Gewinnauszahlung für Auszubildender Eltern Hartz IV?

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4 Antworten

Wenn du genug anrechenbares Einkommen erzielst und damit deinen Bedarf bei deinen Eltern decken kannst,dann gehörst du auch als unter 25 jähriges Kind nicht mehr zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Eltern !

Du musst dann deinen Mietanteil usw. selber zahlen,dein Einkommen darf nicht auf den Bedarf deiner Eltern angerechnet werden.

Eine Ausnahme bildet hier nur das nicht mehr benötigte Kindergeld,wenn du also deinen Bedarf auch ohne bzw.nur mit einem Teil des Kindergeldes decken kannst,dann wird der nicht mehr benötigte Teil wieder zum Einkommen deiner Eltern und der wird dann bis auf max. 30 € Versicherungspauschale auf ihren Bedarf angerechnet,wenn diese 30 € nicht schon bei einem anderen Einkommen ( z.B. Erwerbseinkommen ) berücksichtigt worden.

Wenn du also derzeit 800 € Brutto hast stehen dir nach § 11 b SGB - ll Freibeträge auf Erwerbseinkommen von 240 € zu.

Du dürftest dann bei 800 € Brutto und Steuerklasse 1 um die 633 € an Netto auf dein Konto bekommen,nach theoretischem Abzug dieser ca. 240 € Freibetrag vom Nettoeinkommen bleiben noch etwa 393 € anrechenbares Erwerbseinkommen und dazu käme dein Kindergeld von derzeit 192 €.

Es müssten dann etwa 585 € gesamtes anrechenbares Einkommen pro Monat zur Verfügung stehen.

Von den angenommenen 585 € ginge dann dein derzeitiger Regelsatz von 327 € für ein Kind von 18 bis unter 25 ab,es blieben dann noch etwa 258 € für deinen KDU - Kopfanteil für Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und wenn diese bei 3 Personen 600 € beträgt liegt der Anteil bei jeweils 200 €.

Dein Bedarf läge dann also bei um die 527 €,du würdest also etwa 58 € von deinem Kindergeld jetzt schon nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung brauchen und die müssten jetzt schon auf den Bedarf deiner Eltern angerechnet werden,da sie ja sicher Einkommen haben würden dann auch die 30 € Versicherungspauschale entfallen,es sei denn nur einer der Eltern erzielt Erwerbseinkommen und der andere nur das Kindergeld.

Du gehörst dann also jetzt schon nicht mehr zur BG - deiner Eltern.

Also benötigst du von deinem Kindergeld derzeit zur eigenen Bedarfsdeckung noch etwa 134 € pro Monat ( 192 € - ca. 58 € was du zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr brauchst = ca.134 € ) und erst wenn du dann mal soviel anrechenbares Einkommen hast,dass du von dem Kindergeld gar nichts mehr brauchst,hat dein Einkommen keinen Einfluss mehr auf den Bedarf deiner Eltern,weil nur max.das volle Kindergeld auf den Bedarf der übrigen BG - angerechnet werden darf.

Danke für diese Ausführliche Beschreibung, das hilft mir sehr weiter. Ich habe dem beangato auch nochmal geantwortet, im Kommentar stehen noch detailliertere Informationen zum Sachverhalt.

Ich möchte die Diskussion gerne auf die Gewinnbeteiligung der Firma weiter lenken.

Der momentane Stand haben Sie mir deutlich erklärt. Wie sieht es aus, wenn ich von meinem Chef am ende des Geschäftsjahres eine Sonderzahlung bekomme von ca. 7000€? Wird diese Sonderauszahlung auf das Gesamtjahreseinkommen berechnet und dann dividiert auf die Monate oder wird dies als einmal Zahlung gesehen?
Wird somit der von Ihnen genannte Restbetrag von ca. 134€ vom Kindergeld auf die Leistungen meiner Eltern angerechnet?

Oder gilt die Sonderauszahlung nicht als Ausbildungsgehalt und wird als anrechbares Einkommen auf die Leistungen meiner Eltern berechnet?

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@Hesayom

In dem Monat wo du diese Sonderzahlung auf dein Konto bekommst hast du soviel Einkommen das dann schon mal für diesen Monat das komplette Kindergeld zum Einkommen deiner Eltern würde !

