Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch - wo bleibt der Aufschrei?

13 Antworten

Hallo hourriyah,

an einigen der Antworten siehst du, warum es keinen Aufschrei der Entrüstung gibt. Die Leute finden unser Gesundheitssysten klasse, weil sie gar nicht bemerken, wie sie über den Tisch gezogen werden. Solange man mit seiner Chipkarte eine Arztflatrate hat, ist doch alles super toll. Wenn man bei einem Augenarzt nicht sofort einen Termin bekommt, geht man eben zum anderen - solange es den anderen noch gibt. Dass es ganze Städte ohne Augenarzt gibt, haben einige Zeitgenossen noch nicht gemerkt. Dass es immer weniger Hausärzte gibt, haben auch einige noch nicht gemerkt. Ebenso wenig, wie diese Zeitgenossen überrissen haben, dass ihnen Kassen und Politik vor knapp drei Jahren mit der neuen Bedarfsplanung ganz offiziell etwa 16% der Hausärzte weggeplant haben. In den Großstädten fällt das noch nicht besonders auf, es gibt aber eine Vielzahl von Ortschaften mit über eintausend Einwohnern, die schon seit Jahren keinen Hausarzt mehr haben. Viele Hausärzte nehmen aus Überlastung keine neuen Patienten mehr an. Vor 20 Jahren noch vollkommen undenkbar. Bei mir in der Ortschaft waren wir bis vor vier Jahren drei Hausärzte, jetzt sind wir nur noch zu zweit, weil ein Kollege nach jahrelanger Suche ohne Nachfolger aufgehört hat. Ich bin in unserem Landkreis mit 50 Jahren der drittjüngste Hausarzt und einer nach dem anderen macht aus Altersgründen und ohne Nachfolger seine Praxis zu. Nicht in der Diaspora, sondern in einem angeblich hochattraktiven Gebiet, nahe einer Süddeutschen Großstadt. Mit den Fachärzten sieht es insgesamt nicht besser aus. Erst wenn die tolle ECard das Plastik, aus dem sie gemacht ist, nicht mehr wert ist, wird der deutsche Michel aufwachen. Es liegt leider in der Natur der Deutschen, immer erst zu verstehen, wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist. Bis die Katastrophe perfekt ist, denkt und redet man sich lieber alles schön. Die meisten Deutschen glauben tatsächlich immer noch, unser sozialistisch-planwirtschaftliches Gesundheitssystem sei das beste der Welt, dabei ist es längst im Mittelfeld angekommen und ist dabei, komplett nach unten durchgereicht zu werden.

Viele Grüße

Sneferu

Wer , bitteschön, soll denn aufschreien...?

Der Patient, der in der Abhängigkeitsrolle ist aufgrund seiner Krankheit? Oder der überlastete Arbeitnehmer des Gesundheitssystem, der auf das Gehalt angewiesen ist ?

Ja, es ist unschön, lange beim Arzt zu sitzen oder lange auf einen Termin zu warten, aber die altmodische medizinischen Standarts von vor 100 Jahren, wo Ärzte und Pflegepersonal noch mehr Zeit für die Patienten hatten, will auch keiner mehr. Und von Krankenkassen von vor 100 J. rede ich gar nicht.

Solange ein "Gesundheitswesen" darauf basiert, FÜR KRANKHEITEN BEZAHLT zu werden, ist dein "Aufschrei" nur ein Blick auf die Symptome der Krankeit; nicht auf die Ursachen...

Und was du damit "bekämpfen" kannst, wirst du, als Angehörige des "Gesundheitswesens" sicherlich selbst beurteilen können.

Im Übrigen frage ich mich ernsthaft, was dein Problem ist. Im Kapitalismus ist der Mensch "unbegrenzt nachwachsender Rohstoff". Wenn da ein paar Menschen "Fehler aufweisen", kann man sie bedenkenlos aussortieren und (möglichst billig) entsorgen...

suche Film: Morbus Muenchhausen bei Proxy , Mutter macht kind krank

Hallo , ich suche einen US-Film, aus den 70er oder -80er jahren. In dem Film geht es um eine Mutter-Kind Beziehung. Die Mutter macht ihr Kind krank, in dem es ihm staendig irgendwelche Krankmachenden Mittelchen gibt. Das Kind kommt ins Krankenhaus und die Aezrte bemerken erst langsam, das es dem Kind meist schlech tgeht, wenn die Mutter da ist. Ist die Mutter weg, geht es dem Kind besser. Die Aerzte ueberfuehren die Mutter letztendlich. ( Mutter leider an Muenchhausen bei Proxy-welches eine Stoerung der Mutter ist, die ueber das krankmachen des Kindes Aufmerksamkeit sucht. Meist stammen die patienten aus der medizinischen Berufsgruppe)

Danke

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Bewerbung Übernahme n. Ausbildung Krankenpfleger --- BITTE UM KORREKTUR!

Hallo Ihr lieben, bitte schaut euch doch mal die Bewerbung meines Sohnes an. Er macht derzeit noch eine Ausbildung und möchte nun dorthin auch übernommen werden und muß dazu eine Bewerbung schreiben. Bin um jeden Verbesserungsvorschlag dankbar.

Krankenhaus ABC z. H. Musterstr. 7 88888 Musterstadt

Musterdorf, den _____

Bewerbung um Übernahme als Gesundheits- und Krankenpfleger

Sehr geehrte ___________,

seit dem 01. Oktober 2011 absolviere ich in Ihrem Haus eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Diese werde ich im August 2014 erfolgreich abschließen und möchte mich für diesen Zeitpunkt um eine Übernahme als examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger im Krankenhaus ABC bewerben.

