Gewohnt- Gewöhnt

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6 Antworten

Gewohnt kommt von wohnen (ich habe in diesem Haus gewohnt), und gewöhnt von Gewöhnheit (ich bin es gewöhnt, abends zu duschen). Ist teilweise aber auch umgangssprachlich und nicht immer korrektes "Amtsdeutsch".

Gewöhnt kommt von Gewöhnung, gewohnt hat mit Gewohnheit zu tun. Wer sich an etwas gewöhnt, der macht sich mit etwas vertraut, findet sich mit etwas ab, gewinnt es womöglich sogar lieb.

Wer etwas gewohnt ist, der kennt etwas, hat Übung und Erfahrung darin, was aber noch lange nicht heißen muss, dass er es deswegen auch schätzt. Gewöhnt wird immer mit der Präposition "an" gebraucht, gewohnt hingegen nicht.

http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-gewoehnt-gewohnt-a-314582.html

"Ich bin es gewohnt zu arbeiten" - "Ich habe mich daran gewöhnt zu arbeiten"

SomeWhere72 24.08.2012, 14:13

Wollte ich auch schreiben:)

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HisGirl14122010 24.08.2012, 14:16
@BabaBaby

hat Baba noch schnell gegooglet? Eben stand da doch noch etwas ganz anderes ^^ und so schnell kann ein Mensch einen einzelnen Satz ja nicht zu einem solchen Text umschreiben ;)

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BabaBaby 24.08.2012, 14:18
@HisGirl14122010

Ja, erst hatte ich nur das eine Beispiel, Quelle hab ich aber auch angegeben! =)

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Annuk 25.08.2012, 12:05

cool, hier lernt man was!

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Ich bin Straßenlärm gewohnt, da ich früher an der Autobahn gewohnt und mich an den Lärm gewöhnt habe.

Wie gewohnt hat man sich daran gewöhnt.

Man erlebt etwas wie gewohnt und gewöhnt sich an Dinge.

HisGirl14122010 24.08.2012, 14:15

Aus dem Duden;

gewohnt / gewöhnt: Diese beiden Wörter werden heute im Allgemeinen folgendermaßen unterschieden: gewohnt bedeutet durch [zufällige] Gewohnheit mit etwas vertraut und wird nur noch in gehobener Sprache mit dem Genitiv, sonst mit dem Akkusativ verbunden (vor allem ist die Konstruktion mit zu + Infinitiv üblich): Mister Lewin wurde geradezu amüsant, da er Wein nicht gewohnt war (Frisch). ... schon die Frage, wie ich geschlafen habe, verdrießt mich, weil ich in Gedanken schon weiter bin, gewohnt, voraus zu denken (Frisch). ... dem Ton seiner Stimme war nur anzumerken, dass sie ... zu befehlen gewohnt war (Ott). Demgegenüber bedeutet gewöhnt durch [bewusste] Gewöhnung mit etwas vertraut, womit meist ausgedrückt wird, dass etwas auf jemanden einwirkt, dass etwas bewirkt wird. Heute verbindet man gewöhnt mit der Präposition an: ... ich bin an solche Sprache nicht gewöhnt (Maass). Belisar ..., der von Constantinopel her an manches gewöhnt war (Thieß). Nicht korrekt ist es, gewöhnt - wie gewohnt - mit einem Infinitiv zu verbinden oder mit dem Genitiv oder Akkusativ. Ebenso ist es nicht richtig, gewohnt mit der Präposition an zu verbinden. Man unterscheidet heute also: Die Kinder sind gewohnt (= es ist ihre Gewohnheit, es ist Brauch bei ihnen) / daran gewöhnt (= regelmäßige Wiederholung hat eine Vertrautheit damit bewirkt), sich regelmäßig die Zähne zu putzen. Ferner: Sie ist an schwere Arbeit gewöhnt (worden) / ist schwere Arbeit gewohnt (= hat Übung, Erfahrung darin).

(c) Dudenverlag 1998

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Ich habe in diesem Haus gewohnt.

Ich habe mich an die Kälte gewöhnt.

Alles klar?

Als ich in dieser Stadt GEWOHNT habe, habe ich mich an die Menschen dort GEWÖHNT.

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