Gibt es 100% "grünen Strom"?

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11 Antworten

dein problem ist, dass du im prinzip bei ökostrom nur dafür bezahlst, dass die menge strom die du verbrauchst auch ökologisch produziert wird. eine garantie dafür, dass der strom den du bekommst, auch wirklich öko ist, die gibt es leider nicht.

dennch tust du natürlich für die umwelt was gutes, weil das geld was dü für den ökostrom bezahlst, ja auch in den erhalt und ausbau von grünen kraftwerken fließt.

lg, Anna

Ja, gibt es. Und vielen Dank schon mal für Deine Bereitschaft dazu.

Aber Achtung: Die Entscheidung für "grünen Strom" hat andere Konsequenzen, als Du vielleicht glaubst.

Was Du NICHT beeinflussen kannst: Von welchem Kraftwerk der von Dir verbrauchte Strom rein physikalisch kommt. Das ist nämlich immer das nächstgelegene. Der Strom fließt den Weg des geringsten Widerstands.

Was Du WIRKLICH beeinflussen kannst: Wie sich die prozentuale Verteilung der Stromerzeugung in Deutschland insgesamt entwickelt (als einzelner Privatverbraucher beeinflusst Du natürlich nur einen sehr kleinen Teil davon - aber Kleinvieh macht auch Mist, wie man so sagt).

In Deutschland gibt es eine gesetzliche Regelung, dass die Stromanbieter (die Stromverkäufer! das sind NICHT unbedingt zugleich Kraftwerksbetreiber!) einen vorgeschriebenen Mindestanteil an Strom aus regenerativen Quellen (Sonnenenergie, Wasserkraft, Biomasseverbrennung und weitere) abnehmen müssen. Einige (große und bekannte) Stromanbieter sind nun ganz schlau, und verkaufen denjenigen "grünen" Strom, den sie vorgeschriebenermaßen sowieso abnehmen müssen, zu erhöhten Preisen an dumme Verbraucher, die glauben, damit der Umwelt etwas gutes zu tun. Tatsächlich tun sie nur dem Geldbeutel des Stromanbieters etwas gutes.

Etwas anderes ist es, wenn ein Stromanbieter garantiert, dass der "grüne" Strom, den Du bei ihm kaufst, von ihm zusätzlich zum ohnehin vorgeschriebenen Anteil "grünen" Stroms eingekauft wird. Am übersichtlichsten ist das, wenn dieser Anbieter überhaupt nur "grünen" Strom anbietet, und keinerlei Verflechtungen mit anderen Stromanbietern hat (also keine Tochtergesellschaft eines anderen Stromanbieters ist, für den er den "grünen" Strom zu überhöhten Preisen weiterverkauft - siehe oben).

Nur im letzteren Fall bewirkt Deine Entscheidung für "grünen" Strom, dass insgesamt ein bisschen mehr Strom von Kraftwerksbetreibern von Sonnenstromkraftwerken, Wasserkraftwerken etc. abgenommen wird (und dadurch die Nachfrage erhöht wird und der Bau zusätzlicher umweltfreundlicher Stromerzeugung sich wirtschaftlich lohnt), und entsprechend ein bisschen weniger Strom in konventionellen Kraftwerken und Atomkraftwerken produziert wird.

Und zum Thema "grüner Strom aufgrund von Rechentricks" kann ich nur sagen: Dafür musst Du Dir den richtigen Anbieter suchen, der glaubhaft darlegen kann, dass der von ihm eingekaufte Strom wirklich "grüner" Strom ist, der aufgrund seiner Nachfrage zusätzlich auf dem Markt ist.

Aus diesen Überlegungen heraus habe ich mich bereits im Jahr 2000 dafür entschieden, meinen Strom bei Lichtblick zu beziehen - das ist einer der wenigen reinen Ökostromanbieter.

Die Zeitschrift Ökotest vergleicht ab und zu mal Stromanbieter speziell unter dem Aspekt "wie grün ist Ihr Strom wirklich", da dürfte sich für Dich die Lektüre lohnen. Das ist aussagekräftiger, als die Vergleiche auf üblichen Vergleichsportalen.

Der Strom, der aus der Steckdose bleibt im wesentlichen derselbe, egal, ob eine Einzelperson den Stromanbieter wechselt. Strom kann nämlich nicht getrennt nach Herkunft durch die Versorgungskabel geleitet werden.

Nur der Anteil an den Stromgewinnungsarten sollte sich danach richten, wie die Anteile der Stromkonsumenten in speziellen Stromverträgen sind. Bei größerer Nachfrage nach "grünem" Strom könnte es aber passieren, dass die Anbieter konventioneller Verträge einfach ihren Anteil an Strom aus Atomkraft und fossilen Brennstoffen erhöhen, weil ihre Kunden nicht weiter nachfragen. Dann würde die Gesamtzusammensetzung des Stroms konstant bleiben.