Dann hast du von deinem Erwerbseinkommen nach Abzug deiner angenommenen ca. 240 € Freibetrag nur noch um die 400 € anrechenbares Einkommen und dazu käme dann deine Sonderzahlung von angenommen 7000 €.

Dein Bedarf liegt aber bei derzeit um die 527 € pro Monat,also 327 € Regelsatz + deine ca. 200 € KDU - Kopfanteil und dann sollten die fehlenden ca. 130 € ( 527 € Bedarf - ca. 400 € anrechenbares Erwerbseinkommen = ca. 127 € / 130 € ) von den 7000 € erst einmal abgezogen werden

Der Rest des einmaligen Einkommens muss dann zwingend auf 6 Monate Bezugszeitraum verteilt werden,weil dieses einmalige Einkommen über deinem Bedarf von ca. 527 € liegt.

Das bedeutet dann schon mal das für die nächsten 6 Monate Bezugszeitraum soviel auf deinen Bedarf angerechnet werden würde,dass du vom Kindergeld nichts mehr benötigen würdest und das Kindergeld dann voll bzw.max.nach Abzug der 30 € bei deinen Eltern auf ihren Bedarf angerechnet würde.

Nach diesen 6 Monaten wird das einmalige Einkommen zum Vermögen,darf dann bis zum sogenannten Schonvermögen nicht mehr angerechnet werden,dass liegt bei minderjährigen bzw.bei unter 21 jährigen Kindern bei 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen = 3850 €,ab 21 kommt dann die Regelung 150 € pro Lebensjahr + diese einmaligen 750 € zum tragen.

Wenn du also nach diesen 6 Monaten über deinem Schonvermögen liegst ( darfst dein Vermögen erst mal nicht verschwenden wegen dem Kindergeld ),dann musst du den Überschuss erst mal sinnvoll zur Deckung deines Bedarfs einsetzen,dann brauchst du nämlich auch weiterhin dein Kindergeld zur Bedarfsdeckung nicht und es würde weiterhin auf den Bedarf der Eltern angerechnet.

Bei dem Einkommen kannst du dann auch ausziehen,dann gehst du weiteren Problemen aus dem Weg und dein Kindergeld steht dir dann von deinen Eltern auch zu,wenn sie dir nicht min. Unterhalt in Höhe des Kindergeldes ( derzeit 192 € ) zahlen,dann steigt auch wieder der Leistungsanspruch der Eltern.

Aber dann könnte die KDU - zum Problem deiner Eltern werden,wenn diese nach deinem Auszug nicht mehr angemessen ist,dann würde das Jobcenter diese in der Regel nur für weitere 6 Monate anerkennen und bei Bedarf auch übernahmen,also wenn kein oder wenig eigenes Einkommen vorhanden wäre.

Sie würden dann schriftlich zur Kostensenkung aufgefordert und wenn sie diese nicht senken können bzw.nach diesen 6 Monaten den Differenzbetrag von angemessenen zu unangemessenen KDU - nicht selber zuzahlen könnten,dann müssten sie sich in der Übergangszeit schon eine angemessene Wohnung suchen.

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@isomatte

Zunächst bedanke ich mich bei Ihnen für die Aufklärung.

Meine Frage bezieht sich auf das Schonvermögen/Vermögen nach den 6 Monaten. Ich darf dieses ja nicht "verschwenden" um weiterhin für die Bedarfsdeckung zahlen zu können, also der teil der über dem Schonvermögen liegt.
Was passiert wenn ich vor den 6 Monaten das Geld ausgebe und ich nach den 6 Monaten unter dem Schonvermögen liege? Wird die Einmal Zahlung trotzdem noch nach den 6 Monaten angerechnet wenn ich dann schon unter dem Schonvermögen liege, da ich dann in den 6 Monaten das Geld ausgegeben hätte?

Als Erläuterung, ich Arbeite ca. 1h Autofahrt von der Arbeit entfernt. Bin also Pendler und auch angewiesen. Mit der Bahn dauert die selbe Strecke 2h. Da mein Wagen langsam den Geist aufgibt hatte ich die Hoffnung auf ein Wirtschaftlicheres Auto umsteigen zu können, die Reparatur kosten lassen sich schwer mit dem Ausbildungsgehalt bezahlen. Mir ist bewusst dass das Luxus ist.

Ich möchte an der Stelle nochmal verdeutlich, dass es nicht darum geht den Staat auszunehmen. Die fragen dienen nur der Verständnis um meine Lage zu Erkennen.

