Geselle Harz 4

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5 Antworten

Mindestens das, was Deine Mutter nun nicht mehr bekommt. Das wär Dein Regelsatz und Dein Mietanteil. Und vlt noch was extra für die Arbeit, die Deine Mutter mit Dir hat (Wäsche waschen, Essen koche, Saubermachen usw.).

Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

Bisher warst Du ja mit Deiner Mutter in einer Bedarfsgemeinschaft.

Weil Du Dich nun mit Deinem Einkommen vollständig selbst finanzieren kannst, bildest Du eine eigene Bedarfsgemeinschaft (ich weiß, klingt komsich, EIN Mensch ist eine Bedarfsgmeinschaft).

Nun ist also Deine Mutter eine Bedarfsgemeinschaft, und Du auch eine. - Lies dazu dies:

Hartz IV: Einkommen Kinder & Bedarfsgemeinschaft

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

Weil Du mit Deiner Mutter zusammen in der Wohnung lebst, wirst Du Deinen Teil der Miete tragen, und den anderen Teil der Miete bekommt Deine Mutter vom Jobcenter - naja, und weiter kriegt sie Krankenkassenbeiträge und Regelsatz, so wie vorher auch.

Teile dem Jobcenter mit, dass Du nun aus der Bedarfsgemeinschaft mit Deiner Mutter raus bist, weil Du Dich mit Deinem Einkommen selbst trägst und so eine eigene Bedarfgemeinschaft darstellst, Du aufgrund Deines Einkommens aber keinerlei Untersützung durch das Jobcenter benötigst.

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Vorsorglich diese Hinweise von mir - gib sie auch Deiner Mutter zu lesen, denn besonders für sie sind die ja wichtig. - Diese Hinweise können zumindest teilweise auch gelten bei Kontakt mit anderen Ämtern oder amtsähnliche Einrichtungen.

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Falls Du oder Deine Mutter mal weiteren Beratungsbedarf hast, google mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Wohnt Ihr in Hamburg, und es geht im weitesten Sinne um Arbeitslosigkeit, holt Euch Rat bei der sehr guten behördenunabhängigen Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444. Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren (die dürfen nur Hamburger / Umgebung beraten).

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@cyracus

Sorry, deine Aussage ist falsch. Als unter 25jähriger gehört er/ sie weiter zur BG seiner Mutter. Einzig und allein richtig ist, dass Kinder nicht zur BG gehören, die ihren Bedarf aus eigenen Mitteln decken können. Dadurch werden sie aber nicht zu einer eigenen BG (sie haben nämlich gar keinen Bedarf, der die Bezeichnung BG rechtfertigen würde). Sie decken ihren Bedarf selbst, was bedeutet, sie sind raus aus dem Sozialsystem. Zumindest dem des SGB II. Insofern muss das Kind zu Hause nur abdrücken, was seine Mutter einfordert.

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Das gibts kein Gesetz, das musst du mit deiner Mutter ausmachen.

Wenn ihr in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, wird das Einkommen aber berücksichtigt (das muss unverzüglich gemeldet werden, um Sozialbetrug zu vermeiden), und zumindest das Wohngeld wird garantiert gekürzt.

Lies bitte mal meinen Kommentar.

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@beangato

Meiner besten Freundin wurde auch das Wohngeld gekürzt, nachdem ihr Sohn einen Job gefunden hatte.

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@Hamburger02

Es geht nicht um Wohngeld, sondern ALG II. Bei ALG II bekommt man kein Wohngeld.

Solltest Du ALG II meinen, ist da was falsch gelaufen.

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@Hamburger02, Du schreibst:

"Das gibts kein Gesetz, das musst du mit deiner Mutter ausmachen."

Das ist falsch! Es gibt sehr wohl Gesetze dazu. - Klick den Link in meiner Antwort an.

(Aus technischen Gründen ist es hier nicht ratsam, denselben Link unter einer Frage mehrmals reinzugeben, deshalb mein Hinweis auf meine Antwort.)

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Hallo,

dein Gehalt wird bei Hartz 4 angerechnet , wenn Du mit deiner Mutter in einer Wohnung lebst ! Wie viel das ist , weiß ich nicht ! Das erfährst Du bei den zuständigen Stellen! Oder bemüh mal Google . Einfach Selbsterhaltungssatz für Verdiener in häuslicher Gemeinschaft mit Hartz4 Bezieher eingeben !

GLG und einen guten Start ins Wochenende, wünscht Dir ,clipmaus:-))

Wenn er mit seinem Einkommen über seinem Bedarf liegt und sich somit selbst unterhalten kann, fällt er aus der Bedarfsgemeinschaft raus - er ist NICHT unterhaltspflichtig für seine Mutter.

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@Clipmaus, Du Schreibst:

"dein Gehalt wird bei Hartz 4 angerechnet , wenn Du mit deiner Mutter in einer Wohnung lebst !"

Klick mal den Link an, den ich in meiner Antwort reingegeben habe.

Dein Verweis auf Tante Google ist in diesem Fall also nicht hilfreich. - Die Gesetze rund um Hartz IV sind sehr kompliziert. - Es ist also sinnvoll, wenn User hier fragen in der Hoffnung, dass sich andere User mit der Thematik auskennen.

(Aus technischen Gründen ist es hier nicht ratsam, einen Link unter einer Frage zweimal reinzugeben.)

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Das musst du deine Mutter fragen.

Der Fragende hat nicht geschrieben, dass seine Mutter kundig im Sozialrecht ist. - Weshalb also soll er sie fragen?

Die Gesetze rund um Hartz IV sind sehr kompliziert. - Bitte beantworte rechtliche Fragen nur dann, wenn Du Dich damit auskennst. Die Fragenden verlassen sich doch auf uns.

Hast Du Dich schon mal mit den Richtlinien von Gutefrage beschäftigt? Zum Beispiel sagt Punkt 3 der Richtlinien:

  • Wenn Du eine Antwort nicht weißt oder keinen Rat geben kannst, übe Dich bitte in Zurückhaltung. Bei gutefrage.net geht es um qualifizierte, hilfreiche Antworten und nicht darum, überall seine Meinung zu präsentieren.

https://www.gutefrage.net/policy

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@cyracus

Nun mal langsam mit den jungen Pferden. Meine Antwort ist vollkommen korrekt und hat überhaupt nichts mit der Hartz IV-Gesetzgebung zu tun. Der Fragesteller muss zu Hause nur abdrücken, was seine Mutter von ihm einfordert. Das SGB II legt dazu nichts fest.

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