gfs( längeres referat) über die euro krise!

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Die Sache mit den subprime-Krediten würde ich korrigieren: Das Problem bestand darin, dass windige Geschäftemacher allen möglichen Leuten mit z. T. sehr geringem Einkommen Kredite angedreht haben, die sie nüchtern betrachtet nie im Leben würden zurückzahlen können. Das funktionierte, solange die Immobilienpreise stiegen, d. h. man hatte die Perspektive, das Haus, für das man den Kredit aufgenommen hat, mit Gewinn später zu verkaufen. Mit dem Geld wurden allerdings allzu oft auch völlig überteuerte Schrottimmobilien gekauft. Ein Beispiel: Ein Bankvertreter schlägt einer alleinerziehenden Mutter aus Chicago den Deal ihres Lebens vor, sie kauft ein Haus für 200.000 $ mit einem Bankkredit in der Hoffnung auf ordentliche Rendite. Man verspricht ihr Null Rsiko. Dann verliert sie ihren Job und kann die Raten nicht mehr bezahlen, die Bank will ihr Geld zurück und verfügt eine Zwangsversteigerung des Hauses. Es stellt sich aber heraus, dass das Haus, das die arme Frau nie gesehen hat, eine Bruchbude ist, die keine 50.000$ wert ist. Die Zwangsversteigerung bringt vielleicht 30.000$. Jetzt hat die Frau kein Haus mehr, dafür aber 170.000$ Schulden und keinen Job um das abzubezahlen. Andererseits sieht die Bank ein, dass sie das Geld niemals wieder bekommt und muss zugeben, dass sie 170.000$ Verlust gemacht hat. In der Zwischenzeit hatte die Bank allerdings den Kredit weiterverkauft. Auch sie verspricht ihren Kunden Null Risiko und gute Renditen. Damit haben alle einen enormen Gewinn gemacht: Der windige Bankvertreter hat eine enorme Provision kassiert, der frühere Besitzer der Bruchbude hat einen sehr guten Preis für seine Immobilie erhalten und die Bank hat Zinsen kassiert und gutgläubigen FInanzkunden Kreditpapiere verkauft.

Die Verlierer sind diejenigen, die den Banken die Kredite abgekauft haben und damit sozusagen einen Anspruch auf die Ratenzahlungen der Frau aus Chicago erworben haben. Sprich, sie vertrauen darauf, dass sie das Geld, dass sie der Bank gegeben haben, mit etwas Gewinn von der Frau zurückbekommen. Nun stellt sich bekanntermaßen heraus, dass die Frau das Geld nie wird bezahlen können und die von der Bank erworbenen Kreditpapiere praktisch wertlos sind. Daher der Begriff "subprime", also "nicht ganz super": die als "prime" verkauften Anlageprodukte sind eigentlich überhaupt nicht prime. Und weil dieser Deal viele hunderttausend mal abgelaufen ist, haben weltweit sehr viele Leute sehr viel Geld verloren und das hat dann die Krise ausgelöst.

Mit steigenden Zinsen hingegen hat "subprime" nicht direkt zu tun.

Was möchtest Du wissen?