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@Hesayom

Ich denke das würde darauf ankommen warum du den übersteigenden Betrag zu früh verbraucht hast !

Wenn es verschwendet wurde und du dadurch wieder vorzeitig bedürftig würdest,dann würde dir das Jobcenter diesen Bedarf dann max.als zinsloses Darlehen bewilligen.

Würdest du aber nachweisen können das du berufsbedingt auf ein Fahrzeug angewiesen bist und auch das dein vorhandenes ggf.durch Reparaturen den Zeitwert übersteigen würde und sich somit die Reparatur nicht lohnen würde,dann müsste das sicher anders bewertet werden.

Solange aber diese 6 Monate noch nicht um sind,ist dein einmaliges Einkommen auch noch kein Vermögen und somit müsstest du dann auch erst mal deinen fehlenden Bedarf aus dem Rest des noch Einkommens finanzieren,auch wenn du da schon unter deinem dir zustehenden Schonvermögen liegen würdest.

Weil eben dein einmaliges Einkommen erst nach 6 Monaten Anrechnung zum Vermögen und dann zum Schonvermögen werden würde.

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@isomatte

Wenn du auf dein Auto angewiesen bist bzw.mit dem KFZ - zur und von der Arbeit fährst,dann kannst du auch noch separate berufsbedingte Aufwendungen in Abzug bringen !

Könntest du aber in angemessener Zeit ( bei Vollzeit zwischen 2 - 2 1/2 Stunden für Hin - und Rückweg inkl.Wartezeiten / Fußwege ) auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und das dann billiger kommen als mit dem Auto,dann könnte nur diese Aufwendung geltend gemacht werden.

Also mit Auto kannst du für die einfache Strecke pro Km 0,20 € in Abzug bringen und dazu kommt dann noch die auf den Monat anfallende KFZ - Haftpflicht,wenn du noch andere gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen ( z.B. durch deine Ausbildung / Beruf ) zu zahlen hättest oder eine eigene Altersvorsorge die gesetzlich gefördert wird hättest, wie z.B. eine Riester Rente,dann könnte das auch in Abzug gebracht werden.

Du müsstest dann von deinen 100 € Grundfreibetrag auf Erwerbseinkommen alle diese Aufwendungen abziehen,dazu käme dann noch die in den 100 € enthaltenen 30 € Versicherungspauschale und 15,33 € pauschal für Werbungskosten.

Was dann über diesen 100 € Grundfreibetrag liegen würde kannst du auf Nachweis beim Jobcenter separat geltend machen,dass würde dann dein anrechenbares Einkommen noch einmal verringern.

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Stimmt die folgende Aussage im Bezug auf die Situation?

Ja, diese Aussage stimmt. Und das heißt auch, dass Deinen Eltern nichts gekürzt werden darf.

Und ja, Du musst zumindest Deinen Mietanteil und Kostgeld an Deine Eltern zahlen, da Du kein Mitglied der BG mehr bist.

Stellt sich die Frage ob ich noch in der BG bin... Ich gebe meinen Eltern monatlich Geld um Miete etc zu decken.

Habe hier ein Schreiben für die Vorläufige Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes.
In diesem Schreiben wird bei Auszahlung der Leistung mein Name nicht genannt, die Leistungen die meine Eltern erhalten wird unter dem namen des Vertreters der Bedarfsgemeinschaft gelistet.

Bei der Berechnung der monatlichen Bedarfe in Euro ist in der Spalte mit meinem Namen nichts angegeben, außer unter Berücksichtigung des personenbezogenen Einkommens in Euro.

Unter Höhe der monatlich zustehenden Leistungen steht in meiner Spalte nichts.

Bezieht sich das auf die Bedarfsgemeinschaft? Heißt das also ich bekomme überhaupt keine Leistungen? Wieder rum bezahl ich meine KDU selbst durch die Abgaben an meine Eltern?

Tut mir wirklich leid wegen den ganzen Fragen, aber es fällt mir durchaus schwer hier einen durchblick zu finden...

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@Hesayom

Nachfragen ist ok :)

Genau dieses Schreiben sagt aus, dass Du nicht mehr in der BG bist.

Du bekommst nichts mehr. Deine Eltern bekommen nur noch für sich Geld. Das Fehlende zahlst Du ihnen - Du "kostest" ja trotzdem noch was. Du verbrauchst z. B. Wasser.

Alles gut.

