Gesunde Fette

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6 Antworten

Erstmal finde ich es schön, dass du dich gegen deine Esstörung behandeln lässt. Damit bist du vielen anderen ein Schritt voraus. Was mich etwas wundert ist die Strategie, die Esstörung damit zu bekämpfen, indem man die Nahrungszufuhr zahlenmäßig erfasst (also mit "Fettpunkten"). Es sollte ja darum gehen, wieder ungezwungener mit Nahrung umzugehen und ja gerade das (Kalorien-)Zählen aufzugeben. Ich kenne mich nicht da nicht aus, deswegen mag mein Gedanke vielleicht falsch sein, aber es interessiert mich auf jeden Fall. Wenn du Lust hast, würde es mich freuen, wenn du ein wenig mehr von dem Konzept erzählen könntest. Einfach der Neugierde wegen.

Aber zu deiner konkreten Frage: Der Fettgehalt von Nüssen, Erdnüssen, Ölsaaten und Kernen ist miteinander vergleichbar. Der Fettgehalt liegt jeweils grob im Bereich von 50%. Man kann das also einfach untereinander austauschen und Abwechslung einbringen. Ansonsten ist Milchfett (also Butterfett) ein besonders hochwertiges und gut verdauliches Fett, sofern man keine Laktoseunverträglichkeit oder Milcheiweißallergie hat. Falls du eine Vorliebe für Joghurt hast, könnte man den Fettgehalt also auch sehr gut erhöhen, indem man nicht die fettarme, sondern die Vollmilchvariante mit 3,5% Fett oder Rahmjoghurt (10% Fett) nutzt. So hat man dann mehr Variationsmöglichkeiten, also kann beispielsweise ein paar Erdbeeren in den Joghurt schneiden.

Hallo , danke erstmal für deine antwort :) das Konzept der Klinik sie vor dass man sich auf das zählen von getreideportionen und fettpunkten beschränkt, was ja an sich schon mal um einiges unakribischer ist als Kalorien, da Sachen wie Marmelade, Obst & Gemüse, also Sachen ohne oder mit nur sehr wenig fett "Zusätze" sind, die man essen kann/soll so viel man will. Wer versucht aus einer Essstörung zu kommen verliert einen großen Teil Sicherheit und halt, den einem die Essstörung gegeben hat. Da fällt es den meisten leichter sich noch daran zu orientieren. Außerdem verlieren viele Menschen mit einer Essstörung komplett das Gefühl für die richtige Menge und das muss erst wieder gelernt werden. Bis dahin kann man sich an den Punkten orientieren , irgendwann sollte natürlich auch das unterlassen werden :)

Ps: 3,5% Joghurt esse ich schon und der schmeckt ja soooo viel besser als der fettarme! ;)

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@Coffee

Danke für deine Antwort, ich fand das sehr interessant zu lesen. Es macht natürlich Sinn, die Heranführung an ein "Essen ohne Zählen" schrittweise zu gestalten, jetzt verstehe ich es also etwas besser. Für mich als Außenstehenden ist es immer etwas schwierig, mich in die Situation hineinzuversetzen, da ich selbst eher zur Kategorie "Ich esse soviel, bis ich satt bin" gehöre. Andererseits weiß ich natürlich, wie schwierig es heute auch ist, sorglos mit dem Thema Ernährung insgesamt umzugehen, da es derart viele Fachmeinung gibt und man praktisch jeden Tag aufs ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, dass man sich zu fettreich, zu zuckerhaltig oder zu ungesund ernähren würde (was oft dann ja absolut nicht stimmt). Gerade im Internetzeitalter ist das für junge Menschen sicher sehr schwierig, da man mit widersprüchlichen Informationen geradezu bombardiert wird, also kann ich mir vostellen, dass es heutzutage für junge Leute sehr schwierig ist, man also auch eine gewisse Struktur braucht. Ich bin da selbst noch etwas anders aufgewachsen.

Auf jeden Fall wünsche ich dir und den anderen viel Erfolg bei der Behandlung und das sich die Lebensqualität wieder verbessern wird.

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*sieht vor

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Kannst ja Knusperflocken für deinen Joghurt selbermachen. Haferflocken in etwas Fett rösten bis die Haferflocken duften, mit wenig Zucker karmellisieren in einer Schüssel abkühlen lassen hält sich im Schraubglas und kann portionsweise entnommen werden. Zum Anrösten ein neutrales Öl nehmen - Rapsöl, Sonnenblumenkernöl oder Walnussöl.

Danke, das klingt super! :)

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Wenn du viele fette essen sollst dann dipp doch gutes Brot in öl mit etwas Salz .Es gibt einige sehr aromatische öle wie das Leinöl,rohes und geröstetes Sesam und Kürbiskernöl gibt es beide ich beiden Variationen auch gutes Olivenöl schmeckt sehr gut und alle sind sehr gesund.Des weitern kannst Du die Öle auch für Salate und anders nutzen.

Kürbiskerne? Ob das mit dem Fettgehalt hinkommt, frage doch die Fachleute da in der Klinik, dafür sind die ja da...

Avocado hat sehr viel gute Fette :)

oder Mozerella zb mit Tomaten und darüber Olivenöl geben. Der Mozerella und das Olivenöl enthalten gute Fette.

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habt ihr noch andere Ideen

Hast du mal Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen ausprobiert, die haben auch natürliche Fette, weil es davon ja auch Öl gibt.

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