gewollt schwanger und auf einmal will ich es nicht mehr

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hmmm.... erst mal keine Panik, vielen Frauen geht es durch die Hormonumstellung so, da passiert etwas, was so gar nicht in das Bild der glücklichen Schwangeren gehört (angeblich!) Auf deine Hormonausschüttung hast du keinen Einfluss. Andere erbrechen ständig.. Kein Wunder dass du Angst hast, nach den Erfahrungen der letzten Geburt. Melde dich so schnell wie möglich bei deiner Hebamme und lass dich von ihr begleiten. Sorge dafür, dass du dich wohl fühlst und ernähre dich gesund und regelmässig. Du liebst dein Kind, genau so wird es auch mit dem neuen Baby sein. Trau dir zu, dass du es schaffst. Deine Kleine wird sich auf das Baby freuen und dir gelingt das auch! Sprich mit deinem Mann und erkläre es ihm, du brauchst Schutz und Zuwendung. Deine Eltern lässt du mal da wo sie sind, vielleicht kann den Mann mit ihnen sprechen, dass sie dich nicht so negativ bedrängen sollen. Ich finde es sehr mutig, dass du dich mit deinem Problem meldest. Du bist nicht die einzige Frau, der es so geht, nur redet kaum jemand darüber, deshalb staut sich dann die Angst so auf. Alles Gute, du darfst dich gerne bei mir melden, wenn es dir nicht gut geht!

Der interessanteste Satz aus dieser Antwort:

"da passiert etwas, was so gar nicht in das Bild der glücklichen Schwangeren gehört (angeblich!)"

Das gut eingeprägte Bild der werdenden Mutter, die verträumt lächelnd im Schaukelstuhl sitzt und den Bauch streichelt...

KANN sein, MUSS aber nicht!

Es ist also keine Schande, wenn man andere Gedankengänge hat, die einem vllt Angst machen.

Sehr schön, Goodnight!

Und Dir, undnuxy: Man wächst mit seinen Aufgaben!!! Es wird sich alles genau so einlitern, wie es mit Deiner ersten Tochter war. Gib Dir / Euch die Chance!

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@wiralle2010

@wiralle Danke für die Blumen, deine Kommentar ergänzt meine Antwort perfekt. Wenn man bedenkt, vor welchen Aufgaben eine Mutter steht, darf frau auch Angst haben.

DH!

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Danke für deine liebe Antwort.

Ich glaube, es ist wirklich eine Mischung aus zwei Ängsten: zum einen dass es danach wieder so wird wie bei meiner Tochter. Das schaffe ich nicht nochmal. Werde mit meinem FA reden müssen und mir vielleicht diesmal wird nicht nur ne Nachsorge Hebamme suchen sondern auch eine für vorher. Habe schon überlegt, ob es nicht Sinn machen würde, die Dinge von damals irgendwie aufzuarbeiten. Das Problem ist, dass mir damals obwohl es mir so beschissen ging, alle abekauft haben, dass alles wunderbar ist. Ich habe offensichtlich eine ziemlich gute Fassade. Kann man prophylaktisch etwas gegen eine Wochenbettdepression tun? Ich würde es sogar mit Akkupunktur und Globulis versuchen, so verzweifelt bin ich. ;)

Und zum anderen die Angst vor der Reaktion meiner Eltern. Ablehnung. Das trage ich bei jedem Treffen mit mir rum. Ich möchte es erzählen, weil ich will, dass mene Mutter sich um mich kümmert, dass sich wengistens jemand um mich kümmert, mir was zu essen macht, wenn ich da bin und sich für meine Gefühle und körperlichen Diinge interessiert. Und wenn genau das Gegenteil eintreten sollte... Ich werde einfach warten bis es mir besser geht, denke ich. Wenn die magischen ersten drei Monate rum sind, sollten die Übelkeit und auch die Hormonumstellungsbedingten Verrücktheiten zumindest besser sein, vielleicht kann ich dann mehr verpacken.

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@undnuxy

Von Herzen gerne! :)) Es ist eine gute Idee mit deinem FA und einer Hebamme zu reden, die grösste Hürde ist dann genommen, weil du dann die nötige Fürsorge bekommst. Deine Geschichte muss sich ganz und gar nicht wiederholen, du hast sie nämlich schon mal ganz allein geschafft. Das ist eine gute Erfahrung! Wichtig ist nur eines sofort Hilfe holen bei Leuten die etwas davon verstehen. Kann ich gut verstehen, dass du dir Fürsorge und Behütung von deinen Eltern wünschst. Schwangere brauchen diese Zuwendung und Sicherheit einfach. Sprich mit deinem Mann darüber, er wird dir vieles geben können, wenn er verstanden hat, wie es dir geht. Auch deine Tochter wird dir eine gute Unterstützung sein, wenn du siehst wie sie sich freut. LG

