Gewalt im alten Testament?

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17 Antworten

Hallo Paller,

vorab möchte ich anmerken, dass es nicht richtig ist, die Bibel in zwei Teile zu unterteilen: Altes Testament (AT) und Neues Testament (NT). Das erweckt leicht den Anschein, als wäre der Gott im AT ein anderer als im NT. Gott ist immer derselbe, er hat sich zu keiner Zeit geändert. Dazu sagt die Bibel: "Ich, der Herr, habe mich nicht geändert." (Maleachi 3:6, Hoffnung für alle)

Es stimmt zwar, dass im AT von Kriegen die Rede ist, die von Gott angeordnet wurden. Es gibt jedoch keinen Grund, ihn deswegen als rachsüchtigen Gott anzusehen. Zum Beispiel wird gerade bei den Kanaanitern deutlich, wie langmütig und geduldig Gott mit ihnen war. Er duldete Jahrhunderte lang ihre sittliche Entartung (z. B. Inszest, Kinderopfer oder Sodomie u. a.), bevor er schließlich gegen sie vorging.

Auch sein eigenes Volk, die Israeliten, behandelte Gott äußerst geduldig. Sie verfielen im Laufe Ihrer Geschichte immer und immer wieder in Götzendienst und übertraten seine Gesetze auch in anderer Hinsicht, obwohl sie sich freiwillig bereit erklärt hatten, seine Gesetze zu befolgen. Daher schrieb König David zu recht: "Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan; Noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen. So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, So weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. (Psalm 103:10, 12).

Auch die Sintflut ist keine Beweis für Gottes Unbarmherzigkeit oder Härte. Auch wenn Gott durch sie zweifellos Menschen vernichtete, sollte man eines nicht vergessen: Zum einen war, wie die Bibel beschreibt, "die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß" und "die Neigung der Gedanken seines Herzens allezeit nur schlecht" (1. Mose 6:5). Zum anderen ließ Gott die damalige Menschheit durch Noah mehrere Jahrhunderte lang vor dem bevorstehenden Ereignis warnen und sie hätten ihr Leben retten können, wenn sie wie Noah und seine Familie in die Arche gegangen wären.

Dass sich das Gottesbild im AT von dem des NT nicht unterscheidet ist dadurch zu erkennen, dass auch hier davon die Rede ist, dass Gott über Böse und gottlose Menschen ein Gericht bringen wird: "Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind ... aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen. (2. Petrus 3:7). Ein ähnlicher Gedanke wird in 2. Thessalonicher 1:6-9 hervorgehoben.

Man könnte sich nun fragen, warum Gott überhaupt gegen Menschen vorgeht, wenn er doch kein rachsüchtiger Gott ist? Nun, würde er nie gegen diejenigen vorgehen, die bewusst böse handeln, dann wäre er im Grunde genommen ein Herrscher, der zwar Gesetze erlässt, sie aber nicht durchsetzt. Er würde damit Leid und Ungerechtigkeit sozusagen Tür und Tor öffnen. Gott wird das Böse nicht für immer dulden. Das stärkt unser Vertrauen zu ihm und gibt uns die sichere Hoffnung, dass sich die Verhältnisse hier auf Erden eines Tages bessern werden. Dann wird das in Erfüllung gehen lassen, was in den Psalmen wie folgt vorausgesagt worden ist: "Wer Böses tut, den wird Gott ausrotten. Wer jedoch dem Herrn vertraut, der wird das Land besitzen. Es dauert nicht mehr lange, dann ist es mit den Bösen aus und vorbei! Wo sind sie geblieben? Nicht die Spur wirst du noch von ihnen finden!" (Psalm 37:9, 10, Hoffnung für alle).

LG Philipp

Viele dieser Stellen sind direkte Anweisungen von "Gott", einige persönlich, einige durch seine Propheten übermittelt und da das Alte Testament von sich selber behauptet das wortwörtliche Wort Gottes zu sein, im Gegensatz zum Neuen Testament welches noch nicht einmal von Zeitzeugen verfasst wurde, sollte jedem vernunftbegabten Menschen klar sein dass das Alte Testament in Sachen Geboten und Verboten über dem Neuen Testament steht.

Zum Glück gibt es keinen Gott, was dir die Freiheit gibt, nach deinen eigenen Moralvorstellungen zu leben.

