GF Gesellschafter Gehalt - Stundenlohn oder Festgehalt?

2 Antworten

Als GF nur 3000.- Euronen ?? Da geht noch was ! Was heisst anpassen? Ist es kein Festgehalt, sondern Umsatzabhängig? Lass dir ein Fixum festschreiben, den Rest als Umsatzbeteiligung. Solche Verträge können in Deutschland frei ausgehandelt werden. Aber bedenke: Wenn mal Schluss ist mit GF und du arbeitssuchend wirst, kann es böse enden für dich. Angestellter GF ? AT GF? Frage das vorher !

Ok, hab vergessen zu erwähnen dass es sich hier um meine eigene UG handelt.

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Das was Du jetzt fest vereinbarst ist zu zahlen. Komme was da wolle. Selbst bei unregelmäßiger Zahlung kann es zu einer verdeckten Gewinnausschüttung werden. Die Risiken sind hoch. Schon hier lohnt sich die Konsultation eines Steuerberaters.

Ich schreibe Dir jetzt auch noch etwas anderes, weil mich diese Problematik ärgert. Augenscheinlich hast Du keinen Businessplan aufgestellt. Jedenfalls nicht mit professioneller Begleitung. Damit gehst Du Risiken ein, nicht nur an der Stelle. Auch wenn Du aus der Branche kommst, neue Firma neue Stellung in der Branche. Wenn Du Seiteneinsteiger bist noch schlimmer. Warum gehen die Meisten, also über 50% der Unternehmen innerhalb der ersten Jahre kaputt? Wieso ist ein Totalverlust häufig sogar so, dass es hinterher noch zu einer Regelinsolvenz kommt? Ist Dir klar, dass Deine UG Dich davor nur bedingt schützt?

Nicht nur weil ich selber Unternehmensberater bin, sondern weil ich die Unterschiede im Umsatz und den Kosten und auch in anderen Bereichen kenne: Warum setzen Leute fünfstellige Beträge leichtfertiger ein, als beim Autokauf? Selbst wenn der nur 10% dessen kostet? Natürlich kostet die Erstellung eines Businessplanes Geld. Dazu kommt noch die Begleitung, die auch nicht für paar hundert Euro zu machen ist. Aber was ist das für eine Relation?

Viel Erfolg.

Zu Deiner Zusatzvereinbarung: Natürlich sind solche Vereinbarungen nicht möglich, da sie einem Fremdvergleich nicht Stand halten. Übrigens Fremdvergleich ist strenger zu verstehen, als man so gemeinhin denkt. Ich könnte mir einen GF vorstellen oder sogar: DAX-Vorstände haben das alles im Vertrag. Nein. Es hat sich in vielen Bereichen eine Rechtsprechung zum Umgang mit den Gehältern etabliert. Die hat auch gegenüber der Praxis ein gewisses Eigenleben.

Ich habe keinen Businessplan...? Da muss ich dir leider Widersprechen. Ich kann dir bezüglich des GF Gehaltes auch nicht zustimmen, denn ich kann sogar auf ein Festgehalt verzichten und mir einen Stundenlohn zahlen. Und ja das hat mir mein Steuerberater bestätigt. Als Nachweis reichen lediglich Stundenzettel.

Der Fremdvergleich muss auch in Relation mit dem Umsatz bzw Gewinn stehen. Nur weil ein anderer GF in meiner Branche ein Gehalt von XY bezieht, muss das nicht für alle anderen gelten. Besonders nicht für Existenzgründer! Was bringt mir ein tolles Gehalt, wenn ich mit der nächsten Lohnabrechnug den Insolvenzantrag stellen kann?

P.S. Praktiker hatte bestimmt auch einen Super Businessplan mit tollen Zahlen und ist dennoch Pleite gegangen.... Businessplan schütz vor Insolenz nicht!

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@Masama

So weit kann es mit dem Businessplan nicht her sein. Sicher wird das GF-Gehalt eine wesentliche Rolle bei der Liquidität spielen und dann so eine Frage. Damit ist die Aussagefähigkeit, die Qualität und die Sorgfalt belegt.

Ob Dir Dein Widerspruch Leid tut oder nicht ist unerheblich.