Während meiner Ausbildung konnte ich in vielen Bereichen Erfahrungen sammeln, mein erlerntes theoretisches Wissen praktisch umsetzen und vertiefen und die Abläufe der verschiedenen Stationen verinnerlichen. Darunter zählen die Innere Abteilung, Gynäkologie mit Geburtshilfe, Neurologie und Chirurgie. Meine bevorzugten Einsatzorte waren die Innere Abteilung und die Gynäkologie mit Geburtshilfe. Jedoch wäre auch eine Anstellung auf einer anderen Station eine Herausforderung, die ich gerne annehmen würde.

Zu meinen Aufgabengebieten zählten unter anderem die Pflege der Patienten, das Führen der Patientenakten und das Bearbeiten des sonstig anfallenden Schriftverkehrs auf der jeweiligen Station. (weiteres? Praktikum? Fortbildungen? das folgt noch)

Ich arbeite gerne im Team, verstehe es aber auch, Aufgaben eigenverantwortlich und zuverlässig auszuführen. Neben der Freude an meinem Beruf und einem starken Weiterbildungsinteresse im Bereich der Gesundheitspflege gehören Freundlichkeit, Stressresistenz, Flexibilität zu meinen Kompetenzen.

Da ich mich während meiner Ausbildung in Ihrer Einrichtung sehr wohl gefühlt habe und die familiäre Atmosphäre eines kleineren Krankenhauses sehr schätze, möchte ich gerne weiter für Sie arbeiten und hoffe, Ihr Interesse geweckt zu haben. Über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

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Umgang mit schwierigen Menschen in der Arztpraxis?

Der Hausarzt, bei dem ich beschäftigt bin, hat neuerdings seine Kapazitätsgrenze erreicht, was die Menge an zu behandelnden Patienten angeht.

Daher hat er ein Plakat an die Tür gehängt, dass es ihm aktuell unmöglich ist noch mehr Patienten aufzunehmen, wenn er sich um alle in seinem Patientenstamm ausreichend Zeit nehmen will. Allerdings wird zum Semesterende wieder viel frei, da dann regelmäßig viele mit dem Studium fertig sind und wieder in die Heimat ziehen.

Wir hatten heute morgen eine jungen Mann, der extra erwähnte, dass er ja privat versichert sei und in die Datei aufgenommen werden wollte.

Mein Chef hat ihm danach mindestens 3-4 Mal höflich erklärt, dass er aktuell keine Neupatienten aufnehmen würde und er könne sich ja in einem halben Jahr noch einmal melden.

Darauf ist er wortlos gegangen und hat die Türe hinter sich zugeschlagen.

Manche andere Patienten beklagen sich, dass er bei einem Virusinfekt keine Antibiotika verschreibt. Wenn er ihnen anbietet, dass man einen Schnelltest machen könnte, lehnen das die meisten ab.

Allgemein ist mir eine immer stärker werdende Unhöflichkeit mancher Patienten aufgefallen, wenn sie nicht das erhalten, was sie sich so vorstellen oder in anderen Situationen.

Wird sich dies in den kommenden Jahren noch verstärken?

Bei der aktuellen gesundheitspolitischen Situation gehe ich leider immer mehr davon aus.

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Nachtschicht mit 65 Jahren?

Hallo zusammen,

Eine Freundin von mir ist 65 Jahre alt, hat in Deutschland mit 40 Jahren Medizin studiert und seitdem auch als Ärztin gearbeitet.

Seit einigen Jahren arbeitet sie in einem Krankenhaus und sie ist mittlerweile ziemlich fertig. Weil sie erst mit 45 in die deutsche Rentenkasse einzahlt, bekommt sie nicht sonderlich viel und daher arbeitet sie noch.

In letzter Zeit kann sie allerdings nicht mehr: Der neue Chefarzt ist fachlich kompetent, aber menschlich kann sie nicht mit ihm. Wenn man zu ihm hingeht und "frech" ist, dann lässt er die Zügel locker, aber meine Freundin ist sehr harmoniebedürftig und traut sich kaum etwas zu sagen und das nutzt er aus. Sie ist praktisch nie krank (und meldet sich nur krank, wenn sie gar nicht kann) und muss daher häufig andere Patienten der anderen Ärzte übernehmen, usw.

Das größte Problem: Sie soll Nachtschicht machen und sie packt das einfach nicht mehr. Sie hat zu mir gesagt, dass sie gerne ein Gerichtsurteil oder ein "Gesetz" haben will, dass sie ihrem Chef vorlegen kann, weil sie einfach nicht mehr mit 65 Nachtschicht machen kann und will. Und schon gar nicht, weil die jungen Ärzte dauernd krank sind.

Meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, dass sie mit 65 Jahren nicht in die Nachtschicht eingeteilt werden darf?

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Warum nehmen sich so viele Ärzte für die Patienten so wenig Zeit?

da ich chronisch krank bin ( seit Jahren ) habe ich eine regelrechte " Ärtze-Odysee " hinter mir. und bei fast jedem Arzt immer dasselbe : wirklich ( fast ) keiner nimmt sich genug Zeit - meist nur wenige Minuten , es wird nur gefragt, was die Beschwerden sind, man bekommt ein Rezept ausgestellt und das war`s. Warum nur nehmen sich die meisten Ärzte kaum Zeit für die Patienten ?

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Ärztliche Überweisung aus letztem Quartal?

Hallo, ich bin privat versichert und habe im Dezember 2014 eine Überweisung von meinem Hausarzt bekommen. Nun hab ich aber bei dem anderen Arzt so schnell keinen Termin erhalten. Und nun ist die Frage: Ist die Überweisung jetzt - im neuen Quartal - noch gültig? Und: Brauche ich denn als privat Versicherter überhaupt zwangsläufig eine Überweisung? Ein Arzt sagte mir mal, dass er von mir gar keine bräuchte... Vielen Dank!

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