Gewährleistung bei einem 19 Jahre alten Multivan?

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6 Antworten

Hallo,

Ein Händler kann die Gewährleistung für ein von ihm an eine Privatperson verkauftes Farzeug nicht ausschließen, sondern maximal auf ein Jahr begrenzen. Nur, wenn es sich um ein Bastlerfahrzeug handelt, muss auch ein Händler nicht für Mängel haften.

 

Allerdings muss es auch tatsächlich ein Bastlerfahrzeug sein. Die reine Bezeichnung als Bastlerfahrzeug zur Umgehung der Sachmängelhaftung genügt nicht. Ein Bastlerfahrzeug kann nur ein Fahrzeug sein, das sich in seinem aktuellen Zustand nicht mehr für den Straßenbetrieb eignet, sondern dafür erst wieder mühsam aufgebaut werden muss.

 

Ich möchte Sie auf folgenden Link aufmerksam machen, der sich mit dieser Thematik befasst:

http://www.welt.de/motor/article143314467/Vorsicht-mit-dem-Begriff-Bastlerfahrzeug.html

Es wird also in einem etwaigen Rechtsstreit darum gehen, ob es sich um ein Bastlerfahrzeug handelt. Der Kaufpreis kann da ein Indiz sein. 5.000 EUR ist schon ein hoher Betrag, für ein Fahrzeug, dass vom Käufer erst selbst wieder aufgebaut werden muss, bevor er es nutzen kann. Aber es ist nur ein Indiz. Die von Ihnen aufgezählten Defekte können durchaus die Annahme rechtfertigen, dass es ein Bastlerfahrzeug ist. Auch die vom Käufer extra unterschriebene Vereinbarung und das Alter des Fahrzeuges sprechen dafür. Letztendlich wird es an der Würdigung der Beweise liegen, die das Gericht sichtet. Unterschiedliche Urteile in der Rechtssprechung sprechen hier verschiedene Sprachen und es kommt daher auf den Einzelfall an.

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

KaterKarlo2016

Diesbezüglich habe ich von einem sehr ähnlichen Fall gelesen. Da wurde auch ein Auto als 'Bastlerfahrzeug ohne Garantie' verkauft. Da das Auto fahrbereit und noch TÜV hatte, konnte nicht von einem Basterfahrzeug die Rede sein. Die Folge: Die Bezeichnung 'Bastlerfahrzeug ohne Garantie' war darum ungültig. Dafür wurde dann allerdings eine Garantie von 2 Jahren fällig, weil sie ja nicht auf 1 Jahr begrenzt wurde.

Bin allerdings kein Rechtsanwalt.

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Der Umstand, dass der Käufer offenbar trotz defekten Motors noch 200 km fahren konnte, ehe es zu einem Motorschaden kam, wird wohl auch entsprechend gewürdigt werden^^

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Der Kunde ist da wohl im Recht. Bastlerautos kann ein Autohändler nur in den Export oder gewerblich verkaufen. Der Kunde hat ein Recht auf ein heiles Fahrzeug. Den Zettel kann er vergessen, der ist ungültig.

Solche pauschale Auflistungen machen den Haftungsausschluss ungültig, da der Händler sich hier erkennbar aus seiner gesetzlichen Gewährleistungsverpflichtung stehlen will. 

Wenn Mängel vorhanden sind, dann müssen diese konkret beschrieben sein.

Das sollte ein Gebrauchtwagenhändler aber wissen, das ist ja nichts neues.

Ich glaube nicht, dass man mit einer solchen "Vereinbarung" die Händlerhaftung umgehen kann. Zudem erscheint mir der Preis für eine Hupe, das war wohl das einzige was noch funktioniert, etwas zu hoch.

Die Sachmängelhaftung kann er nicht ausschließen, als Bastlerfahrzeug muss der Preis DEUTLICH unter dem üblichen Zeitwert liegen.

Wohl können aber die bereits bekannten Mängel im KV hingewiesen werden, wenn ein Motorschaden im KV festgehalten wurde, kann der Käufer diesen nicht nachträglich als Sachmangel reklamieren.

So sehe ich es auch. Aber ich finde keine Quelle. Danke dir. 

Ich denke ohne Gerichtsverhandlung wird da nichts laufen... Und da tippe ich auf einen Vergleich. Naja schauen wir mal. Danke nochmal 

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das ist eine uralte masche auf die ihr reingefallen seit. aber dein schwager ist händler, also muss er 1 jahr gewährleistung geben. ob er den wagen angeschaut hat oder nicht ist sein pech. gewerbe ist kein kinderzirkus er hat pflichten und muss sich an gesetze halt nur geld kassieren ist nicht.

ist schon klar. Er kassiert nicht nur und hält sich an Gesetze. Was sind das denn für Unterstellungen hier? Der Käufer wurde darauf hingewiesen!!!

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