Gesundheitliche Folgen nach der Kampfjetpiloten laufzeit bei der Bundeswehr?

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4 Antworten

Hallo,

das lässt sich nicht pauschal beantworten, da jeder Mensch unterschiedlich auf die physische, aber auch psychische Belastung reagiert.

Stress macht z. B. das erforderliche schnelle Denken. Bist Du eine Sekunde unaufmerksam, bist Du tot. Oder Du hast mal einen Sitzausschuss hinter Dir, dann ist die Wirbelsäule geschädigt. Es kann zu Netzhautablösungen durch Einblutungen aufgrund hoher - auch negativer - G-Kräfte kommen.

Ein Beispiel: Ich wollte mir eine Laser-OP gönnen, um die Brille loszuwerden. Habe deshalb den Fliegerarzt meiner Airline gefragt mit dem Hinweis, dass ja auch die Bw für ihre Kampfpiloten eine solche akzeptiert. Antwort des Doktors: "Ja, es gibt aber noch keine Langzeitstudien bezüglich solcher OPs. Bei der Bw fliegen die Leute fliegen in der Regel nur 15 Jahre intensiv. Ob sie dann z. B. blind werden, ist der Bw egal, im Gegensatz zu einer Airline, bei der die Leute 30 bis 40 Jahre fliegen. Deshalb gibt es zivil noch Vorbehalte." Es geht mittlerweile auch unter bestimmten Voraussetzungen, aber für mich lasse ich es sein.

Das zeigt aber, dass es eine Standardantwort nicht geben kann.

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Kommentar von rudim1950
02.09.2013, 20:02

Danke für den Stern!

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Moin,

da scheint es einiges an unbestätigten Behauptungen wegen der Strahlungsbelastung zu geben, aber da wird sich die zuständige Lobby wohl hüten, so etwas offiziell werden zu lassen. Allerdings hat man natürlich den "Vorteil", dauerhaft gesundheitlichen Untersuchungen unterzogen zu werden.

Auch psychische Belastung ist da nicht ohne. Einen Bekannten, ehemals Tornadopilot, haben Frau und Kinder verlassen, bis er schließlich ein paar Jahre vor der ja recht frühen Pensionierung einen vollkommenen Burnout hatte und aufgehört hat. Es ist nicht ganz einfach, dauernd auf Achse zu sein. USA, Kreta etc. sind keine "Actionurlaube", das ist langwieriges und hartes Training.

mfg Nauticus

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Eine Folge ist, dass keine richtig formulierten Fragen mehr gestellt werden können. Böse Zungen behaupten aber, das würde auch schon bei manchen Leute bei 1-G-Belastungen auftreten.

Nein, es gibt keine Langzeitfolgen davon, pro Jahr läppische 200 Stunden zu fliegen. Da sind die Besatzungen von Linienflugzeugen, die mehr Flugstunden absolvieren und wesentlich höher fliegen eine deutlich höheren Strahlungsbelastung ausgesetzt.

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hohe physische und psychische beanspruchung, nicht umsonst dürfen sie ab ca. mitte vierzig nicht mehr fliegen.

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Kommentar von Nauticus
30.08.2013, 22:27

Offiziell dürfen sie das nicht mehr, um eine Überalterung zu verhindern, da es eben junge Piloten mit besten Reflexen und Eigenschaften erfordert.

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Kommentar von GermanSailor
31.08.2013, 05:50

nicht umsonst dürfen sie ab ca. mitte vierzig nicht mehr fliegen.

Das stimmt doch so nicht! Man darf so lange fliegen, wie man die WFV I besteht und auf einem Dienstposten eingesetzt wird, der das auch vorsieht. So ist der Kommodore eines Verbandes sehr wohl Pilot oder Waffensystemoffizier und auch älter als 40 Jahre.

Was Du wohl meinst und verwechselst, ist die Laufbahn BO41, wo man mit 41 Jahren die Bundeswehr verlassen konnte. In der Praxis sind aber viele der BO41 weiter bei der Bundeswehr geblieben, mitunter sogar gegen deren ausdrücklichen Wunsch.

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