Gespräch Ausbildung mit Geschäftsführer?

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6 Antworten

Wenn du kein direktes Problem mit deinem Chef hast, sondern vielleicht mit deinem Ausbilder, mit einzelnen Kollegen oder mit der Struktur des Betriebes, hast du jetzt die einmalige Gelegenheit, das nächste Dreivierteljahr deiner Ausbildung nochmal positiver zu gestalten.

Wenn du kritisierst, wähle deine Wort genau und überlege dir vorher, was du sagst. Mache dir vor dem Gespräch vielleicht ein paar Notizen, dann merkt der Chef auch, dass du dir ernsthafte Gedanken gemacht und diese auch sortiert hast.

Sätze wie "es ist alles so blöd..." oder andere so allgemeine Klagen sind meistens nicht hilfreich, eher aber konkrete Situationen und Vorfälle wie "ich werde jeden Tag zum Brotzeitholen geschickt, kann das denn kein anderer mal machen?" oder "es kann nicht sein, dass ich den halben Tag Akten schredern muss". Damit kannst du ein konkretes Unbehagen ausdrücken über Situationen, von denen der Chef vielleicht gar nichts weiß.

Hüte dich aber, einzelnen Kollegen madig zu machen, sondern benenne nur Fehler, die aus deiner Sicht passieren. Das erfordert einiges an Disziplin, kann sich aber echt lohnen.

Für deinen Chef ist es eine glatte Fehlinvestition, wenn er dich ausbildet und du verlässt nach der Ausbildung den Betreib. Von daher sollte er schon ein Interesse daran haben, dass sein Laden läuft.

Wenn dein Problem in der Ausbildung allerdings dein Chef ist, dann zwickst du besser die Arschbacken zusammen und hältst noch die restliche Zeit durch.

So direkt dazu, mir gefällst dort ganz und gar nicht , warum weshalb wieso, möchte ich Ihm aber erst nach der Ausbildung sagen

 

Da könnte ich mich als Ausbilder immer wahnsinnig aufregen.

Wie soll man dem Ausbilder die Möglichkeit geben, etwas besser zu machen, bzw. zu ändern, wenn Du nicht den Mund aufmachst?

Das Problem ist jedoch, wenn ich jetzt meine Meinung sage, könnte er mir das letzte 3/ 4 Jahr auch sehr schwierig machen

 

Oder er nimmt sich deiner Meinung an, ändert etwas und Du hast ein gutes letzten 3/4 Jahr.

Masta91 09.08.2017, 13:58

Die Sache ist, ich als Azubi kloppe fast nur Überstunden, ich bin jetzt bei fast 70.

Festangestellte bekommen an Tagen frei "wie heute", wo soviel zu tun
ist und durch die Urlaubszeit eh nicht genug da sind und wir dann sogar
noch an einem Sonntag kommen mussten, was einen tierisch aufregt. Dann
heißt in der Ausbildung "mitarbeiten" das hier ist aber reines
abarbeiten. Man kommt bekommt die ganze zeit sachen auf den Tisch
gelegt, sachen weitergeleitet und gesagt  "kümmert euch drum". Man lernt
halt nicht wirklich was

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ChristianLE 09.08.2017, 14:57
@Masta91

Und genau das ist ein Punkt, der im Betrieb angesprochen werden muss, selbst wenn der Chef kein Verständnis zeigt.

Der nächste Weg geht dann zur zuständigen Kammer.

Was nützt es Dir, wenn Du irgendwann ausgelernt hast, in dem Beruf aber gar nicht arbeiten kannst, weil Du das Wissen nicht hast?

Der Ausbilder ist verpflichtet, dich auszubilden.

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In einem wirklich guten Ausbildungsbetrieb, findet ein solches Mitarbeitergespräch regelmäßig statt.

Wenn du wirklich etwas ändern willst, musst du das auch ansprechen.

Ein "guter" Ausbilder wird sowieso merken, wenn du ihn mit Allgemeinplätzen abspeisen willst.

Deine Frage lässt sich so schwer beantworten, wenn wir nicht wissen, was in Deinem Betrieb nicht passt. Liegt es daran, dass Dir der Beruf nicht gefällt? Macht der Betrieb was falsch? Wenn ja, weiß der Betrieb von den Missständen und nimmt sie bewusst in Kauf? Oder wäre er für entsprechende Informationen sogar dankbar?

Die Sache ist, ich als Azubi kloppe fast nur Überstunden, ich bin jetzt bei fast 70.

Festangestellte bekommen an Tagen frei "wie heute", wo soviel zu tun ist und durch die Urlaubszeit eh nicht genug da sind und wir dann sogar noch an einem Sonntag kommen mussten, was einen tierisch aufregt. Dann heißt in der Ausbildung "mitarbeiten" das hier ist aber reines abarbeiten. Man kommt bekommt die ganze zeit sachen auf den Tisch gelegt, sachen weitergeleitet und gesagt  "kümmert euch drum". Man lernt halt nicht wirklich was.

Einfach sachlich bleiben und ihm sagen, dass dir gewisse Dinge nicht gefallen. Fang einfach mal mit den positiven Seiten an und lenke dann das Gespräch auf die Sachen, die dir nicht so gefallen.

Was ich aber nicht verstehe: Wieso hast du das noch nie von dir selbst aus angesprochen?

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