Gesetze wie in z.B. den USA?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Situation in den USA ist ja (trotz oder gerade wegen der Gesetzgebung) nicht besser als hier, sondern deutlich schlimmer. Es gibt jedes Jahr tausende Gewaltverbrechen in den USA, was nicht nur an der hohen Bevölkerungszahl liegt, sondern auch prozentual höher ist als hier.

Die "Abschreckung" funktioniert also ganz offenbar nicht (lies auch dazu den guten Beitrag von Maro95). Was natürlich Otto Normalverbraucher nicht davon abhält, an die Abschreckung zu glauben (die Leute glauben ohnehin viel, was ihnen nur emotional gefällt; wenn es sich besser anfühlt, glaubt man halt auch mal, dass die Erde flach ist oder ähnliches, auch wenn eine kühle Überlegung was anderes sagt - ebenso gerne glaubt man, dass es für Sicherheit sorgen würde, wenn jeder mit einer Waffe rumläuft, das Gegenteil ist der Fall).

So kann man es auch psychologisch erklären, dass sich eine Hinrichtung für manche besser anfühlt als eine Inhaftierung. Damit ist aber die Abschreckung keinen Deut bewiesen. Das ist also ein emotionales Argument (ebenso wie die beliebte Frage "stell dir mal vor, ein Familienmitglied von dir wäre ermordet worden").

Natürlich brauchen auch wir angemessene Strafen. Und sicher kann man in dem einen oder anderen Fall auch das Strafmaß kritisch sehen. Ich verfolge auch nicht jeden einzelnen Fall, dazu passiert einfach zu viel.

Aber es stimmt ja auch nicht zu sagen "für X kriegt man Y Jahre". So funktioniert das nicht. Der Richter beurteilt jeden Fall einzeln (und nicht nach Schema F, sonst bräuchte man auch kein Jurastudium, und es würde genügen, lesen zu können).

Oft sind Strafmaße per Gesetz von a nach b Jahren. Und der Richter hat in diesem Rahmen einen Ermessensspielraum. Je nach Tatumständen, und je nach Verhalten des Täters.

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Aber meinst du nicht das es in den USA daran liegt das da unendlichen Gangs vorhanden sind? Der Drogen Schmuggel etc?

und diese Leute haben macht und jeder wird automatisch in eine Gang gedrängt ansonsten bist du eh Tod.

also der Kriminalität wird doch quasi offen eine Plattform geboten daher auch die Hohe Zahl an Straftaten.

vergessen darf man auch nicht das diese Typen „kein Problem“ damit haben eingebuchtet zu werden, eher Haben Sie Angst denn wenn sie auspacken sind sie und ihre Familien eh tot.

aber in Deutschland gibt es zb. Keine Bezirke wo ausschließlich die Leute das sagen haben.

was ich sagen will, ist das man in der Hinsicht Länder wie die USA Brasilien etc. Nicht als Vergleich nehmen kann, da werden die Leute doch vielerorts sich selbst überlassen, so das Sie Ihre eigenen Gesetze aufstellen und machen was sie wollen und ihnen bleibt nix anderes übrig als kriminell zu werden.

aber in Deutschland ist es nicht so.

Ich würde mir nur wünschen das die strafen gerechtfertigter wären!

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@salahmanda

Sicher ist die soziale Struktur in manchen US-Städten anders als hier. Insofern geht es uns noch recht gut. Stimmt schon, den Vergleich kann man nicht 1:1 ziehen (andersherum aber auch nicht: was für die USA vielleicht gut ist, muss hierzulande noch lange nicht funktionieren).

Auch die Aufklärungsquote ist wichtig: wenn man zu 80% nicht erwischt wird, schreckt einen auch eine hohe Strafe u.U. nicht ab. Wenn man aber sicher sein kann, DASS man erwischt wird, schreckt einen das eher ab.

Eine hohe Strafe kann also eine gute Aufklärungsquote nicht ersetzen.

Ja, Strafen sollten angemessen sein. Wie hoch das dann im Einzelfall ist, kann aber je nach Auffassung auch etwas variieren.

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Ich würde jetzt spontan auf mich zeigen und nein, mir spielt das nicht in die Karten, denn ich bin nicht kriminell, sondern habe beruflich mit ihnen zu tun.