An Deiner Steckdose kommt immer die gleiche Sorte von elektrischem Strom an, nämlich die 230 V Wechselstrom mit 50 Hz aus dem europäischen Verbundnetz, in das tausende von Kraftwerken in Europa ihre Leistung einspeisen: Atom- und Kohlekraftwerke genauso wie Wind- und Wasserkraftwerke.

Der Stromverkäufer deklariert seinen Strom nach dem Wunsch des Kunden und dessen Zahlungsfreudigkeit. Die gesetzlich geregelten "Herkunftsbezeichnungen" seines Stromes entspringen der Sortierung seiner Einkaufsbelege und deren Deklarationen. Das ist nicht bis zur Stromerzeugung nachvollziehbar.

Alltägliches Beispiel: Ein deutscher Stromhändler kauft in Frankreich Atomstrom auf und verkauft den weiter an ein norwegisches Energieversorgungsunternehmen, das ihn gegen grünen Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken eintauscht. Und schon wird der Atomstrom grün. Das geschieht alles nur am Schreibtisch, und auch völlig legal. Der Gesetzgeber will das so: Die Aktionäre der Energieversorgungsunternehmen sind damit genauso zufrieden wie die Stromhändler, die Stromkunden, die Politiker und ihre Wähler.

Gute Entscheidung - aber bedenke bitte, dass nicht die Stromherstellung / -Gewinnung bewertet werden sollte, sondern auch die Produktion der zur Erzeugung notwendigen Geräte / Maschinen etc.

Strom zu produzieren, erzeugt CO² - das schädigt natürlich die Umwelt.

Wenn der Strom bespw. von den Kollektoren einer Photvoltaik-Anlage aus Sonnenenergie "umweltfreundlich" vom Dach genommen wird, dann sind die Menschen oftmals der Meinung, DAS wäre ein riesen Gewinn für die Natur.

Wer dann die CO²-Werte, welche bei der Produktion der Kollektoren ensteht, in seine Rechnung mit einbezieht, sieht diese Art der Energiegewinnung schon mit anderen Augen....

Am meisten hilft es der Natur, sein Konsumverhalten zu ändern.
"Verzicht"....

Grüße, ------>

Wenn es Dir wirklich nur um den Umweltschutz und nicht um die subjektive "Sicherheit" geht, egal wie man Sicherheit empfindet, dann bleib beim Kernkraftwerk. Die benötigen nur die Ressourcen, die man alternativ allenfalls in Bomben verbauen kann bei null Emissionen. Das will politisch fast keiner hören, weiß ich.

Die Laufwasser-Kraftwerke sind sehr umweltfreundlich, aber können (bei uns) nur ca. 5% des bei uns benötigten elektrischen Energiebedarfs decken - das haben wir in etwa bereits seit langem auch erreicht.

Alle höheren Zahlen beruhen auf der völlig falschen Einbeziehung von Pumpspeicher-Kraftwerken.

Alles andere ist für sich allein betrachtet nicht stabil möglich oder grottenschlecht.

Populistisch müssen wir alle auf die schlechte Photovoltaik setzen. Sinnvoll dazu ist aber nur die (dezentrale) Solarthermie ... natürlich nicht mit dem "Rest" an Produkten, die es dazu heute auf dem Markt gibt. Gefördert wird erstere, letztere nicht.

Die Windkraft wird ja auch nicht anhand ihrer umwelt-technischen negativen Aspekte schlecht beurteilt, sondern auch wieder nur aus sekundären, aber nicht Umweltgründen (Vogelschlag, Anblick, Geräusche (jeder "Wind" ist lauter...)). Also....?

Bei uns hängt der "anerkannte" Grad der Umweltfreundlichkeit wesentlich vom Parteibuch ab. Nach der Definition: Wahrheitsfindung durch Mehrheitsbeschluss. Was da alles als Argumentationskrücke dienen muss... ! Schade.

 



Es gibt 100% grünen Strom.  

Grünen Strom für zu Hause kannst Du zwar kaufen, aber Du hast keinen Einfluss welcher Strom Dir tatsächlich geliefert wird. Energieversorger können soviel "Grünen" Strom verkaufen wie sie produziert oder eingekauft haben. 

Wenn weniger "grüner" Strom verkauft wird wie zur Verfügung steht, dann wird der grüner Strom trotzdem an die Haushalte geliefert, aber eben nicht unter dem grünen Label.

Nur wenn Du ihn selber generierst mit Wind, Solar oder Wasser kannst Du sicher sein das der Strom auch tatsächlich grün ist.



Natürlich, von Nikola Tesla ( Den Teil der Patente den die USA Regierung für Streng Geheim erklärt hat ) , auch immer verfügbar ... aber es produziert Gleichstrom ... andere benutzen es schon ( im SSP Streng Geheim ) ^^

geben schon ob du welchen bekommst ist eine andere frage.wenn er mal im netz ist kannst ihn nicht mehr aussortieren

Ja, gibt es. Kommt halt darauf an, wo du wohnst.

Aber bedenke, dass du dann dennoch fast nur Strom von Kohle-und Kernkraftwerken bekommst.

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