Gestörtes Essverhalten - Bitte um Hilfe...

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6 Antworten

Zunächst mal finde ich ganz toll, daß Du den Mut gefasst hast, über Deine Sorgen zu sprechen. Ich glaube solche Probleme haben fast nie mit Ernährung im engeren Sinne zu tun. Dahinter steckt oft ein anderes Problem, das verdrängt wurde und jetzt als Esstörung "maskiert" um Aufmerksamkeit bittet. Ein Psychologe kann vielleicht das zugrunde liegende Problem enttarnen und so das Übel an der Wurzel packen.

Ich finde den Tipp von tamashiinekun sehr gut, Deiner Psychologin einen Brief zu schreiben, wenn Du Dich im persönlichen Gespräch nicht öffnen kannst. Du brauchst gar nicht lange zu grübeln was Du schreiben sollst: In Deiner Frage steht alles drin was für die erste Kontaktaufnahme wichtig ist. Schreib Sie einfach ab. Eine weitere Idee wäre, Dich anonym an die Telefonseelsorge zu wenden (0800-1110111, auch per eMail oder Chat) oder im Netz nach Selbsthilfegruppen für Esstörungen zu suchen.

Ich wünsche Dir alles Gute!!!!!

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Noch bist du nicht so tief drin, wie du mit Leichtigkeit sein könntest. Für mich ist der Schlüssel hier:

Ich kann sie nicht schon wieder belasten

Du wirst aufgefangen. Du bist jung und hast ne Menge seelischer Probleme, also ist es doch völlig normal, dass du nicht nur einmal, sondern mehrfach die Hilfe deiner Mitmenschen brauchst. Im Schreiben bist du offenbar schon recht gut, also wenn es mit reden und vertrauen schwierig ist - wie wär's dann mit schreiben und vertrauen? Schreib deinen Mitmenschen, wie du dich fühlst und dass es dir hilft, darüber nicht reden sondern nur schreiben zu müssen. Damit kommst du vielleicht ins Gespräch und kannst das Reden und Vertrauen etwas üben. Wenn du gute Freunde oder sogar mal Familie habe willst, dann wirst du diese Fähigkeit brauchen. Bis dahin zur Selbstübung: Fang damit an, dich nicht schlecht zu fühlen und keine Angst vor Gewichtszunahme zu haben. Was du zunimmst kannst du wieder abnehmen. Und wieso solltest du dich schlecht fühlen? "Was so lecker schmeckt kann doch nicht falsch sein" sagte mal jemand zu mir, der einen Löffel Honig aß. Iss regelmäßiger, trink mehr Wasser, gönn dir bei Fressattacken Frucht- und Gemüsesalate, vermeide die ungesunden Sachen und knabber Nüsse. Das ersetzt nicht das Hilfesuchen, das solltest du trotzdem. Wenn die, die dich lieben wüssten, dass du dich zierst, mit ihnen zu reden, weil du sie nicht wieder belasten willst, dann wären die verletzt und empört. Sie würden dir im Nachhinein sagen "Aber warum hast du denn nicht mit mir geredet?" - und sie möchten dir das alle nicht auf einer Krankenstation sagen. Also wenn du ihnen einen Gefallen tun willst, dann tu dir selbst den Gefallen und wende dich an sie.

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PainfulSilence 30.03.2014, 08:57

Erstmal vielen Dank für deine Antwort!

ich kann ihnen nicht schonwieder wehtun, auch nicht mit einem Brief.. sie scheinen alle so glücklich weil sie denken ich habs seit letztem Jahr aus der Depression geschafft, auch wenn dem nicht so ist. Ich möchte das mit dem Essen alleine wieder hinbekommen ohne irgendjemandem davon zu erzählen. Sie würden mich doch nur beobachten und darauf schauen was ich ess und sich ihre Gedanken machen, nur das soll keiner.. Mir fällt es so unglaublich schwer zu vertrauen, dass ich nichtmal einen Brief schreiben kann, ich hab einfach Angst auch vor den Reaktionen.. Ich mein, erst suizidversuch, dann Essstörung.. Ist nicht gerade schön...

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das klingt für mich ehrlich gesagt ein wenig nach binge eating disorder oder nach bulimia nervosa. :(

du musst dich dafür nicht schämen. keiner wird dir irgendwelche schuld zuweisen deswegen. und ich denke dein umfeld wird sich nur noch mehr sorgen, je länger du es hinauszögerst etwas zu sagen (einfach weil man es dir irgendwann ansieht). also zögere nicht dir hilfe zu holen.

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Heii Wenn du wirklich Hilfe willst (die du meiner meinung nach brauchst ) musst du mit jemandem darüber reden. Ich denke du hast klare Anzeichen einer Essstörung aber auch körperliche probleme , denn dass du kein Hungergefühl hast gehört nicht zu einer Essstörung ( zumindest nicht am Anfang ) Also geh zum Arzt. Und sprich mit Lehrern, Eltern, Ärzte ......darüber. Viel Glück

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Hey :-) Das ist für ich vielleicht ziemlich schwierig, aber versuche trotzdem regelmäßig zu essen. So verhinderst du Heishungerattacken und hast mehr Kontrolle über as was du isst. Wünsche dir alles Gute LG, Sonja

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Hallo, dieses verhalten kann durch langen Nahrungsentzug entstehen , ich würde dir raten dich zu überwinden und doch mit deiner psychologin zu sprechen.

Wenn das garnicht geht , schreibe einfach einen Brief an deine Psychologin und erkläre ihr darin alles - das ist einfacher glaub mir !

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