Gibt es alternativen zu einer Miet-Bürgschaft?

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4 Antworten

dies sehe ich genauso wie Gruppi. Die Kaution ist als Sicherheit für eine evtl. fällige Schönheitsreparatur oder Schäden bei Beendigung des MV gedacht.Die Bürgschaft Deiner Eltern ist als Sicherheit, dass der Vermieter weiß, dass er jeden Monat zuverlässig seine Miete bekommt. (nachdem du kein Einkommen hast, würde er Dir keine Wohnung vermieten) Dies ist ganz legitim und nachvollziehbar. Schließlich hat der Vermieter auch seine Ausgaben. Ich habe selbst mal für meinen Sohn eine andere Vereinbarung getroffen. Ich habe dem Vermieter mitgeteilt, wie viel Unterhalt mein Sohn von uns erhält und dass ich für seinen Anteil der Miete und Nebenkosten aus der WG aufkomme, wenn er nicht bezahlt. ich wollte hier nicht für die gesamte Wohngemeinschaft haften! Kommt auf dem Vermieter darauf an, ob er sich auf so eine Vereinbarung einlässt.

Die Mietkaution ist für die Renovierung der Wohnung gedacht falls etwas kaputt gemacht wird und nicht für Mietausfall.

Bei der Vermietung von Studentenwohnungen ist das normal; das hat mit der Kaution nichts zu tun; auf dieser kann er trotzdem bestehen; warum sollte dies vor Gericht keinen Bestand haben; Bedingungen eines Mietvertrages sind diesbezüglich frei vereinbar; worin liegt denn die Übersicherung?; wenn Du nicht zahlen kannst tritt der Bürge dafür ein; das ist doch keine Übersicherung; der Vermieter muss doch nicht das Risiko eingehen, seine Miete nicht zu bekommen;

Sanx01 26.01.2009, 15:16

Unzulässige Übersicherung beim Mietvertrag durch Mietkaution und Bürgschaft

http://www.juraforum.de/jura/news/news/p/4/id/85041/f/106/

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Guppy194 26.01.2009, 15:23
@Sanx01

danke für den Hinweis; halte ich im Ergebnis aber für eine ungute Lösung; wenn ich für ein Darlehen bürge, dann muss ich als Bürge für die gesamte Summe einstehen und nicht nur für eine gewisse Anzahl von Monatsraten; warum sollte es anders sein, wenn es um nicht geleistete Miete geht?

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Sanx01 26.01.2009, 15:32
@Guppy194

Das habe ich nicht deutlich ausgeführt. Es handelt sich nicht um eine "gewöhnliche" Bürgschaft sondern um eine selbstschuldnerische Bürgschaft. Bei der entstehende Verbindlichkeiten direkt beim Bürgen eingefordert werden können z.B. auch entstehende Schäden, die eigendlich die Versicherung übernimmt(z.B. Waschmaschiene ist defekt und läuft aus=> Wasserschäden übernimmt die Hausrat)

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LittleArrow 26.01.2009, 17:52
@Sanx01

Hier wurde eine Kaution gestellt und "zusätzlich verbürgte sich der spätere Beklagte für alle Verpflichtungen der Mieterin aus dem Mietvertrag" (Hervorhebung von mir). Die Übersicherung bestand daher in Form der Kautionssumme, da diese auch in der Bürgschaftsverpflichtung eingeschlossen war.

Das LG Coburg kam zu aber zu einer anderen Schlußfolgerung, die für mich (ich bin aber völlig unmaßgeblich) nicht nachvollziehbar ist (wenn die Mieterin an sich mittellos ist).

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LittleArrow 26.01.2009, 18:01
@LittleArrow

In Summe würde ich in Deinem Fall (mittelloser Student, der zur Mietzahlung auf die finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen ist) nicht zu sehr auf den Umstand der Übersicherung bauen!

Das für Deinen Vertrag zuständige Gericht kann schnell zu einer anderen Auffassung als das LG Coburg kommen.

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Sanx01 26.01.2009, 18:08
@LittleArrow

Ja genau deshalb bin ich auf der Suche nach einer Alternative zur Bürgschaft, die nur die Mietzahlungen einschließt. Und meine Eltern nicht generel, finanziell fesselt. Fällt dir was ein?

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Der spinnt doch, genau dafür ist die Mietkaution doch da! Mit dem wirst Du nur Ärger haben, such Dir lieber ne andere Wohnung!

Rabbicook 26.01.2009, 14:41

Falsch die Kaution ist für eventuelle Schäden an der Wohnung nach Auszug und nicht für Mietrückstände

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Sanx01 26.01.2009, 15:34
@Rabbicook

Gerät der Mieter während der Mietzeit mit der Zahlung seiner Miete in Rückstand, kann der Vermieter sich aus der Kaution bedienen. Dazu ist er aber nicht verpflichtet. Denn die Kaution dient in erster Linie dazu, dem Vermieter Sicherheit zu geben, damit am Ende des Mietverhältnisses nicht eine Forderung offen steht, die der Mieter dann nicht mehr begleicht. Andererseits darf sich der Vermieter aber auch nicht beliebig aus der Kaution bedienen. Bei rückständiger Miete darf er das nur tun, wenn über seine Forderung entweder rechtskräftig entschieden ist oder aber seine Forderung unstreitig, ganz offensichtlich begründet ist oder wenn sich die Vermögensverhältnisse der Mieters in ganz erheblichem Maße verschlechtert haben (LG Berlin, GE 97, 1027; LG Mannheim, WM 96, 269; AG Wiesbaden, WM 99,297). Hat der Mieter die Miete gemindert und war die Mietminderung berechtigt, kann der Mieter den Vermieter gerichtlich zwingen, den Betrag, den der Vermieter evtl. vom Kautionskonto genommen hat, dort wieder einzuzahlen (LG Mannheim, WM 96, S.269). Hat sich der Vermieter jedoch zu recht aus der Kautionssumme bedient, kann er wiederum den Mieter zur Auffüllung verpflichten (BGH, WM 72, S. 57).

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