Hallo Paller,

der ganze Durcheinander ensteht dadurch, dass man Erzählungen für historische Darstellungen hält, umgekehrt wieder historische Darstellungen für Legenden und Sagen, Beschreibungen für Gebote hält, Gebote nicht aktualisiert, Auslegungen für Geschichtstexte und Dichtungen für historische Beschreibungen hält

.....und das alles dann in einen Topf wirft, ohne sich um Enstehungsgeschichte, Literaturgattungen, Adressaten und Aussageabsicht zu kümmern (und möglichst noch darstellt, dass das Ganze von Schaf- und Ziegenhirten geschrieben ist, die an schlechten Zähnen starben, wie ein berühmter user mal schrieb.)

Das wäre dann so, als ob man die Tageszeitungen eines Jahres nimmt und dann die Unfallberichte für Gebote hält, die Gedichte auf der Kinderseite als wissenschaftlich bewiesene Fakten betrachtet usw.....

Sicher sind einige Gebote aus dem alten Testament (z.B. die bekanntesten: Zehn Gebote) bis heute gültig. Heißt, viele Christen orientieren sich auch jetzt noch nach den Geboten im alten Testament.

Man muss aber beide Testamente im Zusammenhang sehen. Wenn zum Beispiel im alten Testament Opfer gebracht wurden mussten, Kriege geführt wurden oder Städte vernichtet wurden, geschah das weil der Mensch Fehler machte und Gott diese direkt bestrafen musste. Gott liebt die Menschen aber, wollte dies nicht länger und opferte seinen Sohn Jesus stellvertretend für die Menschen (Neues Testament). Niemand muss sich also heute an die Opfergebote des Alten Testaments halten, weil es ja Jesus stattdessen gibt. Gott musste niemanden mehr bestrafen bzw. der Mensch aus eigener Kraft heraus sich befreien von seinen Fehlern und so entstand der friedvolle Christentum den wir heute haben. 

Hoffe du verstehst einigermaßen, was ich meine und ich konnte dir weiterhelfen :) 

Die Bibel ist zwar eine wertvolle historische Quelle, aber das gewalttätige Gottesbild des Alten Testamentes ist durch Jesus auf den Kopf gestellt worden.

Übrigens gibt es auch im AT einige Anklänge an den liebenden Gott, nur konnte ein Nomadenvolk wie die Israeliten mit so einem Gott normalerweise nichts anfangen. Sie brauchten einen, auf dessen Geheiß sie andere Völker unbarmherzig ausrotten konnten, um deren Land in Besitz zu nehmen, da sie sonst keine Chance hatten, sesshaft zu werden.

Die Gebote des Alten Testamentes gelten deshalb nur insoweit für uns, als sie mit dem von Jesus gepredigten und gelebten Prinzip der Liebe übereinstimmen. Die 10 Gebote galten übrigens nur für die Juden gegenüber anderen Juden. Mit Nichtjuden konnte man umspringen, wie man wollte. Für uns heute gilt, dass alle Menschen gleichberechtigte und gleich geliebte Kinder Gottes sind. Nur das ist modernes Christentum, im Gegensatz zum Judentum und zum Islam.

Da hast du wohl falsch gehört, was das alte Testament angeht.

Was im alten Testament vorgekommen ist was Gott angeht, wird in Zukunft wieder eintreten. Hört sich komisch an, is aber so. Denn das alte Testament ist ein Schatten und Abbild der Himmlischen Dinge und dient so lange bis zur festgesetzten Zeit, bis das Himmlische sichtbar ist. (Hebr8,3-5) Beispiel ist hier zb Zelt von Mose, es gibt das Zelt und es gibt die Erfüllung vom Zelt. Auch Kriege und anderes Schreckliches, was von Gott eingeleitet wurde, wird als Erfüllung wieder vorkommen. Zb als das Volk mit Posaunen um die Mauer gelaufen sind und am 7 Tag die Mauern eingestürzt sind.

Denn vieles wird in der Offb was die Zukunft angeht als Gleichnis genommen, weil es in einer Art geistliche Form nocheimal auftreten wird. Denn die Geschichte ist nur ein Abbild von dem Geistlichen. Deswegen benutzt Gott es als Gleichnis um die Zukunft zu erklären.

Wäre auch hilfreich wenn du ein paar Beispiele aufzählen könntest, aber das gibt Gott vor. Ob die Geschichte im AT dann Gesetz ist, muss man nachlesen, aber es gibt vieles was geschehen ist, was wieder auftreten wird, nur eben als Erfüllung des Gleichnisses.

