Gibt es auch eine nicht sozialistische bzw. linke Antifa?

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4 Antworten

Natürlich gibt es anarchistische Antifas, bzw. eine starke anarchistische Beteiligung in der Antifa. Das Antifa-Logo wird ja zum Beispiel auch oft mit einer oder zwei schwarzen Fahnen dargestellt.

Das sind dann aber durchaus Linke und Sozialist_inn_en, also Anarchist_inn_en im klassischen Sinne, die eine (zum Beispiel rätedemokratisch) selbstverwaltete Gesellschaft und Wirtschaft fordern. Diese Leute bezeichnen sich dann als "Libertäre" im Sinne eines "libertären Sozialismus", der ein Synonym für den Anarchismus ist. Einen Staat würden die meisten von denen wohl ablehnen - genau so allerdings einen Kapitalismus mit autoritär organisierten privatwirtschaftlichen Betrieben.

Du meinst allerdings wohl eher einen "Anarchismus" im Sinne der amerikanischen "Libertarians", also den sogenannten "Anarchokapitalismus". Mit solchen Vorstellungen würdest Du von den meisten Antifas ziemlich schnell vom Hof gejagt werden. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass einige Antideutsche für solche Ideen offen sein könnten. Ich meine die Sorte, die mit Stars&Stripes und Union Jack auf Antifa-Demos geht.

Ansonsten müsstest Du wohl selbst eine anarchokapitalistische Antifa gründen.

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Es gibt eine Vielzahl von Personen antifaschistischer Grundhaltungen jeglicher politischer Couleur und weltanschaulicher Überzeugung.

"Die Antifa" hat sich jedoch als eine Bezeichnung für den bekannten Personenkreis durchgesetzt, der im Übrigen weniger antifaschistisch operiert, als er es gerne darstellt.

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Die Antifa ist in meinen Augen in erster Linie ein Sammelsurium von gewaltbereiten Spinnern, die sich von Nazis nur durch ihre vermeintliche politische Ausrichtung marginal unterscheiden. 

Was Du beschreibst ist Libertarismus, korrekt. Eine libertäre Antifa ist mir unbekannt, da diese tatsächlich in überwiegender Mehrheit dem Sozialismus/Kommunismus angehört (bzw. vorgibt diesem anzugehören) und von freier Marktwirtschaft und Kaptialismus entsprechend wenig hält. Mag vielleicht eine kleine Splittergruppe geben, die ist mir aber unbekannt.

Für mich schließen sich Libertarismus und Faschismus per se aus, da ein freier Handel im Widerspruch zu einem totalitären System wie dem Faschismus steht. Antifaschismus ergibt sich damit zwangsweise aus dem Libertarismus, denn Unterdrückung von Minderheiten mit Ausschluss aus den Märkten, ein starker interventionistischer Staat oder die Einschränkung von persönlichen Freiheiten sind nicht mit einer libertären Überzeugung zu vereinbaren.

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Kommentar von 120grammButter
21.08.2016, 10:17

Gute Anwort. Danke. :)

Wären denn Aktionen, Kampagnen und Kritik gegen Rechts und die derzeitige Ausprägung des Staates nicht mehr mit dem Libertarismus vereinbar? Weil man sich ja dem nach negativ gegen Andersdenkende positioniert und somit deren "Freiheit" stören würde.

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Kommentar von voayager
21.08.2016, 13:48

mein lieber metbaer, wie man sieht hast du keinerlei Ahnung von der Antifa, sondern plapperst vielmehr nach, was die mainstream Presse dir so vorkaut. Ein angemessenes Bild erhälst du nur, wenn du deren Homepagwes aufsuchst so wie an Demos teilnimmst, wo du mit den Leuten Gespräche führen kannst. Du wirst dann erleben, dass da etliche Teilnehmer keinesfalls irgendwelche Spinner sind, wie es die BLÖD-Zeitung und Co. dem Publikum suggerieren.

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Willst du auch Leuten die Fresse einhauen, die anderer Meinung sind als du und suchst dazu Gleichgesinnte?

"weniger Staat, weniger Steuern, weniger staatlicher Gewalt, mehr Eigenverantwortung"

Das ist im klassischen Sinne rechts ala US-Republikaner.


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Kommentar von 120grammButter
21.08.2016, 10:07

Bitte was? :D
Sind das nicht autonome Krawallmacher? Die nennen sich doch schwarzer Block, oder? Sind bei den Linken und Rechten zu finden.

US-Republikaner sind aber Etatisten. :/

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