Gewerbeaufsichtsamt - HILFE!

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8 Antworten

Gewerbeaufsichtsamt ist eine sehr gute Idee. Hier werden sämtliche Arbeitsgesetze missachtet.

Schon der Arbeitsvertrag mit 50 Wochenstunden ist gesetzwidrig. AN dürfen innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen höchstens einen Wochendurchschnitt von 48 Stunden arbeiten (§ 3 Arbeitszeitgesetz), Höchstarbeitszeit/Tag ist 10 Stunden und das nur in Ausnahmefällen (§ 3 ArbZG),

Ruhepausen sind im voraus festzulegen und zu gewähren (spätestens nach 6 Stunden 30 Minuten Pause bei mehr als neun Stunden 45 Minuten gesamt § 4 ArbZG)

Ununterbrochene Ruhezeiten von mindestens 11 Stunden zwischen einzelnen Schichten sind im § 5 Arbeitszeitgesetz vorgegeben.

Überstunden sind zu bezahlen oder in Freizeit abzugelten (§ 106 Gewerbeordnung) Unentgeltliche Überstunden müssen nach ihrem Umfang im Arbeitsvertrag stehen und sind auch nur bis zu einer gewissen Anzahl zulässig.

Wendet euch auf jeden Fall an das Gewerbeaufsichtsamt. Ihr könnt/solltet auch zur Gewerkschaft. Falls es keinen Betriebsrat gibt, würde ich dringend zur Gründung eines solchen raten. Ab einer ständigen Mitarbeiterzahl von mindestens fünf wahlberechtigten MA von denen drei wählbar sind, kann ein BR gewählt werden. Auch hier kann die Gewerkschaft helfen. Wenn deine Frau eine Rechtsschutzversicherung hat, solltet ihr euch auch mal von einem Arbeitsrechtler beraten lassen.

Es wäre gut, wenn die Kollegen zusammenhalten. Diese Zustände sind nicht haltbar und machen die AN auf Dauer krank. Viel Glück

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Gewerbeaufsicht ist am besten, die machenden auf jeden Fall etwas. Reiche die Wochenpläne dort ein und verlange, dass die Angelegenheit vertraulich behandelt wird. Falls Netto oder Penny die Sache spitz kriegt, kann deine Frau sich eine neue Stelle suchen. Ist schon traurig, wie die Mitarbeiter ausgebeutet werden. Rate allen zum Abschluss einer Rechtsschutzversicherung , die dann die Kosten übernimmt. Die jeweilige Bezirksregierung hat auch Ansprechpartner für derartige Dinge, die genehmigen auch Wochenendarbeit nach dem Arbeitszeitgesetz.

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Dieser AG verstößt auf jeden Fall gegen das Arbeitszeitgesetz.

Die Gewerbeaufsicht ist eine Möglichkeit. Also nach einer Anzeige dort müsste sich die Gewerbeaufsicht mit dem Fall beschäftigten.

Eine zweite Möglichkeit, ist diese Arbeitszeit zu verweigern und falls dann der AG kündigen würde, gegen eine solche Kündigung vor dem Arbeitsgericht auf Weiterbeschäftigung zu klagen. Dazu muss man seine Angst überwinden.

Eine dritte Möglichkeit ist aber, sich mit den anderen zusammenzutun und einer Gewerkschaft beizutreten. Und das lassen sich alle Angestellten gefallen. Hier liegt doch der Grund dafür, dass sich das der AG überhaupt trauen kann, so mit seinen Angestelleten umzugehen. So jemanden muss man bestreiken. Wenn keiner da mitmachen würde, dann wäre er aufgeschmissen.

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anonym ne beschwerde bei der Gewerbeaufsicht einreichen, dann wird der Betrieb überprüft, beim ersten Mal wird nix rauskommen, beim zweiten Mal auch nicht, aber beim dritten Mal kommt es zu empfindlichen Strafen und das wird der Filialleiter nicht ridkieren wollen, denn dann rollt sein Kopf

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Hi,

das ist ganz schwierig und da hat deine Frau mein vollstes Mitleid. So etwas sollte eigentlich nicht sein :-(

An eurer Stelle würde ich mich nach einer neuen Stelle umsehen und mich aktiv bewerben. Und eben penibel die gearbeiteten Stunden aufschreiben.

Sobald sie einen neuen Job hat solltet ihr damit zu einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt gehen der die Firma daraufhin verklagen soll die geleisteten Überstunden auszubezahlen.

Ich weiß, diese Antwort wird dir nicht wirklich helfen, da deine Frau nicht so ohne weiteres einen neuen Job finden wird.

October

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was jammert ihr ? ist doch normal. . . . da kann sie noch froh sein, dass sie 1800 € kriegt. somit hat sie einen stundenlohn von mindestens 7 €. bei uns hier hat man einen stundenlohn teilweise von nur 5-6 €. jaja, selber schuld werdet ihr sagen. ihr sagt aber auch: wer arbeiten will, kriegt auch arbeit. nur zu welchen konditionen ?

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Red mal mit einem Journalisten drüber, aber nicht irgendein Regionalblatt.

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Nightstick 24.03.2013, 00:14

Das wäre aus meiner Sicht allenfalls der nächste Schritt - wenn es die Gewerbeaufsicht nicht schafft, die Arbeitsbedingungen zu normalisieren... Dann aber "volles Rohr", will heißen: Die BILDENDE ZEITUNG !!

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entweder suchst du für deine Frau einen neuen Job oder sie wendet sich vertrauensvoll an die zuständige Gewerkschaft; VERDI

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