Gewöhnt man sich an Klassik Musik?

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13 Antworten

Hallo,

zum Einstieg würde ich Dir diese CD empfehlen (Hundert Meisterwerke der Klassik), auf der Du einen Querschnitt durch wichtige Werke klassischer Musik findest, der über die eigentliche Klassik hinausgehend einen Bogen von der Renaissance bis zur Spätromantik schlägt, also etwa vier Jahrhunderte Musikgeschichte umfaßt und alle möglichen Musikrichtungen bietet. Da merkst Du ja, was Dir gefällt und von welcher Musik Du mehr hören möchtest. 

https://www.amazon.de/100-Meisterwerke-Klassik-Various/dp/B000J10460/ref=sr_1_6?s=music&ie=UTF8&qid=1472328463&sr=1-6&keywords=klassik

Im Laufe des Lebens ändert sich der Musikgeschmack. Ich z.B. habe als Jugendlicher vor allem Klassik gehört, bin heutzutage aber auch Hardrock gegenüber tolerant. Natürlich bin ich bei der Klassik geblieben, höre heute aber zusätzlich auch die Musik, die ich in der Jugend verschmähte, und weiß sie zu schätzen.

Gute Musik - egal, ob Pop, Rock oder Klassik - verdient es, aufmerksam gehört zu werden. Die Schönheit einer Fuge von Bach, die Genialität eines Franz Liszt, die Tiefe eines Liedes von Schubert gehen einem nicht gleich beim ersten Hören auf. Erst nach und nach beginnt man zu verstehen, welcher Reichtum hier verborgen ist.

Deshalb kann ich Dich nur zu Deinem Entschluß, die Palette Deiner Musikrichtung zu erweitern, beglückwünschen. 

Herzliche Grüße,

Willy

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Während meines Studiums hat mal ein Kommilitone eine Umfrage unter den Studenten gestartet, über welches Musikstück die Leute den Zugang zur klassischen Musik gefunden haben. Relativ oft genannt wurden »Das Lied von der Moldau« von Friedrich Smetana, »Die vier Jahreszeiten« von Antonio Vivaldi, das »Air« aus den Brandenburgischen Konzerten von Johann Sebastian Bach, die »Ode an die Freude« aus der 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens, die Einleitung von »Also sprach Zarathustra« von Richard Strauss und das »O Fortuna« aus der Carmina Burana von Carl Orff.

Bei mir war es ebenfalls Vivaldi. Das Aha-Erlebnis hatte ich mit knapp zwanzig.

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Wenn man vorher schon verschiedene Stile gehört hat ja .

Ich mag Rock , Blues , Pop , aber Paul Potts ,, Andrea Boccelli oder la traviata , cavalleria Rusticana höre ich auch gerne .

Also kein Problem . Es gibt so vieles 

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Wenn Du "umsteigen" möchtest, kannst Du entweder mit einer Sammlung berühmter Stücke aus allen musikalischen Epochen beginnen oder Du kannst versuchen, Aufnahmen zu finden, die Elemente enthalten, wie man sie auch in Popmusik hört. Denn selbstverständlich (auch wenn es von Klassikaposteln entrüstet verneint wird) orientiert sich die Klassikindustrie an der extrem viel erfolgreicheren Popindustrie und gibt durch ihre Veröffentlichungspraxis entsprechend auch Vorgaben über die Spielweise von Stücken vor. So etwas ist derzeit zum Beispiel fast immer der Fall bei sog. Alter Musik, weil die unter diesem Etikett verkaufte Musik sich in einen Stil, der "historische Aufführungspraxis" genannt wird - und viele Elemente mit der Popmusik gemeinsam hat - zusammenfassen und gut verkaufen lässt, da einheitliche Hörerwartungen des Publikums durch ein einheitliches Klangbild bedient werden. Das ist in etwa so wie mit einer Lieblingsband: Es kommen zwar neue Lieder, aber sie bleiben immer typisch diese Band...
Kurzum: zum Umstieg von Pop kannst Du es mit folgenden Werken probieren und sehen, was Dir gefällt. Dann kannst Du Dich bei dem Komponisten (oder dem jeweiligen Dirigenten) noch weiter umsehen.
Es hilft oft auch, sich Filme über die Komponisten anszusehen (z.B. Amadeus; Frühlingssinfonie; Giuseppe Verdi - Eine italienische Legende; Der Klang der Stille; oder auch Das Konzert; Rhythm is it!; Farinelli; Wie im Himmel; u.v.a.)
Falls alles "nichts hilft", könntest Du es nunächst auch mal mit Musicals versuchen.

Die in Klammern geschriebenen Stücke sind besondere Empfehlungen daraus

  • W. A. Mozart: Requiem; Dirigent: Nikolaus Harnoncourt (--> Confutatis)

    Dazu als Erklärung die Stelle aus dem Mozart-Film...