Es ist ein schwerer und wissenschaftlich inzwischen einigermaßen anerkannter Fehler, zu glauben, dass eine höhere Strafe automatisch mehr abschreckt, nach dem Motto je mehr Knast, desto weniger Kriminelle. Das beste Beispiel hierfür sind Länder, die die Todesstrafe praktizieren oder "153 Jahre Gefängnisstrafe" verhängen. In diesen Ländern gibt es trotzdem schwere Verbrechen - häufig sogar signifikant mehr als hier in Deutschland.

Unter den Straftätern sind sehr viele, die entweder spontan handeln ohne nachzudenken oder aber ihre Tat sehr genau planen - und sie ausführen, weil sie natürlich überzeugt sind, nicht erwischt zu werden. All diese Täter erreicht man mit härteren Strafen nicht.

Was du täglich liest, bleibt dir überlassen. Um auf einer sachlichen Ebene zu bleiben, im Langzeittrend ist die Kriminalität in Deutschland sinkend. Dass "früher alles besser war", ist ein Irrglaube.

Härtere Strafen oder umfangreichere Straftatbestände sind noch am ehesten dort sinnvoll, wo man in der gesamten Gesellschaft etwas bewirken möchte. Die Änderung des 323 c StGB (Unterlassene Hilfeleistung) z.B. ist durchaus eine gute Idee gewesen, um deutlich zu machen, dass Gaffen und Filmen (und dabei im Weg stehen) eben kein Spaß ist. Ebenso Wirkung hatte das Mordurteil im Falle der Ku´damm-Raser und die stärkere Verankerung illegaler Straßenrennen im Strafgesetzbuch.

Dagegen gibt es Änderungen, die eher symbolischen Charakter als faktischen Nutzen haben, wie die Neufassung des 177 StGB (Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung) nach dem Grundsatz "Nein heißt nein".

So einfach, wie du es dir machen willst, ist es nicht, glaub mir. Du kannst sehr froh sein, dass du in einem Staat lebst, dessen Justizsystem nicht auf Rache und Abschreckung basiert.

Wo es Verbesserungsbedarf gibt, ist sicherlich das Ausschöpfen der bereits vorhandenen Strafmöglichkeiten. Da wird sehr viel eingestellt und kleingemacht. Ich bin der Ansicht, dass sich das schon allein dadurch deutlich bessern würde, wenn Strafverfolgungsbehörden und Justiz personell adäquat aufgestellt wären.

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Ich verstehe das du versuchst sachlich an die Sache zu gehen, dennoch überzeugt mich das nicht.

ich kann es einfach nicht verstehen wenn jemand ein Kind vergewaltigt und nur 2 Jahre auf Bewährung +3000€ Strafe kriegt...

das ist doch ein freifahrtsschein für alle kinderschänder!

ich nehme jemandem das Leben (klar kommt die Höhe der Strafe auf Motiv etc. An) und komme paar Jahre in den Knast und darf danach wieder raus

aber wer lässt den Toten aus dem Sarg?

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@salahmanda

"aber wer lässt den Toten aus dem Sarg?"

Offensichtlich niemand. Dein Vorschlag aber auch nicht.

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fürs Kinder missbrauchen kriegt man ne Geldstrafe und 2-3 Jahre

Wo steht das?

lebenslänglich bedeutet 15j / bei guter Führung 8j.

Gleiche Frage: Wo steht das?

täglich liest man Sachen wie Joggerin im Wald vergewaltigt etc. Aber diese Leute kriegen 6 Jahre ..... 6 Verfi.... Jahre gegenüber eines völlig zerstörten Lebens...

Zwichen gefühlt täglich und der Realität gibt es einen kleinen Unterschied.

Unsere Gesetze sind schon gut so wie sie sind. Oder hättest Du es lieber wenn jeder, der dreimal einen Ladendiebstahl begangen hat, chancenlos lebenslänglich im Knast versauert? In unserem Staat beleuchtet man wenigstens noch die Tatumstände.

Sicher, für einige Straftaten wünsche ich mir auch höhere Strafen, aber für eine Vergewaltigung ein 10tel seines freien Lebens einzubußen ist auch schon nicht ohne für den Betroffenen. Die Strafe ist ja mit dem Absitzen der Freiheitssrafe nicht abgegolten. Die Person kehrt nicht einfach an seinen Arbeitsplatz zurück, und macht weiter als sei er 6 Jahre in Urlaub auf Staatskosten gewesen.

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