Gewerbe / Nebenverdienst

5 Antworten

Wenn du wiederholt Sachen speziell zum Verkauf herstellst oder Dienstleistungen anbietest und dabei eine Gewinnerzielungsabsicht hast, dann musst du es gleich zu Beginn anmelden. Ob du später tatsächlich Gewinn oder Verlust machst, interessiert das Gewerbeamt nicht. Die Anmeldung kostet je nach Gemeinde/Stadt zw. 20 und 30 Euro. Voraussetzung ist natürlich, dass du volljährig bist.

Das Gewerbeamt informiert dann das Finanzamt, das dir die Unterlagen zur steuerlichen Erfassung zuschickt. Da kannst du dann die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) in Anspruch nehmen, die es dir erspart, von deinen Kunden MwSt zu erheben und an das Finanzamt abzuführen. Das erleichtert die Buchhaltung sehr. Dieses Steuererleichterungsverfahren kannst du nutzen, wenn dein Umsatz im ersten Jahr 17.500 Euro nicht übersteigt.

Dass jeder, der ein Gewerbe betreibt, am Ende des Jahres eine Einkommensteuererklärung (mind. mit Einnahme-Überschuss-Rechnung) abgeben muss, versteht sich von selbst. Deshalb solltest du, wenn deine Gesamteinkünfte 8.004 Euro übersteigen, ca. 25 % deiner Gewinne für Nachzahlungen zur Seite legen.

Und lass dir von deinem Arbeitgeber eine Erlaubnis zur Nebentätigkeit geben, sonst kann es dort arbeitsrechtlich Probleme geben.

Gewerbe ist von Einnahmen unabhängig. Du darfst als Gewerbetreibender sogar Verluste machen.

Ein Gewerbe musst du anmelden, wenn du mit diesen Verkäufen Gewinn machen willst. Solange du nur die Kosten decken willst und es als Hobby betreibst, geht es so.

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