gibt es asperger authismus auch in verschieden starken ausprägungen?

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7 Antworten

http://www.asperger-eltern.de/bauer.htm

Vielleicht findest du hier die Antwort auf die Frage, ob es verschiedene Ausprägungen gibt. Vorstellbar ist es schon.

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Meine Frau und ich haben ebenfalls deutliche Symptome von Asperger, allerdings wurde diese Diagnose bei uns bisher vehement von unseren Hausärzten und den paar Psychologen, bei denen wir gewesen sind, abgestritten. Stattdessen mussten wir uns unzählige Male anhören, wir seien "depressiv" (total überzogene Standartdiagnose), einer meinte sogar, ich sei aggressionsgestört (kompletter Müll, meine Mutter hat diese {leider undiagnostizierte} Art der Störung, dort treffen die Symptome eins zu eins zu) oder hätte Borderline, was auch totaler Müll ist, da ich eine Patientin kenne, der Asperger diagnostiziert wurde, die aber deutlich Borderline hat... Welcher Arzt hat die Diagnose denn bei dir festgestellt? Allgemeinmediziner, Psychologe oder wer? Verrätst du uns auch, in welchem Bundesland du wohnst? Wir suchen lange schon nach einem Psychologen, der was taugt- und das bereits die letzten zwei Jahre. Die Situationen, die ihr aufzählt, kennen wir ebenfalls zur Genüge. Mit sozialen Kontakten haben wir es überhaupt nicht leicht, viele Handlungen, die Menschen ausüben, können wir auch nicht verstehen oder sie schwer bis gar nicht nachvollziehen. Seit Jahren beschäftige ich mich mit Psychologie, damit ich zumindest ein wenig mit anderen Menschen zurecht kommen und deren Signal zumindest zum Teil deuten kann. Meine Frau und ich hatten in der Kindheit bereits Integrationsprobleme und waren und sind Einzelgänger. Menschen und ihre seltsamen Sitten und unlogischen Verhaltensweisen machen uns krank- wir verstehen das gar nicht. Auf der anderen Seite sind wir nicht im mindesten so leistungsfähig und belastbar wie andere Menschen, sind schnell überfordert und schnell überlastet. Manchmal fühlen wir uns, als seien wir Studenten in einer Gruppe von Grundschülern, werden genauso behandelt, wie die anderen, obwohl wir geistig weiter sind- zumindest in gewisser Hinsicht, wie z.B. Vorausplanung/ Voraussicht und Perfektionismus, sowie unserer Ansicht von Sozialität. Und um deine Frage zu beantworten: Ganz klar ja- wir haben uns vor ca. sechs Monaten bis einem Jahr mit der Materie befasst und es gibt- trotz der fehlerhaften Ansicht vieler Ärzte und Psychologen- durchaus unterschiedlich starke Ausprägungen von Asperger. Hier mal ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom Tatsächlich habe ich mir bspw. das "in die Augen sehen" antrainiert- was nicht bedeutet, dass ich die Konzentration leicht aufrecht erhalten kann. Leider nehmen viele Ärzte und Psychologen heute noch fälschlicher Weise an, dass lediglich die Menschen, bei denen das Asperger stark ausgeprägt ist (und sollte nicht zuvor die Diagnose durch eine Fehldiagnose verbaut werden), diejenigen seien, die es ausschließlich tatsächlich haben. Die Graustufen werden oft nicht erkannt, da muss man schon echt Glück haben. Wie gesagt, Asperger können sich durchaus bis zu einem gewissen Grad an die Gesellschaft anpassen, manchmal erfährt man auch erst sehr viel später im Leben, dass man Asperger hat, weil es zuvor besser kompensiert wurde und plötzlich durch belastende Ereignisse stärker hervortritt.

LG, K

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Kommentar von omnia
14.10.2010, 21:03

ich weiß nicht ob man sich das in die augen sehen antrainieren kann. es ist entweder gewohnheit oder man schafft es nicht. entweder du bist es gewohnt oder es "tut weh".

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Autismus wird ohne "h" geschrieben und auch ohne "h" gesprochen. Wie Auto!

Autismus an sich ist ein Spektrum. Man unterscheidet zwischen dem a-typischen Autismus, dem frühkindlichen Autismus (auch als Kanner Syndrom bezeichnet), dem hochfunktionalem Autismus (HFA) oder dem Asperger Syndrom. Die Übergänge sind fließend. Es ist eine Entwicklungsstörung- kein Entwicklungsstopp. Ein Kind mit Kannersyndrom kann z.B. als erwachsener kaum noch von einem Asperger zu unterscheiden sein.

