Gesetzliche Arbeitszeit!

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4 Antworten

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geht von sechs Werktagen (Montag bis Samstag) aus. Grundsätzlich ist die Höchstarbeitszeit zu beachten. Sie dürfen maximal pro Woche 48 Stunden beschäftigt werden, wobei auf 60 Stunden erweitert werden kann, wenn innerhalb von 26 Kalenderwochen ein Ausgleich auf 8 Stunden werktäglich bzw. entsprechend 48 h/Woche stattfindet (§ 3 Arbeitszeitgesetz).

In den meisten Branchen ist der Sonntag auch Ruhetag. In bestimmten Bereichen ist Sonn- und Feiertagsarbeit jedoch notwendig und zulässig. Nach § 11 Abs. 3 ArbZG ist für Sonn-und Feiertagsarbeit ein Ersatzruhetag notwendig, der für die Sonntagsarbeit innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist. Ferner gilt nach § 11 Arbeitszeitgesetz, dass im Jahr mind. 15 Sonntage arbeitsfrei sein müssen. Für Arbeit an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beträgt der Ausgleichszeitraum acht Wochen.

Wenn jemand am Montag anfängt zu arbeiten und dann einschließlich der nächsten 2 Sonntage durcharbeitet, tritt die Verpflichtung zur Gewährung des Ersatzruhetages erst nach dem 1. Sonntag auf. Damit könnte also 7 + 12 Tage hintereinander gearbeitet werden. Somit sind im Extremfall auch 19 Arbeitstage in Folge möglich.

Allerdings sollen bei der Arbeitszeitgestaltung die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse (§ 6 ArbZG) berücksichtigt werden. Eine dieser Erkenntnisse ist, dass es keine Arbeitsperioden von 7 oder mehr Arbeitstagen in Folge geben soll. Da es jedoch kein optimales Schichtsystem gibt, ist jedes Schichtsystem der betrieblichen Praxis einer zusammenfassenden, globalen Betrachtung im Rahmen der vom Arbeitgeber zu erstellenden Gefährdungsbeurteilung (§ 5 Arbeitsschutzgesetz) zu unterziehen.

Weitere Abweichungen sind durch Tarifvertrag oder durch eine Dienst- oder Betriebsvereinbarung auf Grund eines Tarifvertrages möglich (vgl. §§ 7 und 12 ArbZG).

Quelle: Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW

Eine 6-Tage-Woche ist nach dem ArbZG normal. Wenn Sonntags gearbeitet wird, ist innerhalb von zwei Wochen ein freier Ersatztag zu gewähren. D. h., man kann dich theoretisch 20 Tage durcharbeiten lassen, bevor dir der erste freie Ersatztag nach dem ArbZG für den ersten gearbeiteten Sonntag zusteht. Im Durchschnitt dürfen Werktäglich aber auch nicht mehr als 10 Stunden gearbeitet werden und es müssen 15 Sonntage im Jahr arbeitsfrei bleiben (Hotel- und Gaststättentarif kann abweichende Regelungen beinhalten).

saureBohne 20.02.2013, 23:08

ich arbeite in der Gastronomie,habe auch schon 12 Tage am Stück durchgearbeitet und das nicht nur bei einen 8 Stundentag....aber 20 Tage am Stück da bist du am Boden. Das hält keiner lange durch..

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ralosaviv 20.02.2013, 23:17
@saureBohne

Glaube ich dir unbesehen. Deshalb theoretisch. Was aber leider auch heißt: gibt dein Chef dir nach 11 Arbeitstagen nur einen Tag (als Ersatz für den vorhergehenden Sonntag z. B.) frei, gäbe es keine rechtliche Handhabe, mehr freie Tage zu beanspruchen.

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Ich mein es sind zwar nur 10 Tage erlaubt aber bei teilzeit weiß ich nicht. Aber normal MINDESTENS 24std

wöchentlich 2 freie Tage bei 40 Stundenwoche

ralosaviv 20.02.2013, 23:01

wo steht das?

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