Gewerkschaft für kirchliche Mitarbeiter

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5 Antworten

Es gibt m.W. keine separate Gewerkschaft; die Mitabeiter können aber natürlich selbst Mitglied bei ver.di o.ä. werden. Die Arbeitsverträge unterliegen dem für die jeweilige Kirche geltenden Tarifverträgen, die sich an den TVöD anlehnen. Arbeitsrechtlich unterscheidet sich aber der öffentliche Dienst erheblich vom kirchlichen Arbeitsrecht (sog. "3. Weg"). Zuständig ist bei kirchlichen Arbeitgebern die Arbeitsrechtliche Kommission.

Es gibt sogar Leute die schon wegen der Arbeit in einer kirchlichen Institution vor das Arbeitsgericht gezogen sind. Allerdings sollte man als Angestellter der Kirche auch erstmal die kirchliche Hirachie in Anspruch nehmen, bevor man sich der Entscheidung eines weltlichen Gerichtes unterwirft.

Es gibt keine Gewerkschaft speziell für kirchliche Mitarbeiter. Je nach Profession kommen also nur die Gewerkschaften Ver.di oder die Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) in Frage.

ja, es gibt leider eine. sie wurde von der kirche nur zu dem zweck gegründit um niedrige lohnabschlüsse machen zu können.

Wenne 29.03.2012, 11:02

Du meinst diese 'christlichen Gewerkschaften' (oder so ähnlich)?!?
Die haben nur versucht (zum Teil leider auch mit Erfolg) Betriebsräte zu unterwandern und mit den Konzernleitungen andere Haustarifverträge abzuschließen. Die haben aber mit der Kirche bzw. den Mitarbeitern der selbigen, wenig zu tun. Nicht alles was sich Christlich nennt ist auch von der Kirche gesteuert. ;-)
z.B. diverse Parteien unserer Regierung. ;-P

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petersg 29.03.2012, 11:43
@Wenne

warum sollte die nichts mit der kirche zu tun haben? es wäre ja sonst blödsinnig eine christliche gewerkschaft zu gründen Kein Einzelfall Das Bundesarbeitsgericht hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits einige Male über die Tariffähigkeit von Gewerkschaften entschieden. Seit 1968 urteilten die obersten Arbeitsrichter in rund einem Dutzend Fällen über den Gewerkschaftsstatus von Arbeitnehmervertretungen. Etliche dieser Entscheidungen betrafen christliche Gewerkschaften, denen Kritiker immer wieder arbeitgeberfreundliche Abschlüsse vorwarfen.

Zuletzt stand im vergangenen Oktober die Tariffähigkeit der Gewerkschaft für Kunststoffgewerbe- und Holzverarbeitung im Christlichen Gewerkschaftsbund (GKH) auf dem Prüfstand. Das BAG fällte jedoch kein Urteil, sondern verwies den Fall zurück an das zuständige Landesarbeitsgericht in Hamm (Nordrhein-Westfalen). Die Bundesrichter trafen keine abschließende Bewertung, weil die GKH ihre Mitgliederzahl nicht offengelegt hatte.

Größeres Aufsehen erregte der fast zehn Jahre dauernde Rechtsstreit zwischen der IG Metall und der kleineren Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM). Im März 2006 setzte das Bundesarbeitsgericht den Schlusspunkt und sprach den Christlichen Metallern den Gewerkschaftsstatus zu. Der erste Senat sah damals keinen Zweifel an der Tariffähigkeit der CGM und auch keinen Anhaltspunkt für Scheintarifverträge.

... Zeitarbeit: Bundesarbeitsgericht zerschlägt christliche Gewerkschaft - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/zeitarbeit-bundesarbeitsgericht-zerschlaegt-christliche-gewerkschaft_aid_581667.html

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TETTET 30.03.2012, 11:00
@petersg

Dir ist schon klar, dass die Kirchen kein Patent auf den Begriff christlich habe, oder?

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Vor Geericht sind alle gleich, doch Kirche gehört zum Himmelreich. ;-)
Soviel ich weiß sind Kirchenmitarbeiter 'öffentlicher Dienst'. Ob die Kirche da aber noch irgendwelche Sonderverträge mit der Gewerkschaft hat??? Wundern würde mich das nicht! Kirche war schon immer anders. ;-)

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