  • Vor allem, wenn Du Rock und E-Gitarren magst: J. S. Bach: Das Wohltemperierte Klavier; Die Kunst der Fuge; Musikalisches Opfer

  • G. Verdi: Requiem; Dirigent: Arturo Toscanini (--> Dies Irae, ab 7:45)

  • A. Bruckner: Te Deum (--> Aeterna Fac, ab 13:15)

  • A. Dvorak: 9. Symphonie "Aus der Neuen Welt" (4. Satz, ab 32:07) --> Das war eine Vorlage für die Filmmusik in "Der weisse Hai" und auch für "Sat Wars"....

  • L. v. Beethoven: 3. und 7. Symphonie (jeweils 2. und 4. Satz),




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Die Einzige Musik die es schafft, das sich die Härchen bei mir aufstellen ist die Klassische. Ich höre soviel Klassik nicht, eigentlich eher selten, wenn überhaupt nur, weil ich diverse Lieder auf dem Klavier nachspielen will um ein Feeling des Ausdrucks zu bekommen. Diese Musik geht durch Mark und Bein und ist bis jetzt die Einzige die sowas bei mir schafft. Da stecken Emotionen drin ;) Sowas wie Pop und R&B ist leichte Kost und auch schnell wieder aus den Gedanken verschwunden ;)

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Kommentar von Eisenkoenig
27.08.2016, 20:57

Hey danke,
Kannst du mir welche Künsteler empfehlen ?

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Kommentar von Eisenkoenig
27.08.2016, 21:10

Herzlichen Dank ;)

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Kommentar von LiloB
02.09.2016, 17:21

.... kann ich nachvollziehen,- und DANKE ,- daß Du nicht die übliche "Gänsehaut"-kriegen-Version zitiert hast. Die aufgestellten Härchen gefallen mir eindeutig besser - jedenfalls bei Klassikmusik!

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Wenn du mal etwas Neues probieren möchtest, tu das doch. Ob Du Dich daran "gewöhnst", wird sich dann früher oder später herausstellen. Das wird man jetzt noch nicht genau einschätzen können, es sei denn Du hast bereits das ein oder andere Werk der Klassischen Musik, das Dir gefällt. Ich selbst habe in den 80ern Pop, in den 90ern Blackmusic und ab den 00ern dann unter anderem mit Klassik weiter gemacht. Heute ist es eines meiner Lieblingsmusikgenres.


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Man kann sich an jede Musikrichtung gewöhnen - vorausgesetzt, es gefällt dir anfangs wenigstens ein bisschen. Je länger und ofter du es hörst, desto mehr wirst du Gefallen daran finden, sofern dir nicht irgendwann der Geduldsfaden reißt, diese Musik zu hören.

LG

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Ich glaube schon das man sich daran gewöhnen kann. Magst du Klassik denn, also gefällts dir? Wenn du es überhaupt nicht magst solltest du dich nicht dazu zwingen. 

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Kommentar von Eisenkoenig
27.08.2016, 20:55

Also gefallen tuen mir eigendlich nur bestimmte Klassik Lieder, aber ihr weiss nicht, welcher Kategorie ich diese zuordnen kann

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Ja natürlich kann man sich daran gewöhnen, ich höre eigentlich auch anderes, aber Klassische Musik hat irgendwie was, und ist (meistens) so schön melodisch! :-)

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Kommentar von Eisenkoenig
27.08.2016, 20:53

Danke, kannst du mir vieleicht einen tollen Künsteler oder Album zum Einstieg empfehlen ?

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Zu meiner Verblüffung ging das "Nessun Dorma" - gesungen von Paul Pott um die Welt - als "Hit" - und von Amira Willinghouse "O mio bambino caro",- alles auf youtube. Das ist in meinen Ohren - na ja,- sagen wir mal sehr, sehr sentimental,- aber als Einstieg,warum nicht? Und dann kannst Du, falls Du ein wenig in die Welt der Oper einsteigen möchtest,- die bekanntesten Arien von Puccini und Verdi hören. Bei der Konzertklassik Beethoven - oder Mozart - Du wirst oft das gefühl haben,; ah,- kenne ich. Das sind dann Musikstücke , die für die Werbung genutzt wurden. Und alles, was man schon kennt,- erfreut einen. Jedenfalls bei den meisten Menschen. Wirkliche Klassikliebhaber werden sich jetzt die Haare raufen,- aber ; als Einstieg - warum nicht?? Ich "mußte" als Kind immer im Radio die Wunschkonzerte hören- und irgendwann mochte ich die meisten Titel. Auch das ist nach wie vor eine Methode - Klassik-Radio hören(obwohl es inzwischen mehr Filmtitel sind) - oder z.B. NDR Kultur (vor allen Dingen sonntags oder sonnabends- Belcanto z.B.) .

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Man kann sich daran gewöhnen. Früher habe ich nur Popmusik gehört. Durch meine Bläsertätigkeit, wo ich auch selbst klassische Sätze spiele, bin ich auch zum Hören der Klassik gekommen.

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Gewöhnen kann man sich an alles. Weißt du denn ob du bestimmte Komponisten magst, wie zum Beispiel Beethoven oder Chopin?

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Menschen die Klassik hören, hören auch Pop, R&B, Jazz, Schlager und anderes.

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