Gespräch mit erwachsenen Kindern?

3 Antworten

Leider sehe ich nicht, wie man dir wirklich raten könnte. Dafür sind die Informationen zu dürftig.

Ich verstehe soviel, dass nach jahrelangen guten Beziehungen diese immer schlechter wurden, die Distanzierung der Söhne also schon eine längere Vorlaufzeit hat, die dann seit 2016 noch durch politische Gegensätze verschärft wurde. Leider kann ich nicht beurteilen, wer dafür die Verantwortung zu tragen hat und ob die politischen Gegensätze überbrückbar sind.

Wie sollte man das denn führen bzw. beginnen?

Nun, da die Söhne um das Gespräch gebeten haben, sollten sie ihr Anliegen zuerst vortragen.

Das Gespräch sollte besonnen, ohne gegenseitige, in Streit ausartende Beschuldigungen geführt werde. Alle Beteiligten sollten Möglichkeiten ausloten, die Differenzen einvernehmlich beizulegen. Gut wäre die Anwesenheit einer Person, die als neutraler Vermittler einschreiten könnte.

Ich bin eher der Typ, der seine Meinung knallhart formuliert.

Dagegen ist prinzipiell nichts gegen zu sagen, sofern diese Reaktion keine Beleidigungen impliziert und die vorgetragene "Meinung" unreflektiert den eigenen Standpunkt verabsolutiert. Anders gesagt: man sollte für vernünftige Gegenargumente offen sein.

Mehr kann ich leider nicht anraten. Viel Erfolg!

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Ein Gespräch sollte immer sachlich bleiben. Man muss den Anderen ausreden lassen. Niemals einen erhobenen Zeigefinger, keine Vorwürfe, keine Schuldzuweisungen...

Ein "du hast aber...." ist immer schlecht. Lieber ein "ich sehe es so und so...".

Hört euch einfach an was die Beiden zu sagen haben und versucht deren Standpunkt zu verstehen (andersrum natürlich auch). Nehmt "Vorwürfe" nicht persönlich, sondern versucht abzuwägen, ob nicht etwas dran sein könnte...

Oft neigen Eltern dazu die Kinder zu bevormunden - egal wie alt die sind. Da spricht Lebenserfahrung... Aber gibt man sein Wissen auch ungefragt dauernd ab? Und sind die Umstände überhaupt vergleichbar?

Ich würde ihnen einen herzlichen Empfang bieten. Zeigt eure Freude, dass sie sich melden. Bekräftigt, dass ihr die Missverständnisse aus dem Weg räumen wollt. Ebnet ihnen den Weg, auch wenn das bedeutet Manches runterschlucken zu müssen... Aber sagt ihnen auch, dass ihr eure Meinung zu bestimmten Themen habt und davon nicht abweichen werdet. Aber es nicht dazu führen wird, dass es zum Streitthema wird. Wenn Politik ein Streitthema ist, dann klammert es zukünftig aus.

Eine knallharte Formulierung kann auch einschüchternd und nervend sein! Du hast deine Meinung und lässt keine andere Meinung daneben zu? Dann lerne verständiger zu werden. Man muss nicht der gleichen Meinung sein, aber man sollte sich hüten Anderen die eigene Meinung aufzudrängen...

Wie es bei euch nun tatsächlich bestellt ist und warum sich die Kinder zurück gezogen haben: das kann man aus der Ferne nicht beantworten...

Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: ich hatte mich auch mitunter mit meinen Eltern in der Wolle: spießig, doof, im Unrecht.... ;-). Aber wir haben uns immer wieder zusammen gerauft! Und mit den Jahren habe ich erkannt: Einiges war gar nicht so doof was sie von sich gegeben haben...

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Vielleicht etwas blöd ausgedrückt mit knallhart. Ich meinte damit eher, dass ich zu bestimmten Dingen schon immer meine eigene Meinung hatte und mich auch nicht für andere Menschen verbiege. Ist manchmal nicht so einfach (DDR Erfahrung) aber natürlich kann ich auch mal Kompromisse eingehen. Aber man hat so seine Leitlinien im Leben und die bin ich immer entlang gegangen. Ich denke auch, dass man die Politik ausblenden sollte, vorerst. Dazu sind die Fronten leider zu verhärtet seit 3 Jahren. Und wenn ich das in meinem Bekanntenkreis so sehe, fast überall.

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@euli1955

Verbiegen sollte man sich auch nicht - da hast du völlig recht! Nur wenn man ein Thema hat, wo man immer wieder aneinander gerät, dann hilft oft nur ein "ausklammern"... schont einfach auch die Nerven ;-). Lasst das Gespräch einfach entspannt auf euch zukommen! Sie werden euch schon nicht den Kopf abreißen und umgekehrt ja auch nicht. Hört euch an was sie zu sagen haben, lasst euch gegenseitig ausreden und verzichtet auf Vorhaltungen. Dann wird das schon!

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Alleine die Formulierung "knallhart formuliert" lässt mich vermuten, dass Du darauf Stolz bist und gerne der Meinung bist, alleine Recht zu haben!

Statt so mit der Brechstange zu arbeiten, solltest Du lieber mal versuchen, diplomatisch zu formulieren und auch andere Meinungen leben zu lassen! Sie müssen ja nicht zu Deiner werden! Das zeugt von Eloquenz und Intelligenz. Das "knallharte Formulieren" kann jeder Dorftrottel!

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Dann sagt der "Dorftrottel" mal danke für diese sinnlose Antwort. Vielleicht auch mal meine Antworten lesen.

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