Gewerbesteuer ist steuerlich abzugsfähig- aber unter welchem Posten?

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Nach den Regelungen der Unternehmensteuerreform 2008 entfällt die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe sowohl für Personenunternehmen als auch für Kapitalgesellschaften. Um die dadurch entstandene Erhöhung der Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer auszugleichen, wurde für alle Gewerbebetriebe die Gewerbesteuermesszahl von 5 % auf 3,5 % verringert.

Die Einkommensteuer bei Einzelunternehmen und Gesellschaftern von Personengesellschaften ermäßigt sich durch eine pauschale Anrechnung der Gewerbesteuer. Sie beläuft sich nunmehr auf das 3,8-fache des Gewerbesteuermessbetrages, da der Anrechnungsfaktor der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer durch die Unternehmensteuerreform 2008 von bisher 1,8 auf 3,8 erhöht worden ist. Mit dem Anrechnungsfaktor bei Einzel- und Personenunternehmern soll im Kern erreicht werden, dass die gewerblichen Einkünfte gegenüber den anderen Einkunftsarten ohne Gewerbesteuerbelastung eine vergleichbare Belastung erfahren.

Quelle IHK München

Mit anderen Worten:

Die Gewerbesteuer ist eine Unterform der Einkommensteuer und nicht mehr abzugsfähig

Die Gewerbesteuer lässt sich zwar nicht mehr als Betriebsausgabe bei der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer absetzen, dafür steigt allerdings der Faktor für die Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer von 1,8 auf 3,8.

Da wahrscheinlich genau DAS gemeint ist, ist DIES HIER die korrekte Antwort. DH.

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Mein Steuerberater sagte, dass der Steuerbetrag immer gleich sei, ob man nun Gewerbesteuer zahlen muss oder nicht. Das was Du an Gewebesteuer zahlst, zahlst Du an EkSt weniger. Wo das in den Formularen eingetragen wird sagt Dir das Finanzamt, einfach mal fragen.

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Würde mich über Hilfe freuen.

Viele Grüße

Nico

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Einkommensberechnung HGB84er (Versicherungsvertreter)

Ich würde gerne mal an Hand eines kleinen Beispiels rausfinden ob ich das o.g. Thema auch nur ansatzweise richtig einschätze.

Angenommen ich mache mich nach HBG84 als Versicherungsvertreter selbstständig und erziele in meinem ersten Jahr Einnahmen über Provisionen und ein kleines Fixum in Höhe von insgesamt 30.000 EUR.

Der erste Schritt wäre die Gewerbesteuerermittlung.

Hier würde ich die 30.000 EUR an Einnahmen den Ausgaben für einen Geschäftswagen in Höhe von 7440 EUR gegenüberstellen (ca. 190€ Diesel + 430€ Leasing Rate pro Monat).

Der Gewinn liegt nun bei 22.560€ und somit unter dem Gewerbesteuerfreibetrag.

Gewerbesteuer fällt also nicht an.

Als nächstes käme nun die Einkommenssteuer.

Die 1% Regelung (Listenpreis Auto: 25.200€) erhöht bei einem Arbeitsweg von 25km (geldwerter Vorteil) die Einnahmen auf 35.592€.

davon sind folgende Posten abzuziehen:

  • 8004€ Grundfreibetrag
  • ca. 2800€ PKV Beiträge
  • 74% der Beiträge zu einer Basis Rente (ca. 1600€)
  • Pendlerpauschale in Höhe von 1725€

verbleibt ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 21.463€.

ist die Reihenfolge der Berechnungen und die Art richtig? Findet der Dienstwagen steuerlich nur bei der Ermittlung der Gewerbesteuer statt und bei der Einkommenssteuer gar nicht mehr? Wären weitere betriebliche Ausgaben, wie zB ein Handy inkl. Vertrag steuerlich nicht mehr erfassbar, da der Gewerbesteuerfreibetrag ja bereits durch das Auto unterschritten ist?

Danke schonmal für die Antworten.

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Wer kann mir hier weiterhelfen? Vielen Dank im Voraus.

Ronald

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