Gewohnheitsreicht - Nachbar über unser Grundstück

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6 Antworten

Entscheident ist die Dauer, wie lange gibt es diesen Weg? Ich würde einen Anwalt einschalten.

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Kommentar von Shazadi
01.11.2012, 23:01

Den Weg gibts wohl seit 30 Jahren, aber seither haben jeweils die Eigentümer gewechselt. Ich würd sogar drauf wetten, daß die Nachbarn gar nicht wissen, daß es kein öffentlicher Weg ist, denn er ist durch einen Zaun vom Rest unseres Grundstücks getrennt, inklusive Gartenpforte. Wir wußten es selbst nicht, sind aber stutzig geworden, als wir jetzt die Flurkarte bekommen haben und dort kein Weg eingezeichnet ist. Grundbuchamt und Liegenschaftsamt haben dann bestätigt daß es unser Grundstück ist. Da dieser Weg wegen des Hangs das mehr oder weniger einzige ebene Stück Garten ist das wir haben, ist das eben für spätere Dinge wie Terrasse oder Pool die einzige Alternative. Wie gesagt bis dahin dürfte er ja noch durchfahren, aber es sollte schon klar sein, daß das unser Land ist und jederzeit ein Ende haben kann. Er kann sich ja bis dahin um einen Alternativweg zur Garage kümmern.

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"Gewohnheitsrecht" gibt es nicht. Bei Grundeigentum müssdte ein Wegerecht, eine Baulast oder eion Nutzungsvertrag bestehen. Bevor Ihr irgendwelche Schritte unternehmt fragt den Voreigentümer, den Nutzer, das Grundbuch und das Baulastenvertzeichnis nach entsprechenden Vereinbarungenm/ Eintragungen.

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Kommentar von Shazadi
02.11.2012, 17:28

Wie gesagt, Eintragungen gibt es nicht und die Vereinbarungen mit dem Vorgänger sind für mich nicht bindend, da ich nicht eingewilligt habe.

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Normalerweise müsste ein Wegerecht eingetragen sein, Ob es da ein Gewohnheitsrecht gibt, müsste euch ein juristischer Fachmann sagen können. Ich weiß nicht, wie lange ihr da wohnen möchtet, würde aber vorschlagen, ihr setzt euch erst einmal mit dem Nachbarn zusammen und fragt ihn, wie man die derzeitige Situation wohl ändern könnte. Seid ihr erst einmal verfeindet, kann euch das Wohnen schnell unmöglich werden. Versucht es auf gütlichem Weg, Schilder könnt ihr dann immer noch aufstellen.

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Kommentar von Shazadi
01.11.2012, 23:17

Das Schild wär nur erstmal als Zeichen gedacht dass deutlich wird, es handelt sich hier nicht um eine öffentlich befahrbare Straße. Der Nachbar hat ja selbst so ein Schild da stehen und achtet auch ziemlich penibel drauf daß da keiner dran vorbeifährt. Das Schild kann man halt im Dunkeln übersehen wenn man nicht ortskundig ist und da wir erst 1 Monat hier Eigentümer sind, ist zur Zeit jeder Besuch von uns ortsunkundig. Das Schild wäre sicher auch ein Anlaß für den Nachbarn zu uns rüberzukommen und ein Gespräch anzufangen. Da könnte man dann ja klären, dass er zwar noch drüberfahren darf aber irgendwann der Weg schon zugemacht werden soll. Und halt nicht jeder Hans und Franz Durchfahrt hat. Sein Besuch/Handwerker kann ja auch ein paar Meter weiter auf der Straße parken.

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Wenn es wirklich dein Grundstück ist, diese Auffahrt, dann kannst du damit machen was du willst. Gewohnheitsrecht nur, wenn du dein Grundstück nicht umgestalten willst. Du brauchst ja die Auffahrt für Eigenbedarf. Und ja, an deiner Stelle würde ich einen Zaun oder Tor installieren lassen. Es stellt sich nur die Frage, wie kommt der Nachbar zu seiner Garage.

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Kommentar von Shazadi
01.11.2012, 23:06

Wie gesagt es gibt noch Alternativwege, allerdings müßte er sich dann mit dem andern Nachbarn kurzschließen. Derzeit gibts da einen Trampelpfad, unser Privatweg ist auch nicht mehr als eine Kiespiste, nur eben etwas breiter. Man kann sich da schon arrangieren, Oder er machts halt wie unser Vorgänger und baut sich die Garage unten an die Straße. Wir müssen unsere Einkäufe und Getränkekisten jetzt auch 66 Stufen hoch schleppen und können nicht vor die Haustür fahren. Wie gesagt, es muß nicht sofort passieren, aber irgendwann wollten wir das Gartenstück schon gern nutzen. Der Rest ist halt Steilhang.

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Wie wäre denn mal folgende Idee:

Eine nett formulierte Einladung zu einem gemeinsamen Abendessen mit gegenseitigem besseren Kennenlernen...

Die Einladung nett verpackt bei Nachbars vor die Tür legen oder in den Briefkasten stecken...

Und dann nutzt ihr die Gelegenheit und sprecht mal über diesen Weg... Und vielleicht kommt dabei sogar heraus, dass alle Beteiligten friedlich an die Umgestaltungen auf dem Grundstück herangehen können...

Viel Glück

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das gibt Krieg auf Lebenszeit da kann eigentlich nur ein Anwalt helfen.

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