Sicher sind einige Gebote aus dem alten Testament (z.B. die bekanntesten: Zehn Gebote) bis heute gültig. Heißt, viele Christen orientieren sich auch jetzt noch nach den Geboten im alten Testament.

Man muss aber beide Testamente im Zusammenhang sehen. Wenn zum Beispiel im alten Testament Opfer gebracht wurden mussten, Kriege geführt wurden oder Städte vernichtet wurden, geschah das weil der Mensch Fehler machte und Gott diese direkt bestrafen musste. Gott liebt die Menschen aber, wollte dies nicht länger und opferte seinen Sohn Jesus stellvertretend für die Menschen (Neues Testament). Niemand muss sich also heute an die Opfergebote des Alten Testaments halten, weil es ja Jesus stattdessen gibt. Gott musste niemanden mehr bestrafen bzw. der Mensch aus eigener Kraft heraus sich befreien von seinen Fehlern und so entstand der friedvolle Christentum den wir heute haben. 

Wenn Christen Gewalt bejahen, haben sie diese Zusammenhänge und Gottes Liebe einfach nicht richtig kapiert. 

Hoffe du verstehst einigermaßen, was ich meine und ich konnte dir weiterhelfen :) 

TroIIinger 03.07.2017, 19:21

Jaja, der leibevolle, massenmordende Gott. Er musste sie natürlich bestrafen, denn er als allmächtiges Wesen hätte ihnen ja nie vergeben können und die Möglichkeit, sie auf ihre Verfehlungen hinzuweisen hatte er auch nicht. Er musste sie töten und natürlich so grausam wie möglich. Dass dabei viele Unschuldige mit dran glauben mussten, wen juckt's?

Dieser Gott ist trotzdem gut. Er tötet auch, also ist Töten gut.

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RudolfFischer 04.07.2017, 23:52
@TroIIinger

Das ist eben das überholte Gottesbild. Leider schaffen es die heutigen Kirchen nicht, das neue Gottesbild von Jesus (Gott als liebender "Abba", also Papa) zu predigen. Die vorkonziliären Höllenpredigten aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stecken den Eltern der heutigen Generation (meiner) noch in den Knochen. Die jetzige Generation pflegt ihr übernommenes Vorurteil, um Religion abhaken zu können. Da landet dann mancher bei Konsumismus, Arbeitssucht oder Drogen und Selbstzerstörung.

Dagegen: "Die Freude am Herrn ist eure Stärke." (Nehemia, 8,10) Ich kann allen nur wünschen, das für sich zu entdecken, wie ich es für mich vor vielen Jahren entdeckt habe.

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AngelaHoppe 03.07.2017, 20:31

Mit dem Opfern hat Kain angefangen, und das erst nach einiger Zeit (1.Mose 4,3) um dann - vom Ergebnis enttäuscht - seinen Bruder Abel zu ermorden.

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Paller 04.07.2017, 07:43

anNswer ist dann gott nicht gewaltvoll? wie passt das mit dem barmherzigen Gott zusammen?

Danke und Gruß Paller

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Im AT hat Gott JAHWE Kriege angeordnet. Im NT propagiert Gottes Sohn — Jesus Christus — Gewaltlosigkeit.

Ein Widerspruch? Hat Gott seinen Standpunkt zum Thema Krieg geändert?

Gottes Volk Israel schreit Jahrhunderte zu seinem Gott JAHWE um Hilfe, denn sie werden von den Ägyptern gnadenlos geknechtet. Hat Gott kein Erbarmen mit seinem Volk?

Doch! Schliesslich schreitet er ein — warnt mittels 10 Plagen immer wieder den Pharao — und dann der Show Down: das ägyptische Heer wird im Roten Meer ertränkt. Grausam für die einen — Freiheit für die anderen.

Das war ein gerechter Krieg, den Gott selbst führte. Er warnte zuvor ausgiebig und bat um Vernunft.

Diese Begebenheit sagt uns, dass Gott Ungerechtigkeit und Grausamkeit nicht unendlich lange dulden muss. Er ist als Schöpfer berechtigt, Krieg zu führen, wobei seine Kriege im Unterschied zu menschlichen Kriegen immer gerecht sind. 

Manchmal hat er auch sein Volk beauftragt, in seinem Namen Krieg gegen Unrecht zu führen (Völker auszurotten, die ihre eigenen Kinder töteten).

