Gewerkschaften: Warum treten sie für Lohngerechtigkeit ein?

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3 Antworten

Seit wann treten Gewerkschaften für Lohngerechtigkeit ein???

Wenn Gewerkschaften tatsächlich für Lohngerechtigkeit eintreten würden, dann würden die niemals prozentuale Lohnerhöhungen fordern. Ungerechter geht's nicht! Der, der ohnehin schon mehr hat, bekommt immer mehr oben drauf! Damit geht die Schere immer weiter auseinander.

Eine Stunde Lebenszeit des einen Menschen ist genauso viel wert wie die Stunde Lebenszeit eines anderen Menschen. Es ist durch nichts - weder durch Studium oder Ausbildung - zu rechtfertigen, daß Stundenlöhne derart auseinanderklaffen. Mit welchem Recht erhält ein Manager in einem Jahr mehr, als ein Arbeiter in seinem ganzen Leben je verdienen wird.

Der Mann von der Müllabfuhr ist für die Menschen genauso wichtig, wie ein Arzt oder ein Ingenieur und mit Sicherheit wichtiger als jeder Bankster.

Wer Vollzeit arbeitet sollte zumindest von seinem Lohn gut leben können. Die 8,50 € sind der totale Witz. Wenn man den Betrag wenigstens steuerfrei gestellt hätte, aber so hat ein Single nur unwesentlich mehr als ein Hartz IV-Empfänger. 

Gewerkschaften sind ebenso geschaffen worden wie politische und religiöse Idelogien: Erstens beschäftigt man die Menschen zwischen zwei Polen und hindert sie damit daran nach Lösungen außerhalb dieser Pole zu suchen und zweitens hat man ein wunderbares Mittel Menschen gegeneinander zu hetzen und bleibt der lachende Dritte im Hintergrund.

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und du meinst, so nach alter kommunistischer lehre muss jeder unabhängig von qualifikation und können, egal für welche arbeit immer ordentlich viel geld verdienen?

wozu gibt es denn den mindestlohn? was meint vater staat wenn es um den begriff des "existenzminimum" geht und was soll damit erreicht werden?

solange nicht qualifikation und können sowie leistungsbereitschaft die maßgeblichen parameter für das persönliche einkommen sind, solange wird jede sozialistische planwirtschaft "den bach heruntergehen", siehe ostblock und insbesondere DDR

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Kommentar von RodionKosmodrom
14.12.2015, 14:19

Die Aufstocker, die zukünftig jetzt 8,50 bekommen, haben zwar nicht mehr Geld in der Tasche, dafür wird die aber vollständig vom Arbeitgeber gefüllt. Der Staat spart sich so die Zuzahlung, und dem Lohnempfänger die Erniedrigung, als Bittsteller beim Amt vorstellig werden zu müssen. Die mit dem Mindestlohn Geschützten müssen sich nicht mehr der Zugehörigkeit zu einem Prekariat schämen, das von der Allgemeinheit mit Almosen gesponsert werden muss, sondern sie können als ordentlicher Teil des Arbeitsvolks an der Wirtschaftsgemeinschaft teilhaben.

Nebenbei bemerkt ist der so genannte Reale Sozialismus nicht "den Bach runtergegangen", sondern von seinen Machern, den kommunistischen Parteien des Ostblocks, weggeschmissen worden; und das nicht, weil die Bürger wegen der Mangelwirtschaft rebelliert hätten, sondern weil die Staatsführungen ihre Machtmittel und Ressourcen mit denen des Feindes im Westen verglichen und beschlossen hatten, das kapitalistische System zu kopieren, das aus seinem Volk einfach mehr Reichtum für den Staat herausholt.

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dafür gibt es ja den gesetzlichen Mindestlohn. Aber Frauen verdienen bei gleicher Arbeit und Leistung weniger wie Männer! Um das zu ändern gibt es die "Lohngerechtigkeit".

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Kommentar von RodionKosmodrom
14.12.2015, 14:22

wenn ich mir den Mindestlohn so anschaue, fange ich stark zu zweifeln an worunter man hier eigentlich ein "gutes Leben" versteht....

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