Gewerbe Ummeldung, spezielle Frage?

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2 Antworten

Die Sitz Deiner Firma muss da sein, wo der regelmäßige Geschäftsbetrieb stattfindet. So in etwa lautet das Gesetz.

Du darfst also z. B. nicht das Gewerbe in einer Stadt anmelden und in einer anderen wickelst Du alles ab. Wenn also Dein Vater also in der gleichen Stadt oder Gemeinde wohnt, wie Du, meldest Du es beim Vater an.

Bringe dort auch einen Briefkasten mit Deiner Firma (also Bezeichnung Deines Unternehmens an), damit der Briefträger, der unweigerlich mit Post an diese Adresse konfrontiert wird, auch weiß, wo er die einwerfen muss.

Irgendein Schreibtisch im Haus Deines Vaters ist dann die offizielle Hauptverwaltung.

Schreib auf Dein Briefpapier die offizielle Adresse und dazu noch als Postanschrift Deinen Namen mit Privatadresse. Nicht den Firmennamen!

Gib ansonsten Deine üblichen Kommunikationsdaten an, also Deine Telefonnummern, Fax usw., wie bisher.

Natürlich machst Du die Ummeldung auch beim Gewerbeamt.

Etwas komplizierter ist die Sache natürlich, wenn es eine GmbH oder sonst eine Firma ist, die im Handelsregister eingetragen ist. Da muss dann auch noch die Satzung geändert und die Änderung im Handelsregister vermerkt werden.

Ansonsten ist jedoch schon so, dass ein anderer Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft ein nicht störendes Gewerbe dulden müssen. Was würden all die vielen Freiberufler machen, deren Job sich nur im Aussendienst abspielt, aber Post zu Hause empfangen müssen?

Nicht störend bedeutet, kein Publikumsverkehr, kein Lärm der aus der Wohnung dringt, kein Warenlager bzw. Versandabwicklung in größerem Umfang. Das, was sich üblicherweise in einem Wohnhaus abspielt, also dass manchmal jemand zu Besuch kommt oder dass der Paketbote was bringt, kann nicht unterbunden werden.

In jeder Eigentümergemeinschaft gibt es mindestens einen Querulanten. Denen darf man nicht nachgeben. Das sollte sich auch die Gemeinschaft hinter die Ohren schreiben und solche Leute entsprechend in die Schranken weisen. Querulanten können dafür sorgen, dass es häufiger als nötig Mieterwechsel gibt, was immer auch einen finanziellen und zeitlichen Zusatzaufwand für die Eigentümer bedeutet. Spricht sich herum, dass in einem Haus ein auffälliger Querulant als Eigentümer dabei ist, kann das auch einen Wertverlust für die Wohnung bedeuten. Das sollten sich also die anderen Eigentümer deshalb nicht bieten lassen.

Danke auch für den letzten Absatz, es könnte alles so leicht sein:

Meine Vermieterin hat bedenken, das ein Rechtsstreit beginnt und das ist nicht nur mit Nerven sondern auch mit Kosten verbunden.

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Etwas komplizierter ist die Sache natürlich, wenn es eine GmbH ..... Da muss dann auch noch die Satzung geändert und die Änderung im Handelsregister vermerkt werden.

Das ist falsch. Das Gewerbeamt schickt dem Handelsregister eine Kopie der Ummeldung und fertig ist...

dass ein anderer Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft ein nicht störendes Gewerbe dulden müssen.

Auch falsch. Wenn der Vermieter eine gewerbliche Nutzung der Wohnung im Vertrag untersagt hat, dann muss er auch keine dulden.

Das sollten sich also die anderen Eigentümer deshalb nicht bieten lassen.

Hierfragt ein Mieter, kein Eigentümer.

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@Geochelone

@Geochelone: Wenn man keine Ahnung hat, besser nicht schreiben.

Zwingender Inhalt eines GmbH-Gesellschaftervertrags ist der Sitz. Verlegt man also den Sitz, muss die Satzung geändert werden. Dazu braucht man einen Notar. Der Notar gibt das dann weiter an das Handelsregister. Nix mal eben Gewerbeamt.

Wenn der Vermieter eine gewerbliche Nutzung der Wohnung im Vertrag untersagt hat, dann muss er auch keine dulden.

Hier geht es aber nicht um die Untesagung durch die Vermieterin des Fragestellers, sondern um den Aufstand, den ein anderer Eigentümer macht. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Die Vermieterin des Fragestellers hätte nichts dagegen, wenn dieser Typ nichts dagegen hätte. So muss sie leider untersagen und der Fragesteller will sich auch dran halten.

Hierfragt ein Mieter, kein Eigentümer.

Guter Mann (oder Frau?), für wie dumm hältst Du mich eigentlich?

Steht doch schon klar und deutlich in der zweiten Zeile der Frage.

Der Satz, "das sollten sich die anderen Eigentümer nicht bieten lassen" bezieht sich auch nur auf die Eigentümer, also auch auf die Vermieterin. Nicht auf den Fragesteller.

Und schließlich:

Ich bezweifle, ob ein Vermieter überhaupt verbieten kann, dass ein Mieter ein Gewerbe in seiner Wohnung ausführt, wenn das nicht stört. Da möchte ich gerne Urteile sehen.

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Wenn du das Gewerbe dahin ummeldest, wo du es nicht ausübst, dann geht das zwar in der Praxis (wenn du dort einen Briefkasten hast), ist aber eine Ordnungswidrigkeit.

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