Beachtete sein Volk seine Kriegsanweisungen nicht oder ging darüber hinaus, wirkte sich das für sie oft verheerend aus.

Als Schöpfer des Menschen gefällt es Gott natürlich nicht, dass Menschen sterben. Doch traurigerweise gibt es Menschen, die über Leichen gehen. Denen muss Einhalt geboten werden. Hören sie nicht auf wiederholte Warnungen Gottes, müssen sie zum Schutz der Allgemeinheit beseitigt werden.

Unterdrückten in der vorchristlichen Zeit also Menschen einander grausam, oder verhielten sich abartig, war für Gott Krieg ein legitimes Mittel, um dagegen vorzugehen. Trotzdem hasst Gott Gewalt (Psalm 11:5).

Aber wer wann kämpfen sollte, das entschieden nicht Menschen, sondern Gott. 

Änderte Gott im 1. Jahrhundert seinen Standpunkt zum Thema Krieg?

Im 1. Jh. schrien die Juden wieder zu Gott um Hilfe, denn sie wollten vom römischen Joch befreit werden. Diesmal half Gott ihnen nicht. Warum nicht?

Nicht Gottes Standpunkt zum Krieg hatte sich geändert. Es war sein Volk, das sich ihm gegenüber geändert hatte. 

Sie hatten Jesus — seinen Sohn — als Messias abgelehnt (Apostelgeschichte 2:36). Damit war das besondere Verhältnis zerstört, das sie als ganzes Volk zu Gott gehabt hatten (Matthäus 23:37, 38).

Deshalb entzog JAHWE den Juden seinen Schutz. Jetzt sollte ein anderes Volk seinen besonderen Schutz geniessen: es war eine Gruppe Christen, die mit Jesus im Himmel regieren sollte. Ihnen wurde im 1. Jahrhundert gesagt: „Jetzt aber seid IHR Gottes Volk“ (1. Petrus 2:9, 10).

Warum aber kämpfte Gott nicht mehr für sein neu gewähltes Volk, das doch von den Römern schwer bedrückt wurde? Und warum gab er ihnen nicht den Auftrag, selbst für sich zu kämpfen?

Die Entscheidung, wer wann Krieg führt, obliegt dem Schöpfer selbst. Offenbar sah er noch nicht die Zeit gekommen, einen Krieg zugunsten seines Volkes zu führen.

Also mussten die Christen warten auf das Eingreifen Gottes gegen Ungerechtigkeit — genauso, wie die Israeliten jahrhundertelang in Ägypten auf ihre Befreiung warten mussten.

Als er sie dann durch seinen Sohn darüber unterrichtete, dass die Römer gewaltbereit kommen werden, beauftragte er sie NICHT, zu kämpfen, sondern in die Berge von Judäa zu fliehen (Luk. 21:20, 21).

Zudem schrieb Paulus unter Gottes Anleitung, dass sie sich nicht selbst rächen sollten: "denn es steht geschrieben: ,Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova‘ “ (Römer 12:19).

Dasselbe Prinzip wandte Gott schon im alten Israel an (3. Mose 19:18; 5. Mose 32:35). Bei diesen Begebenheiten kämpfte Gott für sein Volk. Sie brauchten nichts tun.

Paulus' Aussage bestätigt also, dass sich Gottes Standpunkt zum Krieg im NT nicht geändert hat. Er wird weiterhin mit Gewalt gegen Unrecht vorgehen. Nur ist ER derjenige, der den Zeitpunkt bestimmt.

Und er hat nicht die Christen beauftragt, gewaltsam gegen Unrecht vorzugehen.

Viele fragen sich, warum Gott bis heute nichts gegen all das Unrecht in der Welt getan hat. Gott sieht sehr genau, was in der Welt passiert. Er hat bereits einen Tag festgelegt, an dem er eingreifen wird.

Noch befinden wir uns in der "Warnungs"-Phase. Weltweit wird Gottes Wille gepredigt und Menschen zur Umkehr zu Gott aufgefordert.

Diese Botschaft wird eines Tages genug bekannt gemacht sein. Dann greift Jesus im Auftrag Gottes ein:

"Jesus [wird]vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln ... an denen Rache üben, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen“ (2. Thessalonicher 1:7, 8). 

Dieser bevorstehende Eingriff wird in der Bibel Harmagedon genannt, der „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ (Offenbarung 16:14, 16).