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@beangato

Können Sie die Aussage von Isomatte mit der Gewinnausschüttung also einer einmaligen Sonderzahlung bestätigen? Ich habe leider wenige quellen für einen so speziellen fall bekommen.

Es geht ja garnicht darum den Staat irgendwie großartig auszunehmen, ich möchte es einfach nur verstehen können.

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@Hesayom

Eine Gewinnausschüttung ist kein Erwerbseinkommen,genauso wie es Weihnachtsgeld auch nicht ist,deshalb wird es wie einmaliges Einkommen behandelt und wie das angerechnet wird habe ich erklärt,kannst es auch im Internet selber nachlesen !

Gibst du einfach mal ein ,, Anrechnung einmaliges Einkommen im ALG - 2 Bezug ".

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@Hesayom

Du bist doch gar nicht mehr in der BG. Also wird auch nichts angerechnet.

Als mein Kind nicht mehr in meiner BG war, sah mein Schreiben genau so aus.

Wärst Du Teil der BG, träfe die Aussage von isomatte zu.

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@beangato

@ beangato 

Du hast wohl das Kindergeld vergessen ?

Auch wenn das Kind keine Leistungen mehr vom Jobcenter bekommt und somit nicht mehr zur BG - der Eltern gehört,ist das Kind noch verpflichtet seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen und Angaben über Einkommen und Vermögen zu machen.

Das ist solange der Fall,bis das Jobcenter das komplette Kindergeld auf den Bedarf der übrigen BG - angerechnet hat und das ist hier noch nicht der Fall,weil das Kind zur eigenen Bedarfsdeckung noch um die 130 € vom Kindergeld benötigt.

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Beide Aussagen treffen hier in dem Fall noch nicht zu !

Den Eltern kann sehr wohl durch das Einkommen und Vermögen des Kindes etwas gekürzt werden,denn auch wenn das Kind keine Leistungen mehr vom Jobcenter bekommt und somit nicht mehr zur BG - der Eltern gehört,hat das Einkommen und Vermögen des Kindes noch Einfluss auf das Kindergeld.

In diesem Fall braucht das Kind selber noch einen Großteil des Kindergeldes zur eigenen Bedarfsdeckung und ein höheres Einkommen oder Vermögen hat dann Einfluss auf diesen noch benötigten Teil des Kindergeldes,denn dann würden die Eltern weniger Leistungen vom Jobcenter bekommen und müssen diese Kürzung mit dem Kindergeld ausgleichen.

Auch ist es falsch dass das Kind in diesem Fall zumindest seinen Teil der Mietkosten an die Eltern zahlen muss,eben darum nicht, weil es derzeit selber noch einen Großteil des Kindergeldes zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt,nämlich um die 130 € pro Monat und das haben die Eltern derzeit noch für den Bedarf des Kindes einzusetzen.

Wenn sich das Kind selber versorgen würde,also auch Kleidung selber waschen und kaufen,dann müsste es an die Eltern bei 200 € KDU - Kopfanteil derzeit nur um die 70 € zahlen und dazu noch der Kopfanteil für den normalen Haushaltsstrom.

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@isomatte

Du hast ja recht - ich denke immer nicht an das blöde Kindergeld.

Sollte der FG jedoch 25 sein, wenn die Gewinnauszahlung erfolgt, spielt das alles keine Rolle mehr.

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@beangato

Das ist korrekt,dann gibt es ja auch kein Kindergeld mehr was auf den Bedarf der Eltern bzw.der übrigen BG - angerechnet werden könnte !

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Mit der Ausbildung gehörst du nicht mehr zu bedarfgeminschaft was bedeutet du musst  dein Mietanteil selber zahlen andiene Eltern also die 200€ alles andre ist dein  und damit versorgst du dich dann  selber womit du auhc aus der bedarfgemeinschaft raus bis.Dein Kindergeld kann nicht angerechnet werden du bekommst es nicht und das   wird bei dienen Eltern angerechnet!

Also kannst du das  machen mit der  Firma!

Entweder liest du meine Kommentare auf deine Antworten nicht oder du bist beratungsresistent  !

Noch einmal,nur weil man bei den bedürftigen Eltern lebt bedeutet das nicht automatisch das man als Azubi nicht mehr zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) der Eltern gehört.

Das ist bei unter 25 jährigen erst der Fall,wenn der Bedarf mit dem eigenen anrechenbaren Einkommen gedeckt werden kann.

