Gewürzseminar-Gutschein - keine Termine verfügbar - Veranstalter will keine Rückerstattung bewilligen?

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7 Antworten

Grundsätzlich gilt "keine Leistung ohne Gegenleistung"

Wenn der Anbieter gar nicht genug Seminarplätze anbietet, muss er den Preis selbstverständlich in voller Höhe erstatten.

Anders wäre es, wenn genügend Termin angeboten würden, ihr diese aber aus eigenen Gründen nicht wahrnehmen könntet.

Das wird schon einen Spezialisten brauchen- und GF ist ein Laienforum.  Verbraucherschutz mal fragen bzw. auch informieren?

Ich denke auch,e s ist ja eins, dass man mal keinen Termin kriegt.

Aber dass sioch da werr so rauslarifarit.. da hätte ich auch dasd Gefühl, ich bin einem Betrüger aufgesessen. Denn Anzahl der Kurse, da dann auch der Teilnehmer.. muss ja in irgendeinem Verhältnis zu verkaufter Gutscheinzahl stehen.

Plattes Beispiel: Ich kann nicht 1500 Gutscheine für Platzkarten einer Aufführung raushauen.. wenn ich nur 3 Aufführungen mache und da nur 30 Leute teilnehmen können.

Mein Gedanke also wirklich: Verbraucherschutz.  (Anwalt dürfte teurer sein)

Kann der Veranstalter die Gutscheine nicht einlösen, dann muss er ihnen Wertersatz leisten oder eine Alternative anbieten. In welchem Zeitraum das Seminar für den Gutschein wahrgenommen werden muss, sollte man den AGB des Veranstalters entnehmen. Wenn der Veranstlater die Zahlung verweigert und keine Leistung erbringen kann/will, kommt ggf. der Straftatbestand des §263 Stgb in Betracht wegen Betruges. Ggf. gibt es weitere Geschädigte, mal in googel schauen. 

Jeder, der einen Gutschein vorlegt, kann ihn einlösen. Der Gutschein ist ein sogenanntes kleines Inhaberpapier gem. § 807 BGB, das jeden, der es in Händen hält, zu seiner Geltendmachung berechtigt. Selbst, wenn ein Gutschein für eine bestimmte Person ausgestellt wird, kann der Aussteller an jede andere Person leisten, die ihm den Gutschein vorlegt.

Sie sollten daher überlegen, ob sie diese nicht weiter veräußern z.b. Ebay. Eine Klage mit Anwalt halte ich, sofern nicht rechtsschutzversichert für ein erhöhtes Prozessrisiko wegen 138 Euro, da ich die AGB des Veranstalter nicht kenne, bis wann der Gutschein für das Seminar eingelöst werden muss.

Dies wird am Ende eine der zentralen Fragen vor Gericht sein.

KaterKarlo2016

Maximilian112 15.08.2016, 13:37

 ob sie diese nicht weiter veräußern z.b. Ebay. 

Verkaufe gutaussehenden aber schlecht einzulösenden Gutschein.....

Ganz davon abgesehen ist das Problem dann nur auf eine andere Person verlagert.

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Droitteur 15.08.2016, 14:26
@Maximilian112

Aber vielleicht auf eine, die erst im nächsten Jahr teilnehmen möchte. Bevor gar nichts mehr geht (was ich persönlich natürlich versuchen würde), kann man eben im Herbst versuchen, an einen Termin zu kommen und diesen dann zu veräußern.

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Ich kann leider nicht die genauen gesetzlichen Grundlagen nennen, aber ihr habt eine Leistung gekauft die der Verkäufer nicht erfüllen kann oder will.

Er kann viel auf seine Gutscheine aufdrucken was ausgeschlossen ist: Wenn er keine Leistung erbringt, wenn keine Möglichkeit vorhanden ist den Gutschein einzulösen, wird er wohl das Geld wieder Rückzahlen müssen.

Der Zeitpunkt erscheint mir allerdings noch etwas verfrüht für eine Rückforderung.

Irgendwo muß es ja ein Niederschrift geben, unter welchen Voraussetzungen diese Gutscheine einzulösen sind - wie sind dort die Einlösemöglichkeiten vorgesehen?

lass dir schriftlich bestätigen dass die Termine die du möchtest alle nicht mehr buchbar sind. (am besten du schreibst eine Mail mit 5 - 6 Terminen an denen du das Seminar buchen wollen würdest....) und sobald er dir alle Termine schriftlich absagt, schreibst du hinterher,

dass du eine Rückerstattung des Gutscheinwertes auf Konto...... möchtest, da es trotz Angabe von 6 möglichenTerminen nicht möglich ist, den Gutschein einzulösen.

Das müssen sie dann auch, denn ein Gutschein beinhaltet das Recht auf einen Gegenwert in einer angemessenen Zeit

Das ist in einem Punkt schon recht vage:

Wer hat denn den Gutschein ausgegeben? Von wem wurden die Gutscheine dann gekauft, von der Ausgabestelle oder von Dritten? Gibt es Vertragsbedingungen? Wie lauten die?

Zunächst mal schaut man in die Verkaufsbeschreibung und die Vertragsbedingungen. Da steht oft schon was drin.

Wenn nicht, wird es problematisch. Gutscheine werden nach dieser Norm behandelt:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__807.html

Wenn man die in Bezug genommenen Paragraphen durchschaut, wird man auch nicht wirklich schlauer. Das von Dir gewünschte "Rückgaberecht" könnte sich nur nach allgemeinen Grundsätzen wie Treu und Glauben ergeben.

Droitteur 15.08.2016, 12:50

"Wenn man die in Bezug genommenen Paragraphen durchschaut, wird man auch nicht wirklich schlauer."

Das ist dann regelmäßig ein Wink, weitere Paragraphen in Bezug zu nehmen^^

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