gewinn pro tag

4 Antworten

Das kann man ungefähr schätzen. Z.B. das Kraftwerk Krümmel mit 1401 MW produziert pro Tag rund 33,6 Millionen Kilowattstunden Strom. Bei einem aktuellen Marktpreis von rund 60 Euro pro Megawattstunde (siehe European Energy Exchange AG: http://www.eex.com/en/Market%20Data/Trading%20Data/Power/Hour%20Contracts%20|%20Spot%20Hourly%20Auction/spot-hours-table/2011-04-20/PHELIX) kommt man somit auf einen Preis von 2,017 Millionen Euro für den Strom den das Atomkraftwerk pro Tag produziert (1401*24*60.=2017440). Geht man von ungefähr 800 festangestellten Mitarbeitern aus (s. z.B Memmingen; kkw-gundremmingen), macht das nochmal rund 3,2 Millionen Euro an Gehältern pro Monat, wenn man von Lohnkosten von etwa 4000 Euro für den Arbeitgeber ausgeht. Wenn man nochmal von rund 500000 Euro an Investitionen für die Sicherheit/Instandsetzung pro Monat (von mir grob geschätzt) ausgeht, kommt man für das Atomkraftwerk Krümmel somit auf einen Gewinn von:

58,83 Millionen Euro pro Monat

für das Beteiber-Unternehmen (Strompreis_pro_Monat minus Mitarbeitergehälter-Investitionen=2017000*31-3200000-500000).

Bei den Steuern die für den Staat noch anfallen, möchte ich keine Schätzungen abgeben, gehe aber eher davon aus, dass das nicht so sehr viel sein wird.

Grundsätzlich ist ein älteres Atomkraftwerk die Gelddruckmaschine schlechthin für EON und 'Partner'. Leider kann es aber auch nach hinten losgehen, besonders auch für den Steuerzahler wenn Politiker sich verzocken (s. Mappus EnBW-Deal).

Man sagt, so ca. eine Million pro Tag.

@ Rostock: Guter Ansatz, aber......Ich würde da gerne etwas mehr ins Detail gehen, denn:

  • Zu den Kosten gehören auch die hohen Kapitalkosten, => mildern den Gewinn

  • und natürlich die Abschreibungskosten + Rückbaukosten am Ende der Lebenszeit des AKWs => mildern Gewinn sehr stark und machen das AKW erstmal kaum zur Geldgrube.

  • Bei den durchschnittlichen Mitarbeiterkosten muss man bei AKWs von etwa 70.000, nicht 40.000 ausgehen. => Mildert den Gewinn nochmals

  • Zur Leistung des AKWs sollte man die Nettoleistung nehmen, nicht die Bruttoleistung. Die Netto-Leistung liegt etwa 6% niedriger bei den großen AKWs. => Mildert den Gewinn

Sehr wichtig:Die Kraftwerke laufen nicht non-stop, sondern meist nur etwa 80% im Jahr, teils oft deutlich weniger, und somit im Schnitt etwa 75%. (Mittelwert aus "Bisherige Leistung eines AKWs geteilt durch Anzahl der Jahre, die das AKW in Betrieb ist")

  • Also sollte man nicht von 365 Tagen, sondern von 274 Tagen ausgehen. => Mildert den Gewinn

  • Brennstoffkosten sind auch nicht ohne, wenn auch hier der extreme Vorteil der AKWs liegt, da sie sehr niedrig sind.

Dann gibts da noch Kosten für die Entsorgung / Wiederaufarbeitung etc.

Also sagen wir, dass ein AKW erstmal nicht so großen Gewinn abwirft, so lange es noch abgeschrieben wird.

Ist es einmal abgeschrieben, dann sind die Gewinne aber in der Tat beträchtlich. Ich vermute, dass es knapp 800.000 pro Tag (durchschnittlich) sind, die als Gewinne raus kommen.

  • Also 292 Mio € pro Jahr pro AKW, das so um die 1.400 MW Leistung hat.

Ich denke auch nicht, dass die Energiebetreiber nun arm sind, aber dass es nun einen hohen Investitionsaufwand gibt, da neue Kraftwerke benötigt werden, die schmutzigen Braunkohlestrom produzieren, ist wohl jedem klar.

Man MUSS unabhängig Strom haben. Egal, ob die Sonne nicht scheint, oder Schnee auf den Solarzellen liegt und der Wind nicht weht + Dürreperiode.

Daher MUSS man auch Braunkohlekraftwerke / Gaskraftwerke bauen. Die sind teuer, schmelzen die Glätscher und töten die Eisbären.Ich finds echt traurig , dass Deutschland das gemacht hat. - Die ganze Welt schüttelt jedenfalls mit dem Kopf, denn das Klima scheint allen ganz egal zu sein.

  • AKWs haben übrigens so gut wie keinen CO2-Ausschuss, Braunkohle am meisten von allen!

Hoffe, ich konnte helfen.

Gruß, Phil

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