Gottes Standpunkt zum Krieg hat sich bis in unsere Gegenwart nicht geändert.

Er wird mit Gewalt gegen die vorgehen, die seine Warnungen in den Wind schlagen. Und er wird all das über die Jahrhunderte erlittene Leid durch die Auferstehung von den Toten wieder gut machen (Joh. 5:28, 29).

Das ist das Ende aller Kriege!

Sturmwolke 04.07.2017, 09:54

@OhNobody:

Wirklich gute Erklärung. Danke und DH!

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ManfredFS 04.07.2017, 15:30

Wieder Wahrheit mit Lügen gemischt.

a) Gott hat die Israeliten nicht verstoßen, er hat sie nur verstockt, damit die Heiden gerettet werden. Am Ende der Tage wird Israel wieder das Volk sein. Gott hat niemals ein Ersatzvolk und schon gar nicht die ZJ eingesetzt, die sich anmaßen, dass durch ihren Namen auszudrücken.

b) Harmagedon ist kein Kampf gegen die menschen, die Behauptung Gott würde 7,5 Milliarden Menschen töten damit 8 Mio. Zj in Ruhe leben können ist Bullshit. Harmagedon ist ein Kampf Israels zusammen mit seinem Gott und Jesus gegen Satan. Klar werden auch Menschen umkommen aber die Christen sind dann bereits alle entrückt.

c) Wir mögen nicht verstehen was Gott wirklich denkt und was er unter Gerecht versteht. Er hat uns allerdings mit einem Sinn für Gerechtigkeit ausgestattet und wer aus heutiger Sicht sagt, der Völkermord den Israel damals begangen hat sei gerecht der hat nicht verstanden, was uns Gott mitteilen wollte als er in Jesus Mensch wurde. Kein Wunder, wenn ZJ in Bildern oder Ansprachen immer gerne die angebliche Grausamkeit von Harmagedon schildern...

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Die Bibel, vor allem das AT, ist ein Sammelsurium von Geschichten / Erzählungen, die von einer großen Anzahl unbekannter (!!) Verfasser zu verschiedenen Zeiten (Jahrhunderten !) in verschiedenen Kulturen in verschiedenen Sprachen zusammengetragen und seit den so genannten "Ur-Schriften", die es faktisch nie gab, immer wieder INHALTLICH verändert, d.h. dem jeweiligen Zeitgeist angepasst wurden.

Das AT wurde in über 800 (!!), das NT in weitere 300 (!!) Sprachen übersetzt.

Schon deshalb scheint sich mir deine Frage zu erübrigen....

Die Aufzählung biblischer Gewalt (sowohl AT als auch NT) würde den Rahmen dieses Frage-Forums sprengen.....

pk.

Hab gehört, dass die Geschichten im alten Testament nur sag ich mal
Erzählungen sind und keine gebote für die zukunft, stimmt das?

Damit wären die 10 Gebote ungültig, es gäbe keinen Gott, keine Schöpfung, keine Erbsünde. Dann würde auch der Kreuztod vom Lattenjupp noch viel weniger Sinn ergeben, als ohnehin schon.

Nirgendwo wird erwähnt, dass das alte Testament ungültig ist. Es gefällt den meisten Christen nur nicht mehr und alles was nicht ins Konzept passt ist metaphorisch zu verstehen. Wenn es dann zwischendurch passt, ist es wieder wörtlich wahr und beim nächsten Mal nur wieder eine Metapher.

Das ist Glaube. Der muss keinen Sinn ergeben und tut es auch nicht, immerhin ist es nur ein einfaches Weltbild für einfache Gemüter mit niedrigen Ansprüchen.

danhof 04.07.2017, 08:02

immerhin ist es nur ein einfaches Weltbild für einfache Gemüter mit niedrigen Ansprüchen.

Wie Angela Merkel, Professor Lesch, Franz von Assisi, Jürgen Fliege, Mutter Theresa, Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer, Werner Heisenberg, Sir Isaac Newton, Blaise Pascal, Dwayne "The Rock" Johnson, Mr. T

Alles einfache Gemüter mit niedrigen Ansprüchen. Stelle mir gerade vor, wie du das Letzgenanntem unter die Nase reibst :-)

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TroIIinger 05.07.2017, 15:05
@danhof

Wie Angela Merkel, Professor Lesch, Franz von Assisi, Jürgen Fliege, Mutter Theresa, Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer, Werner Heisenberg, Sir Isaac Newton, Blaise Pascal, Dwayne "The Rock" Johnson, Mr. T

Du zählst einige Personen auf, die recht bekannt sind. darunter einige einfache Gemüter und einige, die schon lange tot sind und es damals nicht besser wissen konnten.

