gezwungen werden in eine klinik zu gehen?

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9 Antworten

Das problem kenn ich nur zu gut. Zwingen kann sie dich nicht, weil nur wenige kliniken unwillige patienten da behalten können, wenn diese keine akute gefahr für sich selbst und/oder andere darstellen.

Andererseits hab ich damals auch in genau deiner situation (nur war ich etwas älter) genau diesen schritt gewagt- von der ambulanten therapie, die mir nicht geholfen hat zur stationären. Es klingt als wolltest du nicht, dass deine freunde über deine probleme wirklich bescheid wissen und als wäre es schon schwer genug überhaupt zur therapie zu gehen... jedenfalls war das bei mir so. Nur meine beste freundin und meine eltern wussten überhaupt bescheid. Ich hab mich zu sehr geschämt. Meine eltern waren krank vor sorge (was mich fertig gemacht hat) und meine beste freundin konnte nicht damit umgehen und hat mich angeschriehen (was auch nicht so toll war). Also wollte ich denen auf keinen fall sagen, dass es "so schlimm" ist, dass ich stationr muss.

Ich habs trotzdem gemacht und es war gut so. In der Schule usw hab ich allen gesagt, ich hätte wirklich schlimmes Pfeifersches Drüsen Fieber und bin deshalb nicht da/kann nicht besucht werden. Ich hatte unglaubliche angst vor der klappse und vor den leuten, pflegern, ärzten und davor allein zu sein. Die ersten 3 tage waren schlimm, aber danach wurde es zur besten zeit meines lebens, weil ich endlich leute hatte, die mich verstanden haben, auch ohne dass ich mich erklären konnte. Mit den Mädels hab ich immernoch kontakt und wir treffen uns mindestens zwei mal im jahr, auch wenn wir aus verschiedenen teilen von DE kommen.

Du sagst 3Monate... machst du dann DBT? Das program ist super und hat vielen geholfen (auch wenn meine ambulante gruppe damals sinnlos war, hat das stationäre geholfen)

Ich würde den schritt wagen. Zur not, kannst du immernoch abbrechen. Das nimmt dir niemand krumm. Denn wie gesagt: es kann dich keiner zwingen eine verhaltenstherapie zu machen. liebste Grüße und alles alles Gute!!!

Grundsätzlich bist du ein freier Mensch und niemand kann dich zwingen in eine Klinik zu gehen. Was dein Therapeut allerdings tun kann ist die Therapie mit dir abzubrechen, falls er der Meinung ist, dass du oder er mit der Situation nicht klarkommen. Das wird er aber immer vorher mit dir besprechen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das passiert nur weil du nicht in die Klinik willst.

Zunächst aber, solltest du die Angst davor verlieren. Ich weiß es ist verdammt schwer überhaupt zu jemandem Vertrauen zu fassen und sich zu öffnen, aber in den Kliniken wollen die einem wirklich nur helfen. Wenn du in eine Klinik gehst (3 Monate) klingt das ja nicht nach Akutintervention, sondern nach Psychotherapie. Und das bringt schon sehr viel, auch bei Borderline (sag ich aus Erfahrung). Da gibt es normalerweise auch nicht nur die Möglichkeit stationär aufgenommen zu sein, sondern man kann auch oft Tagesklinik machen. Das heißt: Du bist tagsüber 8 Stunden in der Klinik und gehst aber am späten Nachmittag nach Hause. Was für dich vielleicht besser ist solltest du versuchen mit deinem Therapeuten gemeinsam rauszufinden.

Um ein wenig die Angst davor zu verlieren könntest du ja mal ganz unverbindlich eine Klinik anschauen gehen und vielleicht mit den Schwestern dort mal reden und fragen wie das so ablaufen würde. Die sind bestimmt hilfsbereit und können dir vielleicht die Sorge und Angst ein wenig nehmen.

P.S.: Ich weiß das klingt jetzt doof. Aber was du deinen Freunden sagst sollte erst mal nicht sooo wichtig sein. Weißst du, wenn du wirklich eine stationäre Therapie brauchst, dann bist jetzt erst mal nur du dran und was die anderen angeht sollte mal ziemlich egal sein. Wirst sehen... der Kontakt zu anderen Betroffenen tut auch wahnsinnig gut.

Ich denke, du solltest auf jeden Fall in die Klinik gehen. Du wirst sehen, dass es dir gut tut und eine wundervolle Erfahrung ist. Ich hatte schwerste Depressionen (Bipolar II) mit wenigen und kurzen Phasen von Manie (Glück), leider haben die Depressionen extrem überwogen und ich wollte mir das Leben nehmen. Lange Rede kurzer Sinn, ich wollte in keine Klink, ich dachte, das muss auch so gehen, ich will mit sowas nix zu tun haben. Man hat mich überzeugt, Gott sei Dank, und ich dann war erst in einer psychosomatischen Klinik und dann über sechs Monate in einer Psychiatrie. Beides war gut. Ich weiss, es ist kaum zu glauben, von außen... Aber du triffst Menschen, die das durchmachen, was auch du durchmachst. Du wirst verstanden. Dir wird geholfen. Du bist wichtig, deine Probleme. Und niemand zweifelt an der Ernsthaftigkeit deiner Probleme. Eine Erleichterung. UND ich habe dort die engsten Freundschaften meines Lebens geschlossen, von denen viele heute noch Bestand haben. UND ich bin heute (fast) ganz gesund. Mit fast meine ich, dass es noch selten geringe, aber sehr abgeschwächte Phasen gibt. Aber damit kann ich wirklich gut leben und auch wieder Vollzeit arbeiten. ALSO trau dich! Ich wünsche dir, dass du dich traust, ganz ehrlich. Du schaffst dass! Liebe Grüße Laura

Ich würde auf den Rat der Therapeutin hören. Du willst doch , dass Du gesund wirst. Je nachdem, was Deine Freunde schon wissen: Sage ihnen , dass Du ins Krankenhaus musst.Wenn sie wissen welcher Art Deine Krankheit ist, dann werden sie das verstehen.

Würde die Raten mit Ina Weber Selbsthilfegruppe des Bundesverbandes Psychiatrie Erfahrene Kontakt aufzunehmen.

Tel.: 06321 – 95 49 034

Die kann dich nicht zwingen sofern sie eine reine Therapeutin ist, wenn sie Psychiaterin ist wirds gefährlich. Aber letztendlich liegt alles in der Hand deiner Eltern.

Zwingen kann sie dich nicht! Aber mache es, denn es geht um dich und nicht um deine Freunde!

Hey.

Ich bin 16 und auch sei 2 Jahren Borderlinerin. Folge dem Rat deiner Therapeutin. Ich war auch 7 Monate auf der geschlossenen. Aber es hilft .

Alles Gute.

Hi.. bin auch borderliner, seit 20 jahren,bin32, wad schon 9mal in der klinik zwischen 2wochen und 6 monate stationär.. mies! es ist besser nicht aufzugeben...schrecklich ich hoffe noch...

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