Gewerbe anmelden oder mit dem Finanzamt abklären?

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7 Antworten

  1. Gewerbeanmeldung bei der Gemeinde/Stadt. Kostet ca. 28,- bis 35,- Euro je nach Stadt.

  2. Dann kommt der Efassungsbogen vom Finanzamt.

  3. Da Dein Vorjahresumsatz nicht mehr als 17.500,- war fällt keine Umsatzstueer an. Es darf aber auch keine in der Rechnung ausgewiesen werden. Am besten auf die Rechnung schreiben: "keine Umsatzsteuer, da befreit gem. § 19 UStG"

  4. Wichtig: alle Rechnungen und Quittungen über die eigenen Ausgaben sammeln. Es sind Betriebsausaben und mindern den Gewinn.

  5. Nach ende des Jahres eine Einnahmen- Ausgaben- Überschussrechnung erstellen.

  6. Eine Einkommensteuererklärung erstellen in die neben dem Gewinn/Verlust auch die Einkünfte als Auszubildender gehören.

  7. War der Umsatz Einnahmen, nicht der Gewinn) in dem Jahr höher als 17.500,-, muss ab dem Folgejahr mit Umsatzstuer gerechnet werden. Dafür kann man die in den eigenen Ausgaben enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen.

Normalerweise meldet man zuerst das Gewerbe beim Gewerbeamt der zuständigen Stadt/Gemeinde an. Hier fällt nur eine einmalige Gebühr an.

Das Finanzamt erhält von dieser Gewerbeanmeldung eine Durchschrift und schreibt den Steuerpflichtigen an und fordert ihn auf den beigefügten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt und unterschrieben zurückzusenden.

Sobald dieser Fragebogen dem Finanzamt vorliegt wird eine Steuernummer erteilt unter der dann die Einkommen-, Umsatz-, Gewerbesteuererklärungen sowie die Einnahmen-Überschussrechnungen eingereicht werden müssen (ggf. Umsatz- und Lohnsteuervoranmeldungen).

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann willst Du in Kürze wohl Rechnungen schreiben. Diese müssen jedoch auch die Steuernummern enthalten.

Daher rate ich Dir, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung runterzuladen und beim Finanzamt einzureichen. Diesen gibt es u. a. hier (der Vordruck ist bundesweit der Gleiche, evtl. musst Du den gesamten Link markieren und dann in die Browserzeile kopieren):

http://www.finanzamt-frankfurt-am-main.de/irj/FA_Frankfurt_Internet?rid=HMdF_15/FAFrankfurtInternet/sub/8f7/8f760b72-9023-c531-79cd-aa2b417c0cf4,,22222222-2222-2222-2222-222222222222.htm

Vordrucke 1-3 sind die für Dich relevanten Vordrucke.

Desweiteren solltest Du beachten, dass Du verpflichtet bist Erklärungen und ggf. Voranmeldungen online im sog. authentifizierten Verfahren einzureichen. D. h., dass Du Dich im Elsterportal registrieren musst. Du erhälst dann ein Passwort per Mail und ein weiteres per Post. Die Zusendung der Passwörter kann bis zu 2 Wochen dauern.

Wenn du Rechnungen schreiben willst muß du bei der Gemeinde ein Gewerbe anmelden und vom Finanzamt eine Steuernummer beantragen. Du muß jährlich eine Steuererklärung machen und eventuell monatlich eine Abschlagszahlung leisten. Auch wenn du in dem Monat mal kein Einkommen hast. Wenn du unter der Kleingewerbe Einkommensgrenze bleibst kannst du keine Umsatzsteuer ein-/abziehen brauchst aber deinen Kunden keine Mehrwertsteuer berechnen. Du solltes dir kaufmännische Grundkenntnisse aneignen oder mit einem Steuerberater sprechen bevor du anfängst. Weil sie "vergessen" haben das sie auch noch Steuern zahlen müssen haben sich schon viele Anfänger ruiniert.

Eins noch als Zusatz zu allen guten Antworten: Als umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer bitte nicht den Fehler machen, die USt auf der Rechnung gesondert auszuweisen, sonst muss eine Umsatzsteuererklärung gemacht werden. . Genau diesen Steuererausweis werden aber gewerbliche Auftraggeber wollen. Also überlegen oder Rat holen, ob man die Kleinunternehmerregel wählt oder nicht. Mit Rat meine ich einen Steuerberater.

wfwbinder 02.11.2013, 18:02

Guter Tipp, denn für Unternehmer ist es egal ob sie für die Webseite 500,- oder 500,- + 19 %, also 595,- zahlen, denn die 95,- können sie abziehen. Aber der, der die Rechnung schriebt kann dadurch seine Vorsteuer abziehen und dadurch zusätlich Geld generieren.

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Es muss noch nichtmal ein Gewerbe angemeldet sein.

Natürlich muss das Gewerbe angemeldet werden ! Sonst droht Bußgeld. Freibeträge gibt es im Gewerberecht nicht.

Sobald du eine offizielle Rechnung schreibst, die dein Auftraggeber in seiner Buchführung als Ausgabe einbringt, musst du ein angemeldetes Kleingewerbe haben. - Alles andere ist "Schwarzarbeit" und strafbar.

  • Anmeldung bei der Gemeinde/Stadt...

  • Anmeldung beim Finanzamt als Kleinunternehmer...

  • jährliche Einnahme/Ausgabe/Überschussrechnung... beim FA abgeben.

KCpro 02.11.2013, 11:02

Vielen dank für die schnelle Antwort.

Würde mich das Monatlich etwas kosten? Oder nur einmalig diese Anmeldegebühr? Und wie lange dauert das?

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Sämtliche Informationen hierzu bekommst Du von Deiner örtlichen IHK (Industrie- und Handelkammer).

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