Gesetzliche Betreuung aushebeln ?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Offensichtlich hat es hier bisher noch kein unabhängiges Gutachten eines sachverständigen gegeben, da freiwillig eingewilligt wurde.

Antrag stellen beim amtsgericht auf Aufhebung der Betreuung. In der Zwischenzeit möglichst ruhig verhalten, also möglichst vermeiden sich ueber alles und jeden aufzuregen und zu beschweren.

Dann muesste eigentlich ein unabhängiger Gutachter bestellt werden.

Der Gutachter müsste sich dann u.a. auch zu dem betreffenden nach Hause begeben. Bei Gesprächen mit dem Gutachter bei bekannten Problemen auch eine gewisse Krankheitseinsicht zeigen, aber man möchte dafür demnächst anderen Hilfen in Anspruch nehmen als eine solche zwangsweise gesetzliche Betreuung. Eventuell ist das Problem auch zu lösen, wenn ein anderer Betreuer bestellt wird.

Dann muss man abwarten, zu welchem Ergebnis der Gutachter kommt.

Das typische Symptom des Wahnsinns ist uebrigens die mangelnde krankheitseinsicht. Wenn man behauptet, man brauche keinen Betreuer, weil man alles problemlos selber könne, leidet man an dem typischen Symptom des wahnsinns, der mangelnden Krankheitseinsicht. 

Hierbei dreht man sich oft im Kreis, und kommt schlecht wieder heraus.

Wie oben schon gesagt, deshalb ist es regelmaesig besser ein bisschen zurückzuschalten, dass es gewisse probleme gibt, aber dass man andere Hilfen in Anspruch nehmen wolle.

Aus dem hier geschriebenen gehe ich mal davon aus, dass es doch Chancen gibt das ganze demnächst anders zu lösen, weil eine gewisse Einsicht in die bestehenden Probleme zu erkennen ist.

Beim zuständigen Betreuungsgericht ( Amtsgericht ) einen Antrag auf Aufhebung der Betreuung stellen .

Ggf muss ein neues Gutachten dann gemacht werden .

Du kannst jederzeit beim Amtsgericht Beschwerde einlegen, in die geschlossen Klinik kommst Du nur mit  Billigung des  Amtsrichters und Untersuchung  durch den Amtsarzt, die Eltern können da nichts erzwingen.

Viel Erfolg!

Strippe

Du erzählst uns eine schreckliche Geschichte und und ich muss sofort and zahlreiche Fälle in der Vergangenheit denken, in denen Menschen zu Unrecht in den Schlingen der Psychiatrie gefangen waren.

Du erzählst uns leider nicht, warum du unter Betreuung stehst. So ist es natürlich schwer, deinen Fall einzuordnen. Aber du machst auf mich den Eindruck eines gefestigten, mental gesunden Menschen, der seine Situation gut einschätzen und reklektieren kann.

Ich bin kein Experte in Betreuungsrecht und möchte Dich nicht mit falschen Tipps in die Irre leiten. Ich bin sicher, du hast das auch schon gegoogelt.

Mir kam nur als erstes der Fall von Gustl Mollath in den Sinn - nicht dass ich dich mit ihm vergleichen möchte. In meiner Wahrnehmung hat ihm vor allem geholfen, dass er in seiner Situation eine Öffentlichkeit hergestellt hat. Er hat dafür gesorgt, dass Medien über ihn berichten und Behörden und Politiker so gezwungen, sich für ihn einzusetzen. Ist das eine Option für dich?

Ich wünsche Dir, dass sich Dinge für dich bald besser entwickeln. Poste doch mal hier, wie es dir ergangen ist.

Was möchtest Du wissen?