Die Sache mit den Stundenzetteln, sehr schön. Die finden mit Sicherheit bei Deinem Finanzamt eine Akzeptanz wie Fahrtenbücher. Ich habe höchstrichterliche Rechtsprechung in Erinnerung, da hat ein GmbH Gesellschafter-Geschäftsführer sich auf dieser Basis entlohnt. Bei Notdiensten hat er sich auch Zuschläge gezahlt.

Das oberste Gericht hat nach meiner Erinnerung der Finanzverwaltung recht gegeben. Da Stundenlohnvergütungen bei Geschäftsführern unüblich sind und auf Gehalt keine Zuschläge gezahlt werden können.

Das Problem mit Gehältern ist nicht das der Betrag an und für sich zu hoch ist. Das Problem besteht viel mehr darin, wenn das Gehalt durch äußere Umstände nicht mehr regelmäßig bezahlt werden kann.

Praktiker hat mit Sicherheit einiges falsch eingeschätzt. Die Unternehmensplanung ist damit für die Katz gewesen. Stimmt. Nur waren sie lange Zeit auf dem Markt und waren auch lange erfolgreich.

Ein Businessplan schützt sehr wohl vor Insolvenz. Weil ein Businessplan nämlich als Werkzeug richtig eingesetzt warnt. Jede Investition ist mit ihren Auswirkungen im Plan. Was für ein Aufwand und was für Effekte damit finanziert werden sollen. Und dann heißt es handeln wenn sich diese Effekte nicht einstellen. Und auch dafür bietet ein solcher Plan Vorstellungen oder Vorschläge. Und natürlich ist alles (auch mit den zu Grunde gelegten Annahmen) entsprechend zu prüfen.

Gerade wenn wegen knapper Kasse aber keine Korrekturen mehr möglich sind, dann kann der Businessplan noch dafür sorgen nicht weiter zu investieren und die Bude dicht zu machen. Es ist schließlich immer noch die Frage ob man einen Verlust oder einen Totalverlust realisieren will. In der Hektik stürmischer Geschäftsentwicklungen ist es fast aussichtslos noch entsprechende Gedanken zu formulieren. Auch dafür ist der Businessplan ein Gerüst.

Wer einen Businessplan für Kaffeesatzleserei hält, der sollte sich dann mal die Pressekonferenzen der ganz Großen in Deutschland anhören. Die planen natürlich aufwendiger. Aber Unternehmen wie VW, Siemens, Bosch, Deutsche Bank scheint das ja zu klappen.

Es gibt z.B. Steuerberater, die unterschreiben jeden Businessplan. Wenn der Gewinn hoch genug ist. Tragfähigkeit wird bescheinigt. Das liegt aber daran, dass sie von der Betriebswirtschaft keine Ahnung haben. Wie andere aus dem Chor genau so.

Seit etwa 20 Jahren habe ich immer wieder Vorausschauen erarbeitet. Der Textteil war ausgesprochen kurz früher. Zwischen Liquiditäts- und Ertragsvorschau wurde nicht unterschieden. Von Anfang an habe ich die Schließung der jeweiligen Gründung auf den Monat genau voraus ermittelt. Was die Businesspläne gut macht, dass gilt für alle Dinge: Man braucht entsprechende Erfahrung und manchmal auch Talent.

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@Dirk-D. Hansmann

Hier gehen unsere Meinungen ganz klar auseinander. Es mag ja sein das es höchstrichterliche Rechtsprechungen gibt, dennoch gibt es sogar GF die sich gar kein Gehalt auszahlen. Das ist mit Sicherheit auch unüblich und trotzdem wird es praktiziert.

Zu meinen Businessplan: Ich habe mein Unternehmen mit geringen Eigenkapital gegründet und arbeite seitdem ausschließlich mit dem CF - keine Kredite etc. Deswegen musste ich von Anfang an daran arbeiten ohne Fremdmittel arbeiten zu können und das ist mir gelungen.

Jetzt gründe ich eine UG und will schnellstmöglich das nötige Stammkapital ansparen um die UG iwann umzuwandeln. Das gelingt mir am schnellsten wenn ich mein Gehalt den aktuellen Monatsumsatz anpasse, anstatt mich am CF des Vormonats zu bedienen damit ich mir ein Festgehalt auszahlen kann.

Nun, jeder gründet anders und hat seine eigenen Prioritäten. Das sind meine und wie ich finde recht vernünftig. Ob das Finanzamt ein Problem damit hat, dass ich mir einen Stundenlohn zahle damit meine UG mehr Gewinn macht, wird sich dann wohl zeigen.

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