Gewährleistung bei Handyverkauf mit verkaufen?

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2 Antworten

Die Sachmängelhaftung aka. Gewährleistung wird immer vom jeweiligen Verkäufer gewährt. Wenn Du das Handy verkaufst, kann der Käufer dir gegenüber Ansprüche geltend machen. Du wiederum kannst gegenüber Sparhandy Ansprüche geltend machen. Die Tücke liegt im Detail. So läuft dein Anspruch vor dem deines Käufers ab, da Du ja auch eher gekauft hast. Zudem muss sich dein Käufer nicht hinhalten lassen, bis Sparhandy dir das ok gegeben hat.

Standardmäßig gibst Du die Sachmängelhaftung, kannst sie aber nicht gewerblicher Verkäufer auch gegenüber Verbrauchern ausschliessen. Das solltest Du auch tun. Formulierungen wie "im Falle eines Defekt schaue ich, ob eine Reparatur möglich ist" können das schon konterkarieren. Es sollte ein klares Nein sein.

Ich bekomme nun [...] ein neues HTC One M7 da ich es zum dritten mal mit dem selben defekt eingeschickt habe.

Das hast Du aber umständlich gemacht. Du hättest dich gar nicht auf eine Reparatur einlassen müssen, sondern direkt ein neues verlangen können. Wenn Du dich dann doch für die Reparatur entscheides, kannst Du nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen den Kauf rückgängig machen, also dein geld zurückverlagen. Gezogenen Nutzen und Wertminderungen darf der Verkäufer nicht abziehen.

Das Telefon hat noch ca 1,5 Jahre gesetzliche Gewährleistung übrig.

Wenn es auf dem Reparaturbericht bzw. als Gewährleistungstasch o. ä. tituliert ist, beginnt die Frist komplett neu ... sprich: es sind dann wieder 2 Jahre. Also schön darauf achten, dass so etwas draufsteht.

Gewährleistung ist grundsätzlich erst mal nicht übertragbar, es sei denn der ursprüngliche Verkäufer (in dem Fall Sparhandy) schreibt dies explizit in den AGB

son40 08.09.2014, 20:24

das heißt ich kann nur ohne verkaufen und muss einfach unter ausschluss der gewährleistung in die artikelbeschreibung schreiben und die sache passt? nicht dass ich nacher noch probleme bekomm wenn das handy wieder den selben defekt hat was ich schwer glaube, da das One mit den Lautsprechern gerne probleme macht

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Messkreisfehler 08.09.2014, 20:44
@son40

Ja, so kannst Du es machen, du kannst die Sachmängelhaftung als Privatverkäufer ausschliessen. Ist auch dringend zu empfehlen!

Du kannst allerdings auch Rücksprache mit Sparhandy halten und bei denen nachfragen, ob sie die Übertragung der Sachmängelhaftung ausschliessen oder nicht.

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Smudo1284 08.09.2014, 20:24

viele verkaufen es aber mit der gewährleistung und senden einfach ne quittung über das handy mit.

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Messkreisfehler 08.09.2014, 20:44
@Smudo1284

Stimmt, das machen viele, bringen tuts jedoch nichts. Für die Sachmängelhaftung ist IMMER der letzte Verkäufer zuständig!

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Ifm001 08.09.2014, 22:13
@Smudo1284

Solange der Kauf anonym erfolgt ist, kann auch kein Verkäufer wissen, ob da der "Original"-Käufer steht.

Rechtlich ist das aber eher fragwürdig.

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altaso 08.09.2014, 20:27

Blödsinn!!!

Natürlich ist die Gewährleistung und Garantie übertragbar!

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son40 08.09.2014, 20:38
@altaso

okai haha also reicht es einfach die rechnung mitzugeben ohje jeder sagt was anderes :D

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Messkreisfehler 08.09.2014, 20:39
@altaso

Soso, Blödsinn ist es also... Wohl eher nicht...

Aber um altaso zu erleuchten...

Gewährleistungsansprüche kann man in Deutschland nicht einfach so abtreten! Die Sachmängelhaftung ist immer!!! eine kaufvertragliche Pflicht des Verkäufers gegenüber dem Käufer.

Theoretisch wäre nur ein "Unternehmerrückgriff" möglich, scheidet in dem Fall aber aus, da der letzte Verkäufer als Privatverkäufer die Sachmängelhaftung vermutlich ausschliesst...

Du kannst uns aber gerne eines besseren belehren und uns die Rechtsgrundlage aufzeigen...

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Haglaz 08.09.2014, 21:31
@son40

Nein, das Sachmangelgewährleistungsrecht ist kein abdingbares Recht, das Unternehmen hat zwischen dir und deinem Kunden kein Vertrag. Die Garantiebedingungen, sofern eine derartige überhaupt vorhanden ist, legt der Hersteller selber fest, derartige Garantieerklärungen sehen aber in der Regel auch keine Dritten als Garantienehmer vor.

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Haglaz 08.09.2014, 22:50
@Haglaz

Die Forderung könnte nach § 398 BGB abgetreten werden, sofern das nicht vorher vertraglich ausgeschlossen wurde.

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