Gewerbeanmeldung, welche Kosten kommen auf mich zu?

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8 Antworten

Einen Gewerbeschein gibt es nicht.

Und es gibt auch kein KLEIN Gewerbe.

Es gibt Gewerbe und fertig.

Das was du mit klein anfangen meinst, ist die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG. Das ist eine steuerrechtliche Sache.

Du bist bis zu einem Jahresumsatz ( NICHT GEWINN) von 17.500€ von der MwsT befreit, bzw. das Finanzamt zieht die MwST von dir nicht ein.

Das bedeutet jedoch, auf deinen Rechnungen darfst du die MwST nicht extra ausweisen und du darfst deine Verausgabte MwST ( die hast du bei Waren und Betriebsmittelkosten) beim Finanazamt nicht geltent machen und nicht gegen rechnen.

Somit bleibst du sozusagen, als Endverbraucher, auf der MwsT sitzen

Die Gewerbeanmeldung, kostet je nach Stadt oder Gemeinde zwischen 20 und 50€, und wird dein geringestes Problem werden.

Und was du mit den 450€ meinst, keine Steuern bezahlen zu müssen, trifft nur auf einen Minjob zu.

Du betreibst aber ein Gewerbe und bist somit Selbstständig, somit wird der Gewinn aus deiner Selbstständigkeit deinem Einkommen aus deiner Haupttätigkeit zugerechnet, versteuert und sozialabgaben fällig.

Da du dich mit Selbstständigkeit, dem Steuerwesen, dem Marketing und Konnzepetion so gut auskennst: Mein Tipp, besuche unbedingt einen Kurs für Existenzgründer. Sonst läuft das schief.

Gewerbe betreiben ist ein wenig mehr als nur Ware einkaufen und wieder verkaufen.

Du weist schon, dass du auch Buchführung machen musst?

Wenn du im Nebenerwerb anfängst, könnten u. a. folgende Kosten noch auf dich zukommen (Abhängig vom Gewinn, Gewerbeertrag, Umsatz, Vertriebsweg, Mitarbeiteranzahl usw.) :

Umsatzsteuervorauszahlung, IHK-Beiträge, Handelsregistereintrag, Sozialversicherungen (RV, UV, KV, AV), Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Stammkapital, Provisionen (z.B. eBay), Gebühren (z.B. PayPal), Versandkosten und -material oder Kontoführungsgebühren.

Zusätzlich noch bei Bedarf Kosten für: Steuerberater, Versicherungen, Buchhalter (Je nach Form) oder einen Anwalt (z.B. Erstellung der AGB's).

Du solltest dich mit dem Thema detailliert auseinandersetzen. Wie du siehst, kommt da eine ganze Menge auf dich zu, was dich in die Schulden reißt.

Hast du das durchgerechnet, lohnt sich das? Steuern dabei beachtet?

Klar gibt es die Möglichkeit einer Schuldenfalle, wenn du persönlich haftest. Würde dir raten, eine Limited zu gründen, um das zu verhindern.

Also die Dinger kosten im einkauf echt garnichts und im verkauf kosten die 50x so viel, wenn ich anfangs probiere mit 50-100 Stück von den Dingern, dann kann ich auch wenn ich auch wenn ich nur paar von denen verkaufe, alleine vom Verkauf her kein Minus machen. Das Ding ist halt nur, dass ich den Gewerbeschein für den Einkauf brauche.

Ein bekannter hat mir gesagt dass ich da echt schulden machen kann wegen Nebenkosten, Krankenkasse und so, aber habe ich da echt so hohe Nebenkosten wenn ich von zuhause aus über ebay nebenbei Handyhüllen verkaufe?

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@Dellinma

Einen "Gewerbeschein" gibt es nicht. Wo willst du die kaufen und gibt es dafür genug Käufer? Wenn du das im Nebenerwerb machst, kannst du versichert bleiben wie du es bisher bist.

Verkaufen bei eBay kostet Geld, Umsatzsteuer kostet Geld, Zahlungsabwicklung kostet Geld. All das berücksichtigen.

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Ist aber nur ein Nebenjob oder? Ansonsten steigt nämlich die Krankenkasse richtig hoch, 400-500€ pro Monat

Das heisst wenn ich unter 450€ im Monat bleibe, dann bezahle ich keine Krankenkasse?

In meinen Hauptberuf zurzeit (Teilzeit) bezahlt mein Arbeitgeber meine Krankenkasse

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@Dellinma

Solange du kein Scheingewerbe betreibst bzw. dein Nebenverdienst unter deinem Hauptberuf bleibt und du nicht mehr als 15 Stunden die Woche daran arbeitest, musst du keine zusätzlichen Krankenkassenbeiträge zahlen.

Du kannst aber damit rechnen, dass ungefähr 40 % von deinem Gewinn für Steuern drauf gehen werden.

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Also meine Gewerbeanmeldung hat 25€ gekostet und das war's.

Dann einfach beim Großhandel die Sachen einkaufen und auf ebay verkaufen?

Was ist denn mit Steuern? :o

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@Dellinma

Dellinma: Steuerberater fragen und einen Kurs für Existenzgründer besuchen. Dort erfährst du was ein Selbstständiger wissen sollte.

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Gewerbesteuer ne nach Umsatz.

Das heisst wenn ich garnichts oder nur paar Produkte im Monat verkaufe dass ich garkeine oder nur wenig Gewerbesteuer bezahle?

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Wie genau das läuft, solltest du beim Finanzamt erfragen, weil ich es nicht genau weiß.

Als Wiederverkäufer würde ich allerdings nur mit einem großen Kapital einsteigen, denn die Gefahr, dass es nicht gut läuft, ist aufgrund der Konkurrenz aus China ziemlich groß und dann sitzt du auf tonnenweise Zubehör und bist pleite.

Gerade auf eBay wirst du wahrscheinlich sehr oft mit ständigen Rückzahlungsforderungen zu tun haben. Du benötigst also auch einen guten Anwalt und der kostet.

Ein paar Steuerberater als Selbstständiger ist auch unerlässlich, genauso wie ein Buchhalter, es sei denn, man hat selbst fundiertes Wissen über Buchhaltung.

Ich bin gelernter Grafik-Designer und studierter Kommunikationsdesigner und aktuell auf Jobsuche, weshalb ich ebenfalls überlegt habe, in die Selbstständigkeit zu gehen, aber aus o.g. Gründen zögere ich noch. Zumal mein Wissen über Buchhaltung und Recht ein wenig eingerostet ist.

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Ein guter Steuerberater sollte das heißen... Ich schreibe vom Handy, da hauts mir oft die Autokorrektur rein. ;)

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@Kugelflitz

Die Gewerbesteuer wird erst ab 24.500 € (Freibetrag) Gewerbeertrag fällig. Ich denke, von dem "Gewinn" bist du in der Gründungsphase erst mal weit entfernt. :)

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