondern ihrem Selbstverständnis nach gegen dessen "kapitalistische Deformierung und Hegemonie".

DAs wiederum steht nicht im Widerspruch zu dieser albernen "No-border!"-Rhetorik.

Ja, sie sind alle Gegner des weltumfassenden Kapitalismus, mit dem sie die viel  umfassendere Globalisierung verbinden.

 Deren Ziel ähnelt sehr den Alt-Kommunisten:

Auf der ganzen Welt, also global und international, sollen sich die Gegner weltweit gegen den Kapitalismus verbünden. 

AlterVormBerg 07.07.2017, 17:05

das ist ja auch die Ideologie, die von der linksautonomen Schleuserzentrale "Welcome To Europe" verteten wird: Es wird in Millionenstärke orentalischer und afrikanischer Unterschicht der Einmarsch nach Westeuropa geebnet, mit Logistik, juristischen und illegalen Tips und Tricks, online und mit viersprachigem Handbuch.

Sie leben in der Wahnvorstellung, dass damit ein revolutionäres Massenpotential herangeschafft wird, das die Nationalstaatlichkeit der EU-Staaten zerstört und zum Zündstoff der Weltrevolution wird. In ähnlichen Denkwelten lebt die sunnitischen Dschihad-Avantgarde, und dies erklärt wohl auch die gefühlte Nähe und Kompatibilität von Linken und global agierenden Sunnitenverbänden.

http://w2eu.info/

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Nunuhueper 07.07.2017, 18:07
@AlterVormBerg

Wobei die sunnitische globale Avantgarde sicher mehr Zulauf mit dem islamistischen Terror hat, als die europäische Antifa mit ihren "Macht- kaputt-was- Euch- kaputt- macht" Parolen.

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AlterVormBerg 10.07.2017, 14:12
@Nunuhueper

ähnlich wie die kath.Kirche Westeuropas eine abrahamitische Blutsbrüderschaft mit den Sunniten herbeihalluziniert, dichten Westeuropäische Linke den islamischen Ländern eine antiimperialistische Rolle an und somit dem Mehrheitsislam fortschrittliche, emanzipatorische Eigenschaften.

Diese Wahnvorstellungen hatten tausenden Linken zB im Iran das Leben gekostet, nachdem Ayatollah Khomeini anfing, das Land systematisch zu säubern von seinen früheren linken bzw kommunistischen Unterstützern.

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Nunuhueper 10.07.2017, 16:20
@AlterVormBerg

Vor Ajatollah Khomeinis Verfolgung der Kommunisten war der CIA 1953 im Kampf ums Öl fleißig dabei, den linken Mossadegh und seine Tudeh-Partei zu bekämpfen.

Ach, es geht doch immer nur ums Öl , Gas und Einflussnahmen.

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Nunuhueper 10.07.2017, 16:29
@Nunuhueper

...selbst in der globalen Klimadiskussion würden die Linken nicht auf diese noch reichlich sprudelnden Energiequellen verzichten.

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