Geschlechtsbezeichnungen abschaffen?

15 Antworten

Ich bin heute morgen mit einem ganz fabelhaften Wunsch aufgewacht:

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat sich rapide reduziert und auch Ungelernte finden einen fair bezahlten Job.

Ausbildungssuchende junge Menschen bekommen eine qualifizierte Ausbildung und einen guten Start in das spätere Berufsleben.

Arme Rentner müssen nicht mehr nach Leergut suchen um ihr spärliches Einkommen aufzubessern.

Wohnraum wird auch in Großstädten bezahlbarer und die Lebensqualität des Einzelnen steigt an.

Wenn für dich persönlich deine Idee eine Wertsteigerung deiner Lebensqualität zur Folge hätte, akzeptiere ich das gerne. Es hilft aber Menschen im Allgemeinen nicht weiter.

Ich finde deine Frage ist wirklich eine gute Frage, weil auch persönlich daran interessiert.

Das was du dir wünscht kann nur schwer geändert werden. In unserem Gehirn sind alle erlernten Dinge in Schubladen abgelegt. Ob das dass „Richtige” oder „Falsche” ist, ist damit nicht belegt, man kann ja auch viel falsches lernen und das ist häufig auch der Fall. Da die Schubladen in unserem Gehirn eine essentielle Lebensgrundlage sind, kann man sie auch nicht abschaffen. Man kann aber durch Bildung die Dinge in den Schubladen ändern.

Zum Beispiel Geschlechterstereotypen (Geschlechterrollen), werden vom Babyalter anerzogen, die Prinzessin kann auch die Bekleidung des Prinzen tragen, anders herum fast unmöglich. Ich mache das als älterer Mann trotzdem, deshalb habe ich viele Jeggings oder Skinnyjeans genannt aus der Damenabteilung bei H&M und trage die auch im Büro, bunt lackierte Fingernägel habe ich auch, lange Stiefel über der Jeans, mehr ist es aber nicht 🤪

Im Prinzip ein guter Ansatz.

Aber wir Menschen sortieren immer (!) nach Mann/Frau. Dagegen können wir kaum etwas tun. Das hat uns die Evolution so mitgegeben.

Aber im reinen Schriftverkehr, und da hast Du völlig recht, sollte das unwichtig sein.

Du bist wahrscheinlich sehr sehr jung. Denn der Geschlecht gehört unmittelbar zum Menschen dazu.

Das merkst Du täglich:

  • beim Blick in den Spiegel
  • auf der Toilette
  • beim Duschen
  • beim Anziehen
  • beim Arbeiten
  • beim Haarkämmen
  • beim Klammotenkauf

Es ist auch gut so. Denn überlege mal, wenn Dich mal auf der Straße Dich als Frau anspricht: "Ich mache ihnen gern die Tür auf, gnädige Frau" oder "Ich trage es gern für sie". Oder man sagt zu Dir, das Du impotent bist.

Wie würdest Du denn dabei reagieren?

Als ich einmal an einer Bushalteste von einer wohl schlecht sehende Oma für einen Mann gehalten wurde, war ich kurz geschockt.

  • beim Blick in den Spiegel
  • auf der Toilette
  • beim Duschen
  • beim Anziehen
  • beim Arbeiten
  • beim Haarkämmen
  • beim Klammenkauf

Und wo gibt es bei diesen Tätigkeiten Unterschiede zwischen Mann und Frau. Gucken die anders in den Spiegel? Müssen Männer nicht auf Toilette und kämmen sich beide nicht die Haare?

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@Zawnic

Wenn für dich der Unterschied zwischen Männern und Frauen auf der Toilette nicht ersichtlich ist kann man dir nicht mehr weiterhelfen.

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Warum darf der Mann nicht die Bekleidung aus der Damenabteilung tragen. Ein Neugeborener weiß davon nichts, egal welchem Geschlecht, es wird ihm von den Eltern anerzogen. Könnte man nicht alle gleich erziehen, unabhängig vom Geschlecht, dann gebe es vielleicht auch mehr Frauen in naturwissenschaftlichen Berufen.

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@Mikrogramm

Gröööhl. Wir haben Zwillinge erzogen. Die wußten sehr schnell wer da männlich oder weiblich war. Nix mit Erziehung. Die wurden komplett gleich aufgezogen. Der Soziologen- Genderschwachsinn stimmt schlicht nicht.

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@NonNam

Gleich aufgezogen? Das Mädchen in rosa und der Junge in blau gekleidet? Und dadurch wussten sie es sofort? Noch im Kreissaal? Heranwachsenden Menschen werden ihrem Geschlecht entsprechend Rollen anerzogen, Kleinstkinder im Sandkasten haben diese Vorurteile noch nicht, außer dass man sie schon an der Bekleidung unterscheiden kann und die haben sich die Kinder nicht selbst ausgesucht.

Sehenswerte Doku zum Thema:

No more Boys and Girls

„Welche Rollenbilder haben Jungen und Mädchen von Frauen und Männern und wie entstehen sie? Die Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes taucht in die Lebens- und Lernwelt von siebenjährigen Kindern ein.” 

https://www.zdf.de/dokumentation/no-more-boys-and-girls/sendung-eins-100.html 

https://www.zdf.de/dokumentation/no-more-boys-and-girls/sendung-zwei-100.html 

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@Mikrogramm

Blödelquatsch. Die hatten gleiche Kleidung und gleiche Aufmerksamkeit. Und ab ca. 3 Jahren haben die sehr genau zwischen Jungs und Mädlen unterschieden. Nix mit Rollenbildern. Vergiss den ganzen Blödsinnn. Das ist Idiologie, hat aber mit dem Leben nichts zu tun.

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Hallo Mensch,

ich kann das Fabelhafte an deiner Idee nicht erkennen. Wenn ich eine Mitmenschin oder einen Mitmenschen sehe, reduziere ich ihn oder sie auch nicht unbedingt auf seine/ihre/... Vagina.

Gruß, earnest

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