Je "normaler" ein Asperger wirkt, desto angepaßter lebt er. Das kostet Kraft. Endet häufig mit Depressionen oder Burn-Out-Syndrom. Häufig sind es die spät diagnostizierten, welche ein relativ normales Leben führen- weil sie von Klein auf da reinge"preßt" wurden. Man mußte einfach in den Kindergarten, auch wenn da aus meiner sicht alle seltsam waren, Schule, Ausbildung, Führerschein- man muß einfach. Man selbst beobachtet die anderen- schließt von sich auf die und sagt sich, "die" können das doch auch- also MUSS ich das doch auch schaffen... das lerne ich noch.Seit meinem 4 Lebensjahr etwa dachte ich so, mittlerweile- oder seit der Diagnose- geht es mir besser. Meine Grenzen zu kennen nimmt den Druck- und man kann seine Stärken optimieren. Ich weiß nicht, ob man nur, um sich eine Diagnose schön zu reden sich selbst suggeriert, man wäre leicht betroffen, ich sehe es anders. Autismus oder das Asperger syndrom ist nicht wie Hochwasser- beim einen steht es 1m im Keller, beim anderen in der 1. Etage. Asperger Syndrom hat man oder nicht. Es mit Down Syndrom gleichzusetzen ist Dein Denkfehler. Du bist Du- und wenn die Diagnose stimmt- bist Du so geboren- Du wurdest nicht erst mit der Diagnose zum Asperger. Wenn Du Zweifel hast, geh zu einem aneren spezialisten- aber mach keine große Sache daraus. Es ist nur so schlimm, wie Du es siehst.

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Kommentar von omnia
14.10.2010, 20:51

also du meinst es gibt keine unterschiedlichen "schweregrade"? ist das sicher?

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Ersteinmal klau ich allen das "H" auf der Tastatur, denn Autismus wird ohne geschrieben.

@Omnia Als erstes würde mich interessiern wie alt Du bist. Das Du mit 6 Montane angefangen hast zu sprechen, ist ein Zeichen für Asperger Autismus. Lass Dich durch das Wort Autismus nicht abschrecken, es ging mir ähnlich, als ich es zum ersten mal gehört habe. Bei Autismus fiel mir nur der Film "Rainman" ein und ich habe mich gegen die Diagnose die mein Sohn gestellt bekommen hat gewehrt. Ist doch super das Du Humor hast, ich denke das haben die meisten Asperger Autisten, nur leider seid Ihr so klug, dass die meisten Euren Humor nicht verstehen.

Eure Antworten sind meist so tiefsinnig das NT´s da nicht intelektuell mithalten können :)

Hast Du keine Geschwister oder ähnliches die Dich in "die Gesellschafft" einführen können? Mein Sohn ist 15 JAhre alt und hat genau die selben Probleme wie Du hinter sich, ich habe mal einen Spieleabend arangiert bei dem wir alle WII gespielt haben, alle wußten von seinem Problem und haben Rücksicht genommen, seit dem kann er garnicht genug davon bekommen.Vorher hatte er auch keinen Spaß an Party´s oder Gesellschafft, aber wenn alles nach seinen Regeln läuft, gefällt es ihm super. Ich finde es schade zu lesen, wie einsam Asperger Autisten sind, sie sind echt eine Bereicherung weil sie ganz besondere Menschen sind

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Natürlich! Mich persönlich hat es (Gott sei dank!) relativ schwach getroffen, ich habe keine ausgeprägte Abneigung gegen Berührungen oder sowas, wie es ja bei vielen anderen Aspies der Fall ist. Ich habe es sogar geschafft, Ironie zu lernen (inzwischen gebrauche ich sie mehrmals täglich ganz selbstverständlch, manchmal so viel, dass ich die Normalen aus dem Konzept bringe :-)), nur mit Small Talk habe ich nach wie vor Probleme. Ich kenne einen andern Aspie, der recht gut smalltalken kann und nichtmal geräuschüberempfindlich ist (ich beneide ihn darum, manchmal möchte ich mir in der Schule nur noch die Ohren zuhalten und weinen), aber auch viele, die es deutlich schlechter erwischt haben und sich selbst über Ausdrücke wie "weiß der Kuckkuck wo" o. ä. wundern, die man doch so allmählich mal gewöhnt sein sollte.

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Hallo omnia! Authismus unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht.Das muss aber nicht zwingend heißen das es bei jedem gleich Entwicklung gibt, es gibt ja mere vormen vom Asperger-Syndrom,du bist auf jeden fall eine Kämpferin und das bewundere ich wirklich, es zeigt mir auch das du etwas tust wenn du schribst das du mit 6 monaten zu sprechen angefangen hast, Erkenne ich das mit deinen Inneren und den autismus eine art gleichgewicht geschaffen hast.Zudem Seh ich dass du dich gut mitteilen kanst, und auch gut darin zeigt wie es dir geht.Vielleicht bringt es dir etwas wenn du mit anderen betroffenen mal austauschen tust.bleib wie du bist=). Gebe dir mal ein Link, wenn du möchtest kast du reinschaun.Link.http://www.autyzm.zgora.pl/de/. Gruß Lysie

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Downsyndrom hat mit Authismus eigentlich erstmal garnichts zu tun oder? Abgesehen davon, ja es gibt verschieden starke Ausprägungen von Authismus.

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Kommentar von omnia
13.10.2010, 14:35

ja aber die diagnose wollt ich nicht annehmen weil es für mich so ziemlich das gleiche war..

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