Gewerbe Einkauf / Verkauf MwsT wird diese doppelt berechnet?

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4 Antworten

Anmerkung an "phispo": Bitte keine Beriffe durchenanderschmeißen!

Es gibt nur ein Gewerbe und eine Gewerbeanmeldung - kein Kleingewerbe. Fertig.


Neue und zweite "Baustelle":

Für den Umgang mit der Umsatzsteuer kann man sich (wenn Umsatz unter 17500 €) zwischen der Regelbesteuerung und der Kleinunternehmerregelung entscheiden. Dies macht man üblicherweise auf dem Fragebogen vom Finanzamt, den man nach der Gewerbeanmeldung bekommt.

Wenn man aber "ich auf meinen rechnungen die mwst ausweise" macht, hat man sich damit auch gegen die Kleinunternehmerregelung und für die Regelbesteuerung entschieden.

Du machst einen Fehler, Du kaufst die ware und zahlst natürlich MwSt. Dann nimmst du den gezahlten NETTO-Betrag, schlägst deine Kalkulation drauf,z.B. 25% , nimmst diesen Betrag und rechnest darauf die MwSt für den Kunden.

Sobald du MWSt ausweist, musst du sie auch abführen.

Problem: Als Kleingewerbetreibender (unter 17.500 Euro/Jahr) könntest du auch auf diese MWSt Abzüge/Berechnung beim Weiterverkauf generell verzichten. Dann aber darf auf keiner deiner Rechnungen der Begriff MWSt auftauchen! Du kannst also dem Kunden auch keine MWSt in Rechnung stellen! Sondern du müsstest darauf hinweisen, dass du als Kleinunternehmer gem. § xyz tätig bist.

vielen dank weist du zufällig die § ?

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Bitte... Bitte... was??

Mal ganz langsam.... Du machst ein Gewerbe auf und erkundigst Dich hier nach der Steuer?

Fall 1:

Du kaufst ein, EK 100 EUR + Steuer Du schlägst Deinen Gewinn (25%) , den Du haben möchtest, auf die 100 EUR oben drauf. Dann stellst Du Deinem Kunden eine Rechnung aus mit 125 EUR (netto) zuzgl. 19 % MwSt.

Die zuvor bezahlte Steuer, die Du beim EInkauf an den Lieferanten gezahlt hast, bekommst Du wieder. Die Steuer, die Dein Kunde bei Dir zahlt, mußt Du abführen.

Normalerweise moantlich oder Quartalsweise, je nach Umsatzgröße.

Unter bestimmten Vorraussetzungen greift die Kleinunternehmerregelung. (einfach mal googlen) Da bekommst Du vom FA Deine bereits gezahlte MwSt nicht mehr zurück, mußt aber die MwSt, die Dein Kunde bei Dir lässt, auch nicht wieder abgeben. Geht aber nur bis zum einem gewissen Umsatz,

vielen für die perfekte antwort!

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Hi,

ich bin zwar noch neu hier und muß mich erst noch hier orientieren... - trotzdem, ich versuche das jetzt mal.

Ich habe mich auch vor kurzem selbständig gemacht und bin noch im Aufbau und in der Entwicklungs-/Stabilisierungsphase... Sehr viel Arbeit und viele (manchmal bange) Fragen und genau so viele Zweifel...

Aber diese Fragen mußt du vorher klären und es macht Sinn, sich mit einem guten Steuerberater zu unterhalten > Finanzamt (je nach Anmeldung > gilt die Anmeldung 5 Jahre und ist nicht einfach wechselbar und ob Vorsteuer in ansatz gebracht wird oder nicht, muß man genau!!! ausrechnen. Manchmal ist es besser, auf Steuern zu verzichten.... Der Steuerberater weiß es). Mit dem Finanzamt hast du schneller Probleme, als du denken kannst und die schlagen gnadenlos auf deinen noch jungen Betrieb zurück, ganz besonders, wo in diesemmaroden Land die KAssen knapp oder leer sind.

Schau mal den Link hier, da gibt es wichtiges und kompetentes Wissen ohne Ende. Weiß jetzt nicht, in welchem Bundesland du wohnst, aber dennoch.... http://www.neuesunternehmertum.de/

Mit freundlichen Grüßen Bernd Terlau

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@ juma76 schreibt: mußt aber die MwSt, die Dein Kunde bei Dir lässt, auch nicht wieder abgeben.

Das geht so nicht!

Wenn der Händler als Kleinunternehmer tätig ist, darf der Begriff MWSt in seiner Rechnung an den Endverbraucher nicht erscheinen!

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@altermann58

Deswegen sage ich ich ja... Kleinunternehmerregelung googeln. :)

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@juma76

Und in diesem Zusammenhang auch den §14c UStG anschauen.

Denn mit der Aussage "mußt aber die MwSt, die Dein Kunde bei Dir lässt, auch nicht wieder abgeben." läuft der Kleinunternehmer in eine gefährliche Falle.

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