Gesetze für Kriegsverbrecher?

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8 Antworten

Menschen ermorden war zu dem Zeitpunkt, wo diese Leute es gemacht haben, verboten, Kriegsverbrechen waren verboten, also deine Theorie ist falsch.

Das Einzige, was man kritisieren könnte, war die Aufhebung der Verjährungsfrist für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, nach 20 Jahren...

Aber wenn man das nicht gemacht hätte, hätte die Nazi-Verbrecher ganz offen erzählen können, wie lustig es war, Menschen zu ermorden, und niemand hätte sie dafür zur Rechenschaft ziehen können. Deshalb war es ganz gut, dass man diese Verjärhungsfrist aufgehoben hat, einfach um den überzeugten Alt- und Neonazis den Mund zu stopfen. (weil sie weiterhin Angst vor STrafverfolgung haben mussten).

Vielleicht wäre es im Interesse der historischen Forschung besser gewesen, es nicht zu machen.

In Kambodscha z.B. bleiben die Verbrecher, die dort die Massenmorde begangen haben, straffrei, und sie brüsten sich ganz offen mit ihren Verbrechen. Es gibt dazu einen Film, wo ein westlicher Reporter diese Verbrecher interviewt und zum Reden bringt, und die erzählen ganz ohne Reue, wie toll es war, Mitbürger umzubringen. Das ist historisch vielleicht wertvoll, aber ethisch doch etwas fragwürdig, besonders wenn man an die Opfer denkt.

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Wo hast Du her daß Verbrechen aus der Vergangenheit nicht bestraft werden dürfen? Es gibt unterschiedliche Verjährungsfristen für fast alle Straftaten, nur eben nicht für Mord.

Die Nazis um die es noch geht werden für ihre Mitwirkung bei der Ermordung von Millionen Menschen in den Konzentrationslagern angeklagt und verurteilt. Diese Taten fallen nicht unter die Rubrik Kriegsverbrechen.

Allzu oft wird das aber nicht mehr vorkommen, die meisten sind bereits tot, somit erledigt die Zeit das Thema.

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Das Problem ist nicht die Gesetzeslage. Versuche mal nach so langer Zeit die Taten noch zu beweisen oder Zeugen dafür zu finden. Oder Täter die noch in der Lage sind den Prozess durchzustehen oder haftfähig zu sein.

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Salue

Ganz unrecht hast Du nicht, der Nürnberger Prozess stand juristisch gesehen auf wackligen Füssen.

Nur, nach dem gesunden Menschenverstand kann man solche Leute einfach nicht ungestraft laufen lassen.

Die Nazi-Haupttäter stellten sich auf den Standpunkt, es handle sich um eine Siegerjustiz. Nur haben sie selber je beliebig gegen mit den Füssen gegen jedes Menschenrecht verstossen.

Ich bin grundsätzlich gegen die Todesstrafe, aber diese Angeklagten haben das Weiterleben schlicht nicht verdient.

Es grüsst Dich

Tellensohn  

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Kommentar von Accountowner08
06.03.2017, 10:58

Die Nürnberger Prozesse waren überhaupt nicht problematisch.

was man als juristisch problematisch bezeichnen könnte, war die Tatsache, dass die Verjährung für Verbrechen gegen die Menschlichkeit post factum abgeschafft wurde, aber das war bei den Nürnberger Prozessen noch nicht der Fall, sondern erst so um 1960...

Das hat man unter anderem deshalb gemacht, weil man nicht wollte, dass Nazi-Verbrecher sich ungestraft mit ihren Verbrechen brüsten können und damit Geld verdienen können...

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Ich verstehe deine Frage nicht. Meinst du dass das Handeln der Kriegsverbrecher in der Vergangenheit nach geltendem Recht geschah und diese deshalb heute nicht deswegen verurteilt werden dürfen?

Offiziell war auch das Handeln der deutschen Kriegsverbrecher schon damals nicht nach geltendem Gesetz. Mein Großvater war nur Gefreiter, hat aber einmal den Befehl erhalten ein russisches "Partisanendorf auszulöschen". Für die Aktion sollte er Vorgesetzter aufgrund besonderer Anordnung sein und sich auch Unteroffiziere zur Unterstützung heran holen. Die Deutschen wussten, dass es illegal war, was sie machten, deshalb haben sie für solche Aktionen nach Möglichkeit immer kleine Dienstgrade ausgesucht, um ihnen später die Sache in die Schuhe schieben zu können. 

Mein Großvater hat noch nachgefragt "was soll denn auslöschen bedeuten?". Sein Vorgesetzter schrie ihn an "fragen Sie nicht so dumm, Sie wissen genau was gemeint ist". Er wusste tatsächlich was gemeint war, nämlich das Dorf mit Panzern zu umstellen, die Häuser in Brand zu schießen und die Flüchtenden mit dem Maschinengewehr nieder zu schießen.

Das Dorf hatte nur eine einzige Straße, die in einem Wald endete. Mein Großvater ging mit seinen Kameraden an den Anfang der Straße, holte die Menschen aus den Häusern mit der Aussage, diese würden gleich gesprengt. Am Ende der Straße liefen tatsächlich junge Männer in den Wald. Die Kameraden zu meinem Großvater "wir müssen hinterher!". Mein Großvater "die kriegen wir doch nicht mehr. Außerdem könnte das eine Falle sein."

Anschließend sammelten sich die Zivilisten und gingen geschlossen in den Wald. Dann schossen die Panzer die Häuser in Brand. Verletzt wurde niemand. Das Dorf war wie befohlen "ausgelöscht".  

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Einen anderen Soldaten im Krieg zu töten, ist erlaubt. Es gibt aber Dinge, die sind auch im Krieg verboten.

" ... Mord, Mißhandlungen oder Verschleppung der entweder aus einem besetzten Gebiet stammenden oder dort befindlichen Zivilbevölkerung zur
Zwangsarbeit oder zu irgendeinem anderen Zwecke; Ermordung oder
Mißhandlung von Kriegsgefangenen oder Personen auf hoher See; Tötung von Geiseln; Raub öffentlichen oder privaten Eigentums; mutwillige
Zerstörung von Städten, Märkten und Dörfern oder jede durch militärische
Notwendigkeit nicht gerechtfertigte Verwüstung."

Quelle: Wikipedia

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Eigentlich sollte man Kriegsverbrecher auch diejenigen nennen, die mit fingierten Rechtfertigungen oder aufgrund von "false flag" Operationen einen Angriffskrieg starten, oder mit verdeckter Manipulation bestimmte vorhandene radikale Gruppen manipulieren und als Handlanger ausbilden, die für sie die Drecksarbeit tun, und genaugenommen auch die alle Soldaten/Befehlsempfänger, die daran mitwirken.

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Wenn sie gegen internationale Gesetze (Menschenrechtsverletzung etc) verstoßen haben, helfen auch keine nationalen Gesetze.

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