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Ich glaube du hast einfach (unbewusst) Angst, dass es dir nach der Geburt wieder so schlecht geht. Um dir das nicht eingestehen zu müssen, suchst du andere Gründe wie z.B. dass deine Eltern dagegen wären. Das geht sie nichts an und das weißt du auch. Dein Mann tut mir leid, er wird jetzt schon 'bestraft' für etwas was du ihm unterstellst, das er später erst tun wird (deiner Meinung nach), nämlich dich alleinlassen. Er hat gar keine Chance. Du solltest dich dringend beraten lassen. Pro Familia ist nicht nur für Frauen die abtreiben wollen, sondern für jede Lebenslage. Du hast dich für das Kind entschieden, deine Überzeugung muss jetzt gestärkt werden, damit du dich auch auf dieses Kind freuen kannst. Wenn man dir eine Therapie vorschlägt, nimm das Angebot an, denn Sätze wie

Dass ich im Jetzt zufrieden und glücklich mit meiner Rolle als Mutter bin, ist wichtiger als mich schuldig zu fühlen, dass ich es in den ersten Monaten nicht war.

kann man auswendig lernen und immer schön aufsagen. Aber man fühlt es nicht und solange hat man es nicht verarbeitet.

Ich würde es vielleicht gern aufarbeiten, denke ich schon eine Weile. In der Hitliste der beschissensten Zeiten meines Lebens rangieren diese Wochen und vielleicht auch Monate ziemlich weit oben. Aber wer ist da der richtige Ansprechpartner? Ein "normaler" Psychotherapeut?

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@undnuxy

Das könnte man dir bestimmt bei der Beratungsstelle sagen. Und ich denke, es wäre wichtig für dich, denn du bist damit noch nicht 'fertig' in dem Sinne, dass du es wirklich abhaken könntest (nicht vergessen). Gib euch eine Chance, du machst dir soviele Gedanken, andere setzen ohne nachzudenken einfach Kinder in die Welt. Ich glaube, das Kind hat sich die Richtige(n) ausgesucht, wenn man das so sagen kann und du lass dir doch ein bisschen Platz für Hoffnung, dass es nach dieser Geburt ganz anders sein kann :o)

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Ganz kurz und knapp: Versuche es doch mit einer Beratungsstelle vor Ort, z.B. Pro Familia. Es tut immer gut, sich jemandem anzuvertrauen. Ein Versuch ist es wert!

An alle Mamas, Darf man an dieser Stelle seinen Ärger äußern?

Heute ist ein altes Thema aufgekommen, was mich aber ganz schön dolle sauer macht.

Mein Freund erklärte sich die doch sehr zurückweisende Haltung seiner Mama unserer Tochter gegenüber so: „na so wie du sie behandelt hast, als sie dich besucht hat!“

Ich hatte eine für mich sehr schwere Geburt, die kleine wäre zwei mal fast gestorben. Ich hab vorher und nachher keinen Schlaf gehabt und hatte nach der 21 Stunden Geburt kein eigenes Zimmer, musste um 1 Uhr nachts im Stillzimmer untergebracht werden. Da könnte ich nicht schlafen, zumal meine Tochter die ganze Zeit geschrien hat. Erst am Nachmittag darauf hab ich ein Zimmer bekommen, meine Tochter beruhigte sich gerade, ich war 35 Stunden wach und wollte meine Augen schließen.

Und da stand die Schwiegermama in der Tür.

Ich war geschockt, wütend und fühlte mich hilflos. Mein Bett hatte überall Blutflecken und ich war schwach und völlig übermüdet.

der Punkt ist:

wir hatten geschrieben, dass ich noch keinen besuch empfangen kann. Und ich hatte im Krankenhaus eine Verfügung unterschrieben, dass niemanden meine Zimmernnummer mitgeteilt wird. Trotzdem bekam sie sie an der Rezeption.

ich werde ihr sicher sauer gesagt haben, dass ich das nicht so schön finde. Mein Freund war nicht dabei, glaubt aber seiner Mutter, die schwört: sie werde nie vergessen, wie sie zu mir war.

Ich war auf keinen Fall ausfallend oder ähnliches, aber ich hab mit Sicherheit gezeigt, dass ich es nicht toll fand (nach 36 Stunden wach sein und so einer Geburt) dass sie meinen wunsch noch zu warten nicht respektiert. Es macht mich jetzt 6 Jahre später traurig, dass mein Freund nicht hinter mir steht.

ist an dieser Stelle, in der damaligen situation eine Ehrliche Reaktion wie meine, nicht legitim. Hätte ich Lächeln und faken sollen, dass sie mich besucht??? Ich weiß es selbst nicht mehr... :-(((

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