Gewerbe ohne Rechtsform anmelden?

5 Antworten

Wenn du einfach beim Gewerbeamt einen Gewerbeschein holst, kannst du durch ein Gewerbe führen. Dabei ist folgendes zu beachten:

Als Namen musst du deinen Namen oder deinen Namen in Verbindung mit einem Firmennamen nehmen. Du kannst also nicht einfach einen beliebigen Namen nutzen (nur wenn du deinen dazu schreibst).

Vorname Nachname geht

Vorname Nachname Lebensmittel geht

Vorname Nachname Phantasiename geht

Phantasiename alleine geht nicht.

Trotzdem kannst Du www.phantasiename.de als Domain verwenden. Nur im Impressum u.Ä. muss halt in der Firmenbezeichnung auch dein Name stehen.

Erwartet du weniger sie 600.000 Euro Umsatz pro Jahr und weniger als 60.000 Euro Gewinn pro Jahr musst du keine Bilanz aufstellen, sondern kannst einfache eine Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) machen (z.B. Excel: Links die Einnahmen, rechts die Ausgaben. Zusammenbrechen, voneinander abziehen und du hast den Gewinn.

Bei einem Umsatz unter 24.500 Euro pro Jahr kannst du dir aussuchen, ob die Kleinunternehmerregel verwenden möchtest. In diesem Fall musst du keine Umsatzsteuer bezahlen, kannst dafür aber auch keine Vorsteuer abziehen. Hast du viele Privatkunden und erwartest du einen Gewinn, ist diese Regel gut. Erwartest du viele Firmenkunden, die deine Umsatzsteuer eh als Vorsteuer abziehen können, ist diese Regel nicht so gut, da du keine Vorsteuer abziehen kannst. Erwartest du für die Anfangszeit Verlust, kann die Regel ebenfalls sinnvoll sein, da du dann möglicherweise mehr Vorsteuer zurück bekommst als du an Umsatzsteuer zahlen musst. Das solltest du dir aber gut überlegen. Zum einen, da ja nicht alle Ausgaben eine Vorsteuer enthalten, zum anderen weil du nicht einfach im nächsten Jahr das System wechseln kannst.

Je nachdem was du tust, solltest du folgenden Nachteil beachten: Wenn etwas schief läuft, haftest du mit deinem gesamten Privatvermögen. Im schlimmsten Fall kann es also zu einer Privatinsolvenz führen. Wie groß diese Gefahr ist, hängt natürlich von deinem Geschäft ab. Beachte zudem, dass es ggf. sich zu sein kann die Risiken durch entsprechende Versicherungen zu begrenzen.

Da hat wohl jemand die Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer durcheinander gebracht :-)

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@Geochelone

Ob, stimmt sorry :-) Die Grenze für die Kleinunternehmerregel und somit den optionalen Entfall der Umsatzsteuer liegt bei 22.000 Euro.

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Anmelden musst du es. Im Zweifel einfach als Einzelunternehmer. Egal wie viel du verdienst.

wird der Umfang größer und es wird ein in kaufmännischer Art und Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb benötigt ist eine Eintragung im Handelsregister als Eingetragener Kaufmann (e.K) nötig. Als Richtschnur werden da oft die Vorschriften zur Buchführungspflicht aus der AO genommen. (600.000€ Umsatz oder 60.000€ Gewinn)

Eine GbR ist eine Personengesellschaft. Das heist Du müsstest das mit mindestens einer Person zusammen machen. Eine UG ist eine Kapitalgesellschaft. Ob das Sinn macht muss man im Einzelfall prüfen. Aber allgemein kostet das ersteinmal (unnötig) viel Mühe und Geld

Naturlich, es ist dann ein Einzelunternehmen. Wenn es zwei Gesellschafter sind, wird es automatisch zur GbR (ohne weitere Anmelderei). Verdienstgrenze gibt es keine.

Rechte und Pflichten für Einzelunternehmer

Die rechtlichen Grundlagen für Einzelunternehmer werden in den Paragrafen 1 bis 104 des Handelsgesetzbuches (HGB) dargelegt. Obwohl die Gründung an sich formlos erfolgt, müssen sich Vollkaufleute wie angesprochen in das Handelsregister eintragen lassen. Eine steuerliche Erfassung beim Finanzamt ist auch nötig, auch um alle Formalitäten für die Umsatzsteuer zu erledigen. Wie bei allen anderen Rechtsformen gilt auch hier, dass der Unternehmensname nicht irreführend sein darf. Eingetragene Kaufleute müssen die Zusatze e.Kfm. oder e.K. im Firmenname zwingend tragen. Seitens des geltenden Handels- und Steuerrechts besteht für Einzelunternehmer die Verpflichtung, Bücher zu führen, sodass die Vermögenssituation und die Handelsgeschäfte für Außenstehende nachvollziehbar sind. Im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften müssen Einzelunternehmen im Grunde genommen keine Publizitätspflichten erfüllen. Daher ist es für Konkurrenten oder die Öffentlichkeit schwierig, Einzelunternehmern bzw. eingetragenen Kaufleuten in die Bücher zu schauen.

 Quelle: https://www.selbststaendig.de/wissen/einzelunternehmen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ja, das kannst du. Du bist dann Einzelunternehmer. diese Rechtsform hast du dann automatisch.

Pflichten: Je nach Umsatzgröße mindestens eine Einnahme-Überschuss-Rechnung machen und dem Finanzamt jährlich eine Einkommsteuererklärung abgeben. Unterlagen dazu mußt du 10 Jahre lang aufheben.

Leiste dir ein Gründerseminar oder wenigstens eine ausführliche Beratung von einem Steuerberater.

Wenn du das Gewerbe alleine betreiben und keine juristische Person gründen willst, dann meldest du es als Einzelunternehmer an.

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