Gesetzliche Krankenkasse möchte 70.000€ nachzahlung

8 Antworten

Was steht denn im Beitragsbescheid drinnen, den die Kasse immer bei Änderungen zusendet? Änderungen hatten wir seit 2007 ja so einige (Beitragssatz, Mindesteinkommen), da gibt es immer einen neuen Bescheid dazu. Da steht dann auch die zu zahlende Beitragshöhe und aus was die berechnet wurde. Darauf kann man sich berufen, sofern die dortigen Berechnungsgrundlagen den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Oder in der Fragestellung wurden nicht alle relevanten Fakten genannt.

Hallo,

hilfreich ist es, wenn man alle Briefe der Krankenkasse seit 2007 vorliegen hat.

Wenn alle Fakten der Krankenkasse korrekt gemeldet wurden, hat man einen Vertrauensschutz auf die in den bisherigen Bescheiden genannten niedrigeren Beiträge. Gegen den neuen Bescheid kann innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden. Eingangsbestätifgung des Widerspruchsschreibens sehr gut aufbewahren. Man kann bei der Krankenkasse auch Akteneinsicht beantragen. Dann Kopien des gesamten Schriftwechsels geben lassen. Danach über das weitere Vorgehen entscheiden.

Vermutlich spielen hier verschwundene Briefe, fehlende bzw. falsche Einkommensangaben oder eine falsche Bearbeitung bei der Krankenkasse eine Rolle.

Gruß

RHW

Haben die drei (Mutter, Mann, Kind) 3 Jahre lang tatsächlich nie was gezahlt? Ist doch etwas merkwürdig, dass jetzt erst die Forderung der Krankenkasse eintrifft. Wäre es tatsächlich die erste Reaktion der Krankenkasse seit 3 Jahren, sind sicherlich einige Forderungen schon verjährt. Ich kann mir das aber kaum vorstellen. Genauso wenig kann ich mir die Naivität der Betroffenen vorstellen, zu glauben, man würde damit durchkommen, 3 Jahre lang keine Beiträge zu zahlen. Irgendwas stimmt da doch nicht.

Natürlich haben sie bezahlt. Aber eben nur einen geringen Satz, da der Mann Geringverdiener und die Frau Studentin ist. Die Kasse wollte Gehaltsnachweise, diese wurden gefaxt, Kasse will die aber nicht bekommen haben. Also sollen die jetzt ab 2007 den vollen monatlichen Beitrag von +- 600€ haben. Mahnungen bezogen sich immer auf die verspätete Zahlung der (geringeren) Beiträge, aber nicht auf das Fehlen der Lohnnachweise.

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@Flaureta

Da ist ein Fachanwalt sicherlich der beste Weg. Wenn es eine Rechtsschutzversicherung gibt, sollte das Kostenrisiko nicht so hoch sein. Aber eine professionelle Beratung muss auf jeden Fall der erste Schritt zu Lösung des Problems sein. Selbstverständlich irren sich auch Krankenkassen gern zu ihren Gunsten und der hier geschilderte Fall scheint wirklich strittig zu sein. Der von dem Berater vorgeschlagene Weg (Kredit und Privatinsolvenz) hört sich beim besten Willen nicht vernünftig an. Auf keinen Fall so vorgehen ohne vorherige unabhängige Betratung.

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