Gesetz für Taschengeld

9 Antworten

Es gibt kein Gesetz, das Eltern verpflichtet, ihren Kindern überhaupt Taschengeld zu geben. Demzufolge gibt es auch kein Gesetz, dass damit gemacht werden darf, was das Kind will. Es gab mal einen sogenannten Taschengeldparagraphen, dieser ist aber seit mehreren Jahren nichtig (zumindest brachte unsere Wirtschaftslehrerin in der Berufsschule uns das so bei).

Dann hast du deine Lehrerin entweder falsch verstanden oder sie sollte sich nochmal erkundigen, was sie den Schülern beibringt. Ohne diesen Paragraphen wäre jeder Vertragsschluss von Minderjährigen nichtig. Sprich ein 11jähriges Mädchen soll zum Bäcker Brötchen kaufen. Der Bäcker weiß aber nicht ob er dies darf oder nicht, wenn es den Paragraphen nicht gäbe. Die eltern könnten sonst einfach sagen, dass das ein nichtiges Geschäft wäre, etc. Das würde einiges im Leben sehr erschweren, besonders für Verkäufer.

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@juligo

Falsch verstanden habe ich sie definitiv nicht, die gute Frau war bei einigen Sachen nicht ganz auf der Höhe. Sie hat damals definitiv - des Häufigeren - gesagt, dass dieser Taschengeldparagraph nicht mehr vorhanden ist.

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@Lunanie

Vielleicht gab es diesen damals in anderer Form und er wurde überarbeitet. Das kann natürlich sein. Vielleicht hatte sie den dann im Hinterkopf und meinte, dass er so nicht mehr in dieser ursprünglichen Form existiert. Das weiß ich nicht, könnte aber sein. Kannst Sie ja mal fragen, warum dieser noch im BGB drin steht, wenn er nichtig ist :D

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@juligo

Meine Ausbildung habe ich vor 3 Jahren abgeschlossen und sie selbst unterrichtet nicht mal mehr ;) egal, jedenfalls hab ich mich geirrt. Aber er heißt wenigstens nicht so :D

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Der Schluss, es gäbe keine gesetzliche Regelung über die Verwendung des Taschengeldes, weil es keine gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung des selbigen gibt, ist falsch. Geschäfte beschränkt Geschäftsfähiger (und darunter fallen auch Anschaffungen aus dem Taschengeld) werden in den §§ 104 ff. BGB geregelt. Konkret dürfte hier der sog. Taschengeldparagraph, § 110 BGB, einschlägig sein (der keinesfalls nichtig ist). Jedoch muss ich zu bedenken geben, dass dir deine Eltern den Kauf eines Mac auch aus erzieherischen Gründen (s. § 1626 ff. BGB) verbieten könnten.

Na wenn dir jemand vorschreiben will was du mit deinem Taschengeld tun sollst ist er wirklich an der eigentlichen Idee vorbeigeschrammt. ich an deiner stelle würde auf diese Allmosen verzichten und lieber jobben... dann kannste machen was du willst...

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