Getrennt lebender Ehemann kauft Immobilie im Trennungsjahr . Kann er die Kosten von diesem Kredit geltend machen beim nachehelichen Unterhalt ?

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8 Antworten

Die monatlichen Belastungen des Mannes haben nur bedingt Einfluss auf sein "unterhaltsrelevantes Einkommen". 

  • Er kann von seinem Durchschnittsnetto die "berufsbedingten Ausgaben" (Fahrtkosten etc...) zur Anrechnung bringen oder auch Beiträge für seine eigene Altersvorsorge (Riester) oder auch Kredite, die von beiden während der Ehe aufgenommen und nur von ihm abgezahlt werden o.ä..... 
  • Es steht ihm frei, zu wohnen, wo er möchte. 
  • Die Höhe seiner Miete hat keinen Einfluss auf sein "unterhaltsrelevantes Einkommen". Ebensowenig seine Schulden o.ä... Ggf. muss ihm sein "Selbstbehalt" verbleiben, in dem bereits eine "Pauschale" für die Wohnkosten integriert ist. Schulden sind nachrangig nach Unterhaltszahlungen zu begleichen.


Von seinem Verdienst kann er also nicht alles in Abzug bringen, um sein "unterhaltsrelevantes Einkommen" für die Berechnung des Trennungsunterhaltes (bis zur Scheidung) zu mindern.

Aber: Nachehelicher Unterhalt wird ohnehin nur noch in Ausnahmefällen zugesprochen (und dann zumeist auch nur befristet), da davon ausgegangen wird, dass nach der Scheidung jeder Ehepartner für sich selbst sorgen kann. (Ein GdB 50 sagt ja noch nichts über die "Erwerbsfähigkeit" einer Person aus...)

Selbstverständlich hat meine Freundin eine Anwältin aber der nächste Besprechungstermin ist erst nächste Woche und bei einem Telefonat mit der Anwältin wurde gesagt es kommt leider auch immer auf den Richter an wie was entschieden wird. Da meine Freundin große Angst hat finanziell nicht zurecht zu kommen habe ich gedacht ich stelle hier mal die Frage . Vielleicht hat ja jemand eine ähnliche Situation erlebt. Er wird unterhaltspflichtig sein da sie 40 Jahre zusammen waren und 38 Jahre lang verheiratet und sie ist cronisch krank. Ich bin selbst auch leider geschieden. Bin ebenfalls 50 %Schwerbehindert. Und war 23 Jahre verheiratet. Bin leider zu 100% Arbeitsunfähig geschrieben und beziehe dadurch eine kleine Frührente. Mein Ex hätte lebenslang Unterhalt zahlen müssen da ich aber eine nette Exfrau bin haben wir uns notariell auf 7 Jahre geeinigt...ob das die richtige Entscheidung war wird sich noch raus stellen. Zur Zeit bin ich noch fähig einen Minijob...paar Stunden prp Woche zu machen...kann sich aber leider bald ändern und dann sieht es finanziell zienlich schlecht aus :-(( Ich habe selbst im Internet gelesen dass ein Immobilienkauf eine Vermögensbildung und Absicherung ist und deshalb geltend gemacht werden können beim Unterhalt.........:-(( Falls hier doch noch jemand einen ähnlichen Fall erlebt hat oder genau Bescheid weiß würde ich mich über weitere Antworten freuen...aber vielen Dank auch für die bisherigen Antworten.

Nachehelicher Unterhalt kommt heute ohnehin nur noch in ganz seltenen Fällen auf Geschiedene zu (langjährige Hausfrauen Ehe geschlossen vor Jahr xy).

Wie lange bestand die Ehe denn und sind Kinder vorhanden?

Er darf überhaupt keine neue Schulden machen. Jedenfalls befreien ihn diese nicht von seiner Unterhaltspflicht.

Wir sind hier keine Anwälte. Und außerdem fehlen noch viele Angaben, z.B. besteht ein Ehevertrag u.s.w. Wenn seine Frau einen guten RA findet kann er ganz schön auf die Schnauze fallen.

Man sollte sich bereits bei Beginn des Trennungsjahres einen Scheidungsanwalt nehmen, damit solchen Spielchen vorgebeugt werden kann durch Festlegung der Vermögensverhältnisse. Wer das versäumt, hat unter Umständen das Nachsehen. Also bitte einen Anwalt konsultieren.

Die Anhäufung von Privatschulden minimieren keine Unterhaltpflichten und die Erfüllung von Unterhaltsansprüchen geht auch der Bedienung von Privatschulden vor.

Aber gibt es heutzutage noch "nachehelichen Unterhalt"?

Aber gibt es heutzutage noch "nachehelichen Unterhalt"?

Bei Behinderung: sehr wahrscheinlich. Ist jedoch immer eine Einzelfallentscheidung.

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das sind fragen, die einem der anwalt beantworten kann.

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