Wenn das Kind bei den Eltern wohnt spielt es keine Rolle wer das Kindergeld aufs Konto bekommt,solange das Kind noch Kindergeld zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt ist es Einkommen des Kindes und wird vorrangig auch nur auf den Bedarf des jeweiligen Kindes angerechnet.

Hat das Kind dann soviel anrechenbares Einkommen,dass es seinen Bedarf auch ohne bzw.nur mit einem Teil des Kindergeldes decken kann,dann wäre es aus der BG - der Eltern raus und dann wird das nicht mehr benötigte Kindergeld wieder zum Einkommen der Eltern.

Dieses würde dann nach evtl.Abzug von 30 € Versicherungspauschale auf den Bedarf der übrigen BG - angerechnet,wenn diese 30 € nicht schon bei anderem Einkommen ( z.B. Erwerbseinkommen ) berücksichtigt wurde.

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@isomatte

I   Im -sozialgesetzbuch stand   wen das Kind eine Ausbildung  macht gehört es nicht   mehr zur Bedarfsgemeinschaft kann sich  ja auch geändert haben.

2 Aber dann gilt wen das Kind sich selber versorgt kann  gilt es nicht mehr als Mitglied der bedarftsgemeinschaft!

3 Das  Kind   bekommt kein Kindergeld selber weil es die Eltern bekommen solange es dort wohnt!

Außerdem    mit dem verdienst netto ist klar das man  aus der Bedarfsgemeinschaft raus ist also  kann er auch das Angebot der Firma annehmen  aber das werden keine 1000ne  sein!

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@herakles3000

Das ein Kind mit einer Azubi Vergütung das noch bei den bedürftigen Eltern wohnt erst aus der BG - raus ist,wenn es seinen Bedarf mit eigenem anrechenbaren Einkommen decken kann war schon immer so,da hat sich nichts geändert !

Denn ein Azubi in betrieblicher Ausbildung mit Vergütung hat ja dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAB - wenn es noch bei den Eltern wohnt,deshalb bestand da schon immer Anspruch auf AG - 2 als Aufstockung,wenn der Bedarf nicht aus eigenem anrechenbarem Einkommen gedeckt werden kann.

Anders war es bei Kindern die Bafög - bezogen haben bzw.dem Grunde nach Anspruch darauf hatten,die haben dann nicht mehr zur BG - der Eltern gehört und die hatten auch keinen Anspruch auf ALG - 2.

Da kam dann nur ein Mietzuschuss zu den ungedeckten KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) in betracht,der wurde aber mit den Änderungen im SGB - ll zum 08.2016 abgeschafft,jetzt haben diese bei Bedarf auch Anspruch auf ALG - 2 und sind nicht automatisch raus aus der BG.

Wenn das Kind seinen Bedarf aus eigenem anrechenbaren Einkommen decken kann,dann ist es raus aus der BG - der Eltern,auch wenn das Kind noch minderjährig bzw.unter 25 wäre,dass ist KORREKT.

Das Kindergeld bekommt zwar evtl.nicht das Kind,dass wäre aber auch egal,selbst wenn die Eltern es dem Kind geben oder aufs Konto überweisen würden,es zählt aber nicht als Einkommen der Eltern,dass zumindest solange das Kind das Kindergeld zur eigenen Bedarfsdeckung noch selber braucht bzw.einen Teil davon.

Erst wenn das Kind seinen Bedarf mit seinem anrechenbaren Einkommen ohne bzw.nur mit einem Teil des Kindergeldes decken kann,wird das Kindergeld was das Kind zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr braucht wieder zum Einkommen der Eltern und das wird dann nach evtl.Abzug von max.30 € Versicherungspauschale auf den Bedarf der übrigen BG - angerechnet,wenn diese 30 € nicht schon anderweitig geltend gemacht worden.

Noch liegt das Nettoeinkommen bei ca. 630 € pro Monat,dass Kind ist zwar auch nach Abzug seiner Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll und mit einem Großteil des Kindergeldes aus der BG - der Eltern raus,aber solange der noch einen Teil des Kindergeldes zur eigenen Bedarfsdeckung braucht ist er auch weiterhin dem Jobcenter zur Auskunft über Einkommen / Vermögen verpflichtet.

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Die letzte Ausage ist richtig und sollte auf die spezielle Situation anwendbar sein.

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