Du versuchst hier offensichtlich mit einer Mischung aus Autoritätsargument und Popularitätsargument zu punkten.

Das zeigt nur, wie niedrig deine Ansprüche an ein schlüssiges Argument sind, du hast offenbar gar keine, deswegen versuchst du mit Fehlschlüssen zu argumentieren.

Unterm Strich ist das Konzept "Gott" ein sehr einfaches und unschlüssiges Erklärungsmodell. Man braucht wirklich nicht besonders helle zu sein, um dahinter zu kommen, dass es unschlüssig ist.

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Das Christentum ist eine Religion mit viel Gewalt, wie du sehr leicht aus der Geschichte des Christentums, egal welcher Konfession, ablesen kannst...

Wie wäre es, wenn du die ganzen religiösen Schriften um die sich deine Fragen drehen, einfach selbst liest. Dann hast du deine Antworten.

Paller 03.07.2017, 21:24

ja mach ich gerade, komme auf Grund von persönlichen dingen nicht voran.

also ich lese die bibel und den koran

jedoch will ich mich schlau machen davor, damit ich die meinungen im Hinterkopf hab. Werde diese sachen die hier natürlich gesagt werden nicht direkt übernehmen, sondern auch überprüfen.

Danke und Gruß Paller

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Alle Gesetzte wurden übernommen.
Nur die Geschichten sind brutal, aber die haben meistens nichts mit dem Gesetz zu tun.

Was du nicht alles vom Hörensagen weißt.

https://www.gutefrage.net/suche?q=gewalt+altes+testament

Ungefähr 1.040 Ergebnisse (0,25 Sekunden)

Die Bibel ist wie das richtige Leben: Oft ist nicht nur eine Antwort richtig.

Hast du 3 Zeugen von einem Autounfall, die sich nicht abgesprochen haben, dann hast du 3 unterschiedliche Autounfälle.

Das schöne hier ist, die Helden laufen nicht in Strumpfhosen und buntem Cape herum,  sondern haben ihre Fehler und Schwächen. Ganz wie im richtigen Leben. Und das wird offen ausgesprochen und nicht vertuscht.

Wieso sollen das Gebote für die Zukunft sein? Christen sind doch keine Juden!

Christen sind Nachfolger von Jesus Christus, und was der gesagt hat, steht in den 4 Evangelien, die kannst Du mal lesen. Besonders Matthäus 5-7

https://www.bibleserver.com/text/SLT/Matth%C3%A4us5

Nähere Infos gibts in den Briefen, kannst Du auch mal lesen.


13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.

14 Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.

15 Wenn ihr einander aber beißt und fresst, so habt acht, dass ihr nicht voneinander aufgezehrt werdet!
https://www.bibleserver.com/text/SLT/Galater5



Du hast recht, die Geschichten im Alten Testament haben ihre Bedeutung zu ihrer jeweiligen Zeit und das Gesetz des Mose wurde dem Volk Israel und nicht der christlichen Gemeinde gegeben. Es gibt definitiv keine Bibelstelle, die Christen zur Gewaltanwendung aufruft.

Jesus hat die Menschen gelehrt, dass sie ihre Mitmenschen (ihre Nächsten) und sogar ihre Feinde lieben sollen. Von ihm stammt die goldene Regel: "Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso" (Matthäus 7,12).

In der berühmten Bergpredigt hat Jesus gesagt: "Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen!" (Matthäus 5,9).

Der Apostel Paulus schrieb im Römerbrief: "Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist. Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden" (Römer 12,17-18).

Der Gott der Bibel ist ein Gott des Friedens: "Der Gott des Friedens sei mit euch allen" (Römer 15,33).

Die "10 Gebote" stammen aus dem A.T. (2.Mose 20) und wurden von Jesu sogar noch vergtieft (Mt.5,19-27).

Im N.T. müssen wir auch "mit Gewalt" gegen den Gott dieser Welt" (2.Kor.11,14; Offb.12,9)  kämpfen (Eph.6,12) bzw. das macht Jesu durch uns (Röm.7,